Ihr Ansprech-partner vor Ort
Finden Sie Berater in Ihrer Nähe:
R+V-Ratgeber Beruf + Karriere (Quelle: Thinkstock)

Beruf + Karriere

Studium

Serie: Studieren - aber wo?
Die Metropolen-Universitäten

Das Studium in einer Großstadt bietet dem Studenten eine Vielzahl an Vorteilen, im Studium selbst und außerhalb des Campus. Die Universitäten bieten den Studenten in der Regel ein größeres Fächerspektrum als Hochschulen in einer kleinen Stadt. Dadurch ergibt sich eine Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten von Haupt- und Nebenfächern. Neben der wissenschaftlichen Ausbildung eröffnet sich dem Studierenden eine große Auswahl von Praktikaplätzen und Stundentenjobs. Auch in punkto Lebensqualität hat eine Großstadt mit ihrer großen Vielfalt an kulturellen Angeboten mehr zu bieten. Für viele Schulabsolventen ist gerade dieser Punkt neben der Wahl des passenden Studienfachs ein entscheidendes Kriterium.

Berlin

In der deutschen Hauptstadt kann der angehende Student gleich zwischen drei großen Universitäten auswählen. Interessierte sollten diese Auswahlmöglichkeit bei ihren Bewerbungen unbedingt berücksichtigen, da Berlin als Studienort bei vielen Bewerbern ganz oben auf der Wunschliste steht. Die Konkurrenz um die Studienplätze in der Hauptstadt ist entsprechend groß. Wer sich nicht nur bei einer Universität bewirbt, hat höhere Chancen, einen der begehrten Plätze zu erhalten.
  • Humboldt-Universität zu Berlin
    Die Humboldt-Universität kann sich auf eine traditionsreiche Geschichte berufen. Im Jahr 1810 vom Gelehrten und Staatsmann Wilhelm von Humboldt gegründet, gilt sie nach eigenen Angaben als die "Mutter der modernen Universitäten". Sie hat sich in ihrem Leitbild der Humanität und Wissenschaft sowie der Einheit von Forschung und Lehre verschrieben. 29 Nobelpreisträger lehrten oder arbeiteten im Laufe ihrer Geschichte an der Humboldt-Universität. Repräsentativ an der Prachtstraße Berlins, Unter den Linden, gelegen, vermittelt das Hauptgebäude bereits ein Gefühl für die historische Bedeutung der Universität. Sie gliedert sich in elf Fakultäten und zwei Zentralinstitute. In insgesamt 168 Studiengängen sind den jüngsten Zahlen zufolge rund 34.600 Studenten eingeschrieben. Neben dem Zentralgebäude und den umliegenden Gebäuden in Berlin-Mitte verteilen sich weitere Standorte wie der Campus Adlershof über das ganze Stadtgebiet. Die Medizinische Fakultät am weltbekannten Klinikum Charité zählt zu den größten in Europa.

    Details und Nützliches HU Berlin


  • Freie Universität Berlin
    Mit rund 34.000 Studenten zählt die Freie Universität zu den größten Hochschulen in Berlin. 462 Professoren lehren und forschen in rund 100 Studienfächern. Neben den großen "klassischen Ausbildungsfächern" der Sprach- und historischen Wissenschaften sowie der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften bietet die Freie Universität auch eine Vielzahl "kleiner Fächer" (z. B. Byzantistik, Judaistik) an. Mit dem John F. Kennedy-Institut für Nordamerikastudien, dem Osteuropa-Institut und dem Lateinamerika-Institut betreibt die Universität drei regionalwissenschaftliche Zentralinstitute mit einem interdisziplinären Fächerangebot. Die Freie Universität wurde 1948, als Berlin noch in Trümmern lag, unter großer Mithilfe der amerikanischen Besatzungsmacht gegründet. Mit der neugegründeten Hochschule sollte den Studenten "im Sinne echter Demokratie" eine freie Persönlichkeitsentfaltung ermöglicht werden. Diese Vorstellung wird insbesondere in den Leitbegriffen der Freien Universität deutlich - "Wahrheit, Gerechtigkeit, Freiheit". Mit Hilfe von Spenden aus Amerika wurden der Henry-Ford-Bau (das zentrale Hörsaalgebäude), die Universitätsbibliothek, die Mensa und das Klinikum in Steglitz errichtet. Der Campus der Freien Universität befindet sich im Stadtteil Dahlem im Südwesten Berlins. Weitere Einrichtungen liegen in den benachbarten Stadteilen Lankwitz und Steglitz sowie in Düppel.

