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Freizeit

E-Bikes und Pedelecs - Die Leichtigkeit des Radelns

Abbildung: Fahrrad und Steckdose
Ob es der Wochenendausflug in die Region ist oder der schnelle Einkauf um die Ecke, das Auto können Sie jetzt beruhigt stehen lassen. Immer mehr Menschen möchten sich ohne große Anstrengungen, kostengünstig, umweltbewusst und aktiv fortbewegen. Da kann nun Abhilfe geschaffen werden, denn E-Bikes oder auch Pedelecs, die genau diese Eigenschaften vereinen, sind auf dem Vormarsch.

Der neue Boom auf dem Fahrradmarkt

Vor 15 Jahren hat Yamaha mit dem ersten Modell den Stein ins Rollen gebracht und den Weg frei gemacht für ein innovatives zukunftsträchtiges Fortbewegungsmittel. In Asien sind sie schon weit verbreitet. Laut dem Service-Portal für Elektro-Leichtfahrzeuge des Vereins ExtraEnergie Link zu: ExtraEnergy, www.extraenergy.org wurden allein in China vergangenes Jahr über zwei Millionen E-Bikes verkauft. Nun zieht Europa nach. Nach Aussage des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV) erreichten die Verkaufszahlen mit rund 200.000 Stück im Jahr 2010 einen neuen Rekord, ein Plus von 33 Prozent gegenüber 2009. Ein wichtiger Aspekt für die ansteigenden Verkaufszahlen, ist die optische Weiterentwicklung und das Design, weg von der Fortbewegungshilfe für ältere Menschen hin zum Hightechmodell für jeden Anspruch.

Viele unterschiedliche Zielgruppen - Für jeden ist etwas dabei

Nutzten in der Vergangenheit meistens Senioren Fahrräder mit "Hilfsmotor", hat sich die Zielgruppe in den letzten Jahren gravierend geändert. Heute ist es zunehmend die junge, lifestyle-orientierte Generation in urbanem Umfeld, die die Sparsamkeit und Schnelligkeit dieser Fortbewegungsmittel nutzt. Egal ob sportlich oder doch lieber ein City-Bike, für jeden ist etwas dabei.

Familien in der Stadt nutzen das Pedelec, um den Nachwuchs schnell in die Kita zu bringen oder kurzfristig den Einkauf nach Feierabend zu besorgen. Man ist so oft schneller, als sich mit dem Auto durch den Feierabendverkehr zu kämpfen. Weniger sportliche Menschen, die was für ihre Gesundheit tun möchten, jedoch Probleme mit hügeliger Landschaft haben, sind ebenso begeistert vom Elektrofahrrad ,wie Angestellte, die im Anzug oder Kostüm damit zur Arbeit fahren, ohne verschwitzt anzukommen.

Außerdem kann man auch bares Geld sparen. Nach einer statistischen Untersuchung der Stadt Basel, spart ein Elektro-Fahrrad im Jahr ca. 900 Autokilometer, was im Umkehrschluss 80 l Benzin einspart. Das unterstützt das Elektrofahrrad als eine umweltfreundliche Alternative zum Auto auf kurzen Strecken. Wie Hannes Neupert, Vorsitzender des Vereins ExtraEnergy berichtet, verbraucht ein Pedelec auf 50 km ungefähr eine Viertel Kilowattstunde, die Energie des Durchlaufs einer Kaffeemaschine. Die Energie zum Zubereiten einer Kaffeetasse, würde den Radfahrer etwa zehn km weit bringen.

Der Unterschied zwischen Pedelec und E-Bike

Elektrofahrräder werden in zwei Kategorien eingeteilt, in E-Bikes und Pedelecs. Pedelec ist die Abkürzung für Pedal Electric Cycle und E-Bikes sind Elektrobikes. Der Unterschied zwischen den beiden liegt in der Kraftunterstützung.

Beim E-Bike kommt diese aus einem Drehgriff am Lenkrad wie bei einem Mofa und ist dadurch leistungsstärker. Mit Betätigung des Drehgriffs schaltet sich der Motor hinzu. Die Motorleistung des E-Bikes kann aber auch unabhängig vom Treten des Fahrers eingeschaltet werden. Das E-Bike kann bis zu 45 km/h erreichen und ist daher zulassungs- und versicherungspflichtig.

Beim Pedelec kommt die Unterstützung des Motors nur zusätzlich zum Treten. Über eine Gangschaltung kann die Stärke der Motorunterstützung reguliert werden. Dadurch können ansteigende Strecken leichter bewältigt werden. Zusätzlich gibt es bei manchen Modellen eine Anfahrtshilfe, die mit bis zu sechs km/h auch ohne zu strampeln mit antreibt. Allerdings schaltet sich der Motor ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h automatisch aus.

Laut Aussage von Zweiradexperten Link zu: Leichter-Fahren, www.leichter-fahren.de sind die Vorteile dieser Art von Pedelec:
  • Keine Kfz-Steuer
  • Keine Versicherungspflicht
  • Keine Helmpflicht (aber empfohlen)
  • Keine Zulassung nötig
  • Keine TÜV-Prüfung
  • Keinen Führerschein
  • Keine Altersbeschränkung
Leistungsstärkere Pedelecs benötigen wie E-Bikes zusätzlich noch ein Mofa-Versicherungskennzeichen und wenigstens einen Mofa-Führerschein.

Pedelecs verfügen über einen Akku, der bequem und schnell mit einem Netzteil über die Steckdose aufgeladen wird. Dadurch wird die Umwelt nur indirekt belastet. Eine Akkuladung reicht für eine Strecke von ca. 35 - 80 km, je nachdem wie häufig und intensiv Motor und Akku beansprucht werden. Außerdem hängt die Reichweite von den äußeren Bedingungen ab, wie Geschwindigkeit, Steigung, Gewicht oder Witterung. Nach etwa drei bis fünf Jahren und 500 bis 1.000 Ladezyklen muss ein Akku ausgetauscht werden. Somit sollte man sich schon beim Kauf über eventuelle Folgekosten im Klaren sein, denn der Akku ist mit einem Preis von etwa 400 bis 600 Euro der kostspieligste Bestandteil am Rad.

Preise und worauf man beim Kauf achten sollte

Es gibt große Preisunterschiede bei E-Bikes und Pedelecs. Die Preise beginnen bei rund 700 EUR und reichen bis über 3.000 EUR. Entsprechend groß sind die Qualitätsunterschiede. Hier sollte man sich vorab überlegen, welche Ansprüche man an ein Elektrofahrrad stellt. Fachleute raten eine ausgiebige Probefahrt durchzuführen, um den eigenen Ansprüchen und Fähigkeiten gerecht zu werden.

Übrigens

Gegen einen geringen Mehrbeitrag kann auch ein teueres Pedelec in der Hausratversicherung der R+V gegen Diebstahl mitversichert werden.

C. Frei, E.Blumenfeld, aktualisiert April 2011

Weitere Infos und den neuesten ausgiebigen Testbericht über Pedelecs finden Sie unter:
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