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Das 1x1 des Werbebriefs:
Der Sprachstil - Ihre Brücke zum Kunden

Der Werbebrief ist ein schriftliches Verkaufsgespräch. Er ist Ihre Brücke zum Kunden. Deshalb ist der Sprachstil, den Sie verwenden, besonders wichtig.
Sie wollen den Leser fesseln? Sein Interesse wecken und ihn zum Weiterlesen anregen? Das geht ganz einfach! Nehmen Sie sich unsere Sprachstil-Tipps zu Herzen. Und schon sind Sie Ihrem Kunden wieder ein Stück näher.

Schreiben Sie, wie Sie sprechen

Oder anders: Was keiner sagt, wird auch nicht geschrieben. "Verbleiben" Sie nicht am Ende des Briefes. Oder nehmen Sie nicht mehr Bezug auf ein Telefonat. So vermeiden Sie Distanz und schaffen Nähe zum Kunden.

Kurze Sprache - gute Sprache

Ein- und zweisilbige Wörter sind kurz. Sie gehören zum Grundwortschatz, sind dem Bild näher als dem Gedanken und damit leicht zu verstehen. Sie sind konkret, lebendig und aktiv.

Der thematische Brückenschlag

Durch Ihren Werbebrief zieht es sich wie ein roter Faden, der Motivbezug. Damit starten Sie und damit schließen Sie.

Angst schüchtert nur ein

Die Ansprache des Kunden erfolgt nicht über beängstigende Warn-Appelle, sondern über bestärkende Impulse. Herausforderungen werden nicht als Drohung, sondern als Chance verstanden.

Überzeugen Sie mit klaren Gedanken

Ihre Aussagen müssen für den Leser nachvollziehbar sein. Und noch besser: Begründen Sie! Und bringen Sie Argumente, die mit der menschlichen Alltagserfahrung vereinbar sind.

Machen Sie aus einem langen Satz zwei kurze

Was für das Wort gilt, gilt auch für den Satz. Je kürzer, desto besser. Weshalb? Ab dem 15. Wort beginnt der Kopf zu vergessen, was der Anfang des Satzes war. Wollen Sie das? Kürzen Sie auf Sätze mit durchschnittlich acht bis zehn Wörtern.

Das Bilderbuch im Kopf

Ein guter Text erzeugt Bilder im Kopf. Denn Bilder leben und helfen dem Leser, die Texte zu begreifen. So verstehen sie Kinder genauso wie Manager.

Stellen Sie Fragen

Was Sie von Fragen haben? Ganz einfach: Der Leser bleibt dran. Zieht Gedankengänge schneller nach. Fühlt sich verstanden und ernst genommen. Vergessen Sie nicht, Ihre Fragen auch selbst zu beantworten.

Verben müssen schwitzen

Gute Verben sind solche, bei denen Ihr Leser schwitzt. Tragen, tanzen, werfen, laufen, ... Vermeiden Sie vor allem passive Formulierungen und Hilfsverben. Sie mildern Ihre klare Aussage.

Ganz wichtig: Raus mit dem Ich. Rein mit dem Du!

Setzen Sie sich auf den Stuhl Ihres Lesers. Zu verstehen, woran Ihrem Kunden liegt, kann Ihnen nur dienen. Also bombardieren Sie den Leser nicht damit, was Sie glauben, tun, wollen. Sagen Sie ihm, was er davon hat oder was er tun soll.

Denken Sie AIDA und schreiben Sie AIDA!

Diese Struktur hat alles, was in kurzer Zeit die Aufmerksamkeit fesseln soll.
  • A = Attention: Neugier wecken, aufmerksam machen, einen guten Einstieg finden, den Leser fesseln.
  • I = Interest: Interesse wecken, Vorteile nachschieben, Nutzwert bieten.
  • D = Desire: Den Wunsch wecken, ja zu sagen. Weitere kleine "Ja's" sammeln. Zusatznutzen formulieren.
  • A = Action: Was soll der Leser jetzt tun? Klare Handlungsaufforderung. Anrufen, faxen, vorbeikommen, Karte schicken. Auf jeden Fall handeln.

Bleiben Sie sich treu

Schreiben Sie nichts, was Sie nicht auch unterschreiben können. Denn Sie stehen auch persönlich dafür ein.

H. Theuergarten / T. Unger, August 2002
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