    Details und Nützliches FU Berlin



  • Technische Universität Berlin
    Die Technische Universität (TU) Berlin bietet den Schulabsolventen ein breit gefächertes Spektrum von Studiengängen. Neben den "klassischen" TU-Fächern der Ingenieurs- und Naturwissenschaften können Studenten auch Geistes-, Sozial-, Planungs-, und Wirtschaftswissenschaften studieren. Damit unterscheidet sie sich von den meisten Technischen Universitäten. Rund 28.000 Studenten sind derzeit an der TU Berlin eingeschrieben. Über 20 Prozent davon kommen aus dem Ausland. Damit ist die TU Berlin die Hochschule mit den meisten ausländischen Studierenden in Deutschland. Die Wurzeln der Hochschule gehen bis ins Jahr 1770 zurück. An ihr lehrten und studierten Persönlichkeiten wie der Architekt Friedrich Schinckel, der das Stadtbild Berlins im 19. Jahrhundert maßgeblich mitprägte, Hans Geiger (bekannt durch den nach ihm benannten "Geiger-Zähler"), Nobelpreisträger wie der Physiker Gustav Hertz und Wirtschaftsgrößen wie der Industrielle August Borsig. Im Dritten Reich wurde die Universität eine Hochburg der Nationalsozialisten und galt als Stütze der technischen Entwicklung für die NS-Kriegsmaschinerie. Um mit der braunen Vergangenheit abzuschließen, wurde die TU 1946 von den Besatzungsmächten nicht wieder-, sonder demonstrativ neueröffnet. Mit dem Auftrag einer nicht nur technischen sondern "universellen Bildung" wurde das "humanistische Studium" in allen Fachbereichen eingeführt. Der Hauptcampus der TU liegt im Stadtteil Charlottenburg unweit des Kurfürstendamms und des Tiergartens. Weitere Standorte betreibt die TU in den Stadtteilen Steglitz, Wedding und Zehlendorf/Dahlem.

    Details und Nützliches TU Berlin

Dresden

Technische Universität Dresden
Gegründet im Jahre 1828 als Technische Bildungsanstalt gehört die Technische Universität Dresden zu den traditionsreichsten Technischen Hochschulen Deutschlands. Seit 1994 ist die TU eine Volluniversität. Neben den Ingenieurs- und Naturwissenschaften umfasst das wissenschaftliche Spektrum auch Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Medizin. Den Studenten bietet sie 14 verschiedene Fakultäten, internationale anerkannte Studiengänge, Vorlesungen in englischer Sprache und Kooperationen mit anderen europäischen Universitäten. Rund 35.000 Studenten sind an der TU in der sächsischen Elb-Metropole eingeschrieben, wodurch sie heute die größte Universität Sachsens ist. Der Hauptcampus liegt in der Dresdner Südvorstadt.

Details und Nützliches TU Dresden

Frankfurt am Main

Johann Wolfgang Goethe-Universität
Die Johann Wolfgang Goethe Universität wurde 1914 als Stiftungsuniversität gegründet. Sie ist mit ca. 31.200 Studenten die größte Hochschule Hessens. An ihr und ihren Vorgängern studierten und lehrten berühmte Wissenschaftler wie Theodor W. Adorno (der Begründer der "Frankfurter Schule"), Arthur Schopenhauer, Otto Hahn, Jürgen Habermas oder auch Bernhard Grzimek. Für wissenschaftlich ambitionierte Studenten bietet Frankfurt durch seine Nähe zu den drei ansässigen Max-Planck-Instituten für Biophysik, Hirnforschung und europäische Rechtsgeschichte attraktive Perspektiven. Für Wirtschaftswissenschaftler ergeben sich durch die Vielzahl der Finanzdienstleistungsunternehmen in der deutschen Bankenmetropole interessante Anknüpfungspunkte für Praktika und die spätere berufliche Tätigkeit. Die Gebäude der Universität sind auf mehrere Stadteile der Main-Metropole verteilt. Einen Campus der Hochschule gibt es in Bockenheim, Niederrad, Westend und Riedberg.

Details und Nützliches JWGU Frankfurt

Hamburg

Universität Hamburg
Die Universität Hamburg gehört zu den jüngeren Universitäten Deutschlands. Sie wurde nach Ende des Ersten Weltkriegs 1919 gegründet. Besonders in den zwanziger Jahren erlebte die Hochschule ihre wissenschaftliche Blütezeit. An ihr lehrten und studierten der Psychologe William Stern, der Philosoph Ernst Cassirer und der Physiko-Chemiker Otto Stern. Heute ist die Universität Hamburg eine der beliebtesten Hochschulen Deutschlands. Mit knapp 38.000 Studierenden ist sie die fünftgrößte Universität Deutschlands. Der Hauptcampus befindet sich zentral in der Innenstadt nahe der Alster. Weitere Einrichtungen der Universität verteilen sich auf das gesamte Stadtgebiet: Das Universitätsklinikum im Stadtteil Eppendorf, das Biozentrum und der neue Botanische Garten in Klein Flottbek, die Informatik in Stellingen, das Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften (ZMAW) an der Bundesstraße, die Sternwarte in Bergedorf und einige Physikalische Institute in Bahrenfeld. Dort ist auch das weltbekannte Deutsche Elektronensynchrotron (DESY) angesiedelt.

