Immer mehr Menschen nutzen sogenannte
soziale Netzwerke wie
Facebook, Xing oder
MySpace. Auch in Deutschland ist dieser Trend zu erkennen. Die Spuren, die dabei im Internet hinterlassen werden, sind oft nicht mehr zu beseitigen. Viele kennen sich mit den
Privatsphäre-Einstellungen der entsprechenden Webseiten nicht aus oder wollen diese gar nicht beanspruchen. Bewirbt man sich nun bei einer Firma, hat die Personalabteilung leichtes Spiel, im Voraus Informationen im Netz zu sammeln. Die Fotos der letzten durchzechten Nacht oder negative Kommentare über die Arbeit oder den Arbeitgeber können schnell ein sehr schlechtes Licht auf den Bewerber werfen. Einer emnid-Umfrage aus dem Herbst 2009 zufolge nutzen 28 Prozent der befragten Firmen das Internet, um mehr über ihre Bewerber zu erfahren. Besonders
im Fokus der Personaler waren dabei private soziale Netzwerke wie
Facebook oder StudiVZ. Aber auch Karriereportale wie Xing wurden zu Rate gezogen.
Wie Bewerber online wirken
Sehr ungern sahen danach die Personalabteilungen, wenn sich Bewerber auf ihrem Online-Profil negativ über die derzeitige eigene Jobsituation äußerten. Rund drei Viertel der befragten 500 Firmen gaben dies an. Bei rund 43 Prozent führten private Partyfotos des Bewerbers zu einer schlechteren Beurteilung.
Allerdings kann ein Bewerber mit seiner Netz-Darstellung bei Arbeitgebern auch punkten. Für 56 Prozent der Unternehmen in der Umfrage wird ein Stellensuchender manchmal gerade durch die zusätzlichen Infos aus dem Internet interessant. Positiv wirken sich auch Hobbys und soziales Engagement aus. Findet sich im Internet überhaupt nichts über einen Bewerber, bewerten das drei Viertel der Firmen neutral.
Bewusst präsentieren
Das Internet war jahrelang ein Ort von fast grenzenloser Anonymität. In Foren und Chats konnte man unter sogenannten Nicknames Meinungen und Ansichten verbreiten, ohne zu befürchten, dass diese auf einen persönlich zurückgeführt werden. Soziale Netzwerke wie Facebook sind speziell dafür da, um den im Netz verbreiteten Inhalten ein Gesicht zu verleihen. Genau diesen Punkt aller Netzwerke wie Xing, Facebook und StudiVZ muss man sich als Nutzer bewusst machen. Man präsentiert sich im Internet anderen Menschen. Das Bild, das man dort von sich abgibt, kann man aber selbst kreieren und beeinflussen. Die oben genannten Umfrageergebnisse können bei der Frage helfen, auf welche Dinge man achten sollte.
Keine Negativ-Äußerungen
Man sollte sich unter keinen Umständen in einem sozialen Netzwerk negativ über einen potentiellen oder derzeitigen Arbeitgeber äußern. Das vermittelt den Eindruck der Indiskretion und wird von keiner Firma gerne gesehen. Auch die Fotos von der letzten Party sollte man besser nicht ins Internet stellen. Nur als Konsument oder Beobachter in sozialen Netzwerken tätig zu werden, hat jedoch auch keinen Sinn. Damit potenzielle Firmen Sie etwa bei Xing wahrnehmen, müssen Sie auch etwas von sich präsentieren. Verlinken Sie auf Ihrer Seite zu Arbeitsproben, sprechen Sie potenzielle Arbeitgeber an und bleiben Sie im Dialog. Verbreiten Sie interessante Informationen via Twitter oder auf Ihrem Profil/Ihrer Pinnwand und stellen Sie kluge Fragen bei Beiträgen von potenziellen künftigen Kollegen oder Arbeitgebern. Nur wer kommuniziert, wird auch wahrgenommen.
Xing für die Jobsuche nutzen
Viele Onlineportale und soziale Netzwerke haben eher privaten Charakter. Berufliche Netzwerke wie Xing hingegen haben speziell einen beruflichen Fokus. Hier haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt, wie Sie Xing für die Jobsuche nutzen können.
Der erste und wichtigste Schritt ist bei Jobportalen wie Xing derselbe wie in der realen Welt. Sie müssen sich genau überlegen, welche Art von Job Sie suchen und welche Qualifikationen Sie dafür aufweisen können. Wenn Sie diese Vorstellung genau vor Augen haben, sollten Sie diese in möglichst vielen Gruppen posten, in Ihr Profil einstellen und sich auch im Dialog oder Austausch mit potenziellen Arbeitgebern und Kollegen einbringen. Ihre Qualifikationen sollten Sie in Feldern wie etwa bei Xing "Ich biete" eintragen.
Aber auch andere Netzwerkkontakte, die nicht direkt als Arbeitgeber oder Kollegen in Frage kommen, können Sie nutzen. Wenn Sie Ihr Netzwerk um das Ihrer Bekannten erweitern, erhöhen Sie Ihre Erfolgschancen. Das funktioniert natürlich nur, wenn Sie auch für deren Netzwerk immer ein offenes Ohr haben und mithelfen, Ihre Bekannten zu vermitteln.
Doch natürlich ist es mit dem Anbieten und auf Angebote hoffen alleine nicht getan. Durchstöbern Sie in regelmäßigen Abständen die Stellenangebote, wie etwa im "Marketplace" von Xing. Nur wenn Sie selber aktiv werden, können Sie Ihre Chancen erhöhen, im Netz den Traumjob zu finden.
Weiterführende Links zu Berufsportalen:
J. Ollenik, aktualisiert April 2012
zum Seitenanfang