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Car-Sharing: Mobil ohne eigenes Auto



Die Idee des Autoteilens stammt aus Berlin. Dort wurde 1988 die erste Car-Sharing-Zentrale unter Gesichtspunkten des Umweltschutzes gegründet. Sie sollte dazu beitragen, unnötigen Verkehr zu vermeiden und die Umweltbelastung durch Abgase zu reduzieren. Wenn jemand aber wirklich ein Auto benötigte, dann sollte es ihm auch zur Verfügung stehen.

Aus dieser Idee ist längst ein bundesweiter Markt geworden. Mehr als 100.000 Menschen fahren nach Angaben des Bundesverbandes Car-Sharing mit 2.900 geteilten Autos, die von etwa 100 Unternehmen angeboten werden. Die Palette der Modelle reicht dabei vom kleinen Smart bis zum großen Mercedes Sprinter. Die durchschnittliche Auslastung liegt bei 40 Prozent. Das ist ungefähr das 15fache der Auslastung eines privat genutzten Pkw.

Wenigfahrer können sparen

Nach Angaben der Stiftung Warentest lohnt sich Car-Sharing für Wenigfahrer, die das Auto nicht täglich brauchen. Faustregel: Liegt die jährliche Fahrleistung deutlich unter 10.000 Kilometer, lohnt sich der Verzicht auf das eigene Auto. Stundenweise, also zum Beispiel für den Einkauf im Supermarkt, den Transport eines sperrigen Möbelstücks sowie insgesamt auf kurzen Strecken ist das Autoteilen ungeschlagen. Für Wochenendtouren und längere Fahrten sind Mietwagen laut Stiftung Warentest dagegen meist günstiger.

Und so sieht Auto-Teilen praktisch aus

Viele Menschen teilen sich mehrere Autos, die von einer Zentrale verwaltet werden. Unterschiedliche Autotypen stehen an verschiedenen Standorten bereit und können nach Bedarf und Einsatzzweck meist rund um die Uhr per Telefon oder Internet gebucht werden. Zugang zum gebuchten Fahrzeug bekommt man jederzeit über spezielle Schlüsseltresore am Parkplatz oder elektronische Kartensysteme. Der Nutzer hat mit Reinigung, Wartung, Instandsetzung und Versicherung der Autos nichts mehr zu tun. In der Regel erhält er einmal im Monat eine Rechnung je nach Inanspruchnahme der Fahrzeuge. Den Rest erledigt die Car-Sharing-Organisation.

Geld für Anmeldung und Kilometer

Die Geschäftsmodelle der Anbieter sind in ganz Deutschland ähnlich: In der Regel zahlen die Nutzer eine Anmeldegebühr sowie einen Betrag pro gefahrene Kilometer und/oder Nutzungsstunden.

Bei kleineren regionalen Anbietern zahlen die Nutzer zudem eine monatliche Grundgebühr, dafür meist aber geringere Kilometer- und Stundenkosten. Das kann unter Umständen noch preiswerter sein, als das Modell ohne Grundgebühr.

Laut Wikipedia sind die drei größten Carsharing-Verbünde Deutschlands mit mindestens 10.000 Kunden:
"Stadtmobil" Link zu stadtmobil carsharingin Berlin, Frankfurt a. M. und Umgebung, Hannover und Umgebung, Karlsruhe und Umgebung, Pforzheim, Rhein-Neckar-Region sowie Stuttgart und Umgebung. Die DB Rent GmbH Link zu: DB Rent GmbH, Tochter der Deutschen Bahn AG mit Buchungszentrale in Halle/Saale bietet an größeren Bahnhöfen bundesweit ihr DB Carsharing an. Neben eigenen Fahrzeugen können hier auch die einiger anderer Carsharing-Organisationen zum einheitlichen DB-Carsharing-Tarif genutzt werden. Seit 2007 besteht eine Kooperation mit der EUROPA SERVICE Autovermietung AG, dem bundesweit größten Lizenzgeber im Bereich mittelständischer Autovermieter.

Eine Anmeldung bei einem Carsharing-Anbieter ist bereits ab 30,00 Euro möglich. Zudem gibt es verschiedene Tarife, wo die Kosten für Dauer, Fahrzeug und Kilometer variieren.

So finden Sie Car-Sharing-Angebote in Ihrer Nähe

Besonders gut versorgt mit Anbietern sind größere Städte. Auf dem Land kann es schon mal eng werden mit dem Angebot. Einen Überblick können Sie auf der Homepage von www.carsharing.de unter dem Reiter "Ortsliste" verschaffen. Dort finden Sie eine Karte mit allen dem Bundesverband Car-Sharing angeschlossenen Unternehmen. Klicken Sie einfach in der Karte auf den Ort Ihrer Wahl und Sie bekommen die ansässigen Anbieter ausgewiesen.

Auf Schäden achten

Und noch ein Tipp: Vor allem, wenn Sie bei kleineren Anbietern an dem von Ihnen ausgewählten Auto einen Schaden bemerken, melden Sie diesen noch vor Fahrtantritt dem Anbieter. Verhalten Sie sich also im Grunde so, als übernähmen Sie einen Mietwagen. Vergewissern Sie sich über den Zustand des Fahrzeuges, um nicht später für Fremdschäden haftbar gemacht werden zu können.

Lena Stenz, Eva Blumenfeld, aktualisiert Januar 2008.
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