Während der Weidehaltungszeit kommt es jedes Jahr zu zahlreichen Unfällen und Verletzungen an Pferden - und solchen, die durch Pferde ausgelöst werden.
Vielen davon könnte man mit einfachen Mitteln vorbeugen. Für die anderen ist die richtige Absicherung das A und O, denn ansonsten muss der Halter die Kosten im Schadenfall selbst tragen.
Schwachstellen an Zaun und Weidetor prüfen
Häufig werden Schäden auf der Weide durch Mängel am Weidezaun verursacht. Der Pferdehalter bzw. der Pferdehüter hat eine Sorgfaltspflicht für die korrekte Zaunausführung sowie die Überwachung der Zaunanlage. Außerdem sollte er ausreichend Wasser und Futter für die Tiere zur Verfügung stellen, damit kein Futterneid entsteht.
Wie muss jedoch der korrekte Zaun beschaffen sein? Die Zäune und das Weidetor sollten gut sichtbar sein und keine Verletzungsgefahr für die Tiere darstellen. Besonders wichtig ist, dass die Zaunhöhe den Pferden angepasst ist.
Folgende Zaunhöhen werden empfohlen:
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Pferdeart
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Anzahl der
elektrischen
Leiter
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Höhe der
Einzelleiter
in cm
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1. Leiter
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2. Leiter
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3. Leiter
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Kleinpferde
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3
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45-60
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60-80
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120
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Großpferde
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3
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45-60
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70-100
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120-140
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Springpferde, Hengste
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3
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60-80
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100-120
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140-160
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Das Weidetor sollte als Schutz vor einem Pferdediebstahl in jedem Fall abschließbar sein. Um Unfälle beim Holen und Bringen der Pferde weitgehend zu vermeiden, sollte es außerdem bequem mit einer Hand zu bedienen sein.
Weitere Information zum Thema erhalten Sie in dem Heft "Sichere Weidezäune" herausgegeben vom Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (
www.aid.de Link zu: aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e.V., www.aid.de)
Überblick über die wichtigsten Absicherungen rund ums Pferd bei der Weidehaltung
Falls es doch einmal zu einem Unfallschaden kommt, sollte das Pferd richtig abgesichert sein. Hier ein kurzer Überblick über die drei wichtigsten Absicherungen für Pferde auf der Weide:
Falls es doch einmal zu einem Unfallschaden kommt, sollte das Pferd richtig abgesichert sein. Hier ein kurzer Überblick über die drei wichtigsten Absicherungen für Pferde auf der Weide:
- Bei "Schäden" an Pferden handelt es sich meist um Verletzungen, Krankheiten oder den Tod eines Tieres. Es zählt aber auch Diebstahl dazu.Ist die Verletzung oder die Erkrankung so schwer, dass es zum Tod, zur Nottötung oder zur dauernden Unbrauchbarkeit des Pferdes führt, dann leistet die so genannte Lebendtierversicherung. Diese Versicherung springt auch ein, wenn das Pferd gestohlen wird.
- Geht es jedoch in erster Linie darum, das Diebstahlrisiko abzusichern, dann empfiehlt sich der Abschluss einer Jahresdiebstahlversicherung. Sie leistet bei Abhandenkommen des Pferdes, sei es im Stall oder auf der Weide. Außerdem bietet Sie eine Absicherung, falls das Pferd auf der Weide oder im Stall durch eine Blitzschlag oder einen Brand ums Leben kommt.
- Schäden, die das Pferd auf der Weide fremden Pferden oder anderen Menschen zufügt, sind in der Regel durch eine Haftpflichtversicherung abgedeckt. Um einen weiteren typischen Schadenfall handelt es sich, wenn das Pferd aus der Koppel ausbricht und dabei einen Unfall im Straßenverkehr verursacht.
C. Bornholdt, H. Neufeldt, aktualisiert Juni 2010
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