Ob Fernsehgerät, Kaschmirpullover oder Bohrmaschine: Die Kassenzettel hebt man meistens auf. Wenn etwas kaputt geht, kann man die Ware auch noch Monate später reklamieren - wenn der Beleg dann noch lesbar ist. Denn viele Geschäfte drucken ihre Kassenzettel auf Thermopapier aus. Bei diesem Material besteht die Gefahr, dass die Schrift bereits nach einigen Wochen oder Monaten vollständig verblasst ist. Darauf macht das Infocenter der R+V Versicherung in Wiesbaden aufmerksam.
Für den Handel hat Thermopapier viele Vorteile: Die Drucker brauchen keine Farbbänder und halten lange. Aber vor allem billige Sorten "altern" sehr schnell. Im schlimmsten Fall ist die Schrift bereits nach wenigen Wochen nicht mehr lesbar. "Dann ist es natürlich schwieriger nachzuweisen, wann und wo man die Ware gekauft hat", sagt Joachim Blank, Rechtsexperte des R+V-Infocenters. Er rät deshalb, sich vor allem für teure Einkäufe eine zusätzliche Quittung auf normalem Papier ausstellen zu lassen - besonders dann, wenn die Schrift schon beim Einkauf kaum zu entziffern ist. Weitere Tipps: Kassenzettel zur Sicherheit auf normales Papier kopieren oder einscannen.
Kassenzettel dunkel aufbewahren
Zusätzlich können Verbraucher selbst dafür sorgen, dass die Bons nicht so schnell verblassen. Es empfiehlt sich, das empfindliche Papier dunkel zu lagern, beispielsweise in einer Schachtel. Die Weichmacher in Klarsichthüllen beschleunigen hingegen den Alterungsprozess. Auch die Geldbörse ist durch mögliche Gerbstoffe kein guter Aufbewahrungsort.
Hinweis des R+V-Infocenters: Wer mit einer EC- oder Kreditkarte bezahlt hat, kann unter Umständen auch den Kontoauszug beziehungsweise die Abrechnung als Kaufnachweis nutzen. Auch eine Zeugenaussage ist möglich.
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