Details und Nützliches Uni Hamburg

Köln

Universität zu Köln
Mit rund 42.000 Studenten ist die Universität zu Köln eine der größten Universitäten Deutschlands. Zugleich ist sie eine der ältesten deutschen Hochschulen. Ihre Wurzeln gehen bis in das 14. Jahrhundert zurück, im Jahr 1988 feierte sie offiziell ihr 600jähriges Bestehen. Mit der Neugründung der Universität zu Köln im Jahr 1919 durch den damaligen Oberbürgermeistern und späteren Bundeskanzler Konrad Adenauer verpflichtete sich die Hochschule den Leitprinzipien Praxisbezug, Sozialbezug und Pluralismus. In der jüngeren Vergangenheit lehrten und studierten bekannte Forscher wie die Betriebswirtschaftler Eugen Schmalenbach und Erich Gutenberg, der Philosoph und Soziologe Max Scheler, der Soziologe René König, der Wirtschaftswissenschaftler Alfred Müller-Armack und der Chemie und Nobelpreisträger Kurt Alder. Der Campus der Universität liegt mitten im Stadtzentrum und ist daher sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen.

Details und Nützliches Uni Köln

München

  • Ludwig-Maximilians-Universität München
    Die Ludwig-Maximilians-Universität München ist mit rund 44.000 Studenten die größte Universität Deutschlands. Ihrem Selbstverständnis zufolge stellt sie "keine Kuscheluni" dar, sondern will jungen Menschen mit einem anspruchsvollen Lehrangebot als Karrieresprungbrett dienen. Sie verfügt mit dem Campus Großhadern und dem Campus Innenstadt über eine der größten und leistungsstärksten Uni-Kliniken in Deutschland und Europa. Mit dem sogenannten HighTechCampus in Martinsried-Großhadern für naturwissenschaftliche Biomedizin bietet sie Interessierten eine attraktive Nähe zu den zahlreichen in der Umgebung Münchens angesiedelten Unternehmen der Zukunftsbranche Biotechnologie. Die Universität kann auf eine lange Tradition zurück blicken. Bereits im 15. Jahrhundert in Ingolstadt gegründet, zog sie über Landshut im Jahr 1826 endgültig nach München. Die Gebäude der Universität verteilen sich von der Innenstadt über das ganze Stadtgebiet. Neben Planegg/Martinsried betreibt die Hochschule in Oberschleißheim, Garching, Bad Tölz und Maisach weitere Standorte.

    Details und Nützliches LMU München


  • Technische Universität München
    Im Jahre 1868 mit der Idee "der Technik den zündenden Funken der Wissenschaft zu bringen" gegründet, bietet die Technische Universität München den Studenten ein vielfältiges Fächerangebot. Das Wissenschaftsspektrum der Hochschule umfasst die Naturwissenschaften, die Ingenieurswissenschaften, die Medizin sowie die Lebenswissenschaften und wird über das vierblättrige Kleeblatt symbolisiert. Mit ihrem umfangreichen Studienangebot verfügt sie nach eigenen Angaben über eine Alleinstellung in Europa. In ihrer Geschichte kamen eine Reihe von Nobelpreisträgern aus dem Lehr- und Forschungsbetrieb der Technischen Universität München oder erhielten dort ihre wissenschaftliche Ausbildung. Heinrich Wieland, Hans Fischer, Ernst Otto Fischer, Robert Huber und Konrad Bloch erhielten die Auszeichnung im Bereich Chemie, Rudolf Mößbauer, Klaus von Klitzing und Wolfgang Ketterle im Bereich Physik. Derzeit sind rund 22.000 Studenten an der Technischen Universität eingeschrieben. Der Hauptcampus liegt in der Innenstadt. Zudem betreibt die Hochschule in Garching, Weihenstephan und auf dem Olympiagelände weitere Standorte. Medizin wird im Klinikum rechts der Isar gelehrt.

    Details und Nützliches TU München
 
J. Ollenik und D. Konrad, aktualisiert August 2008
zum Seitenanfang