Haben Sie einen Marder im Haus, ist schnelle Hilfe gefragt. Kaum eine Leitung ist vor seinen Attacken sicher. Auf Ihrem Dachboden nagt und buddelt das Tier Tunnel in die Isolierung und verschmutzt Ihr Eigentum mit Urin, Kot oder Beuteresten. Damit das kleine Raubtier nicht zur teuren Kostenfalle wird, zeigen wir Ihnen in diesem Ratgeber, wie Sie effektiv vorbeugen und den Marder im Haus wieder loswerden. Erfahren Sie außerdem, welche Maßnahmen Sie selbst ergreifen können und wie Sie Ihr Zuhause durch den richtigen Versicherungsschutz optimal absichern.
Marder im Haus: Wie wird man sie wieder los?
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Schäden frühzeitig erkennen
Kratz- und Krabbelgeräusche in der Dämmerung sowie Kot-, Urin- oder Beutereste sind klare Warnsignale. Je früher Sie reagieren, desto geringer bleiben die Reparaturkosten an der Bausubstanz.
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Hausmittel wirken oft nur kurzfristig
Hausmittel wie Hundehaare, Pfeffer oder Ultraschall vertreiben einen Marder im Haus nur selten dauerhaft. Der effektivste Schutz ist das fachgerechte Verschließen aller Schlupflöcher.
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Rechtliche Rahmenbedingungen beachten
Steinmarder unterliegen dem Jagdrecht. Als Laie dürfen Sie die Tiere niemals eigenmächtig fangen oder töten. Die Zusammenarbeit mit Experten oder Kammerjägern ist daher unerlässlich.
Marder verursachen Probleme und Kosten
Ein Marder im Haus oder im Auto verursacht Stress und hohe Kosten. Die Schäden belasten Ihren Geldbeutel, während Gerüche und Lärm Ihre Lebensqualität beeinträchtigen.
Frisst sich ein Marder durch die Isolierung des Daches, nagt er an Leitungen oder zerkratzt er die Fassade, werden Reparaturmaßnahmen fällig. Auch im Motorraum von Fahrzeugen können die Kosten wegen der Marderschäden hoch sein. Schleppt der Marder Aas mit ins Haus oder ins Auto, bilden sich hier Maden und Fliegen, die zu einer richtigen Plage werden können. Der Marder richtet sich Klo-, Schlaf- und Fressplätze ein.
Außerdem können Marder, ähnlich wie Füchse, Krankheiten wie Tollwut übertragen.
Marder sind Allesfresser und aufgrund ihrer Flexibilität in der Ernährung sind sie auch schon in unseren Großstädten anzutreffen. Außerdem sind Marder sehr scheue und nachtaktive Tiere. Sie meiden das Licht und die Menschen und gehen sehr behutsam vor. Kaum einer wird den Allesfresser daher in flagranti erwischen können. Meist entdecken Sie als Hausbesitzer erst die Folgeschäden:
- angenagte Leitungen
- kaputte Isolierungen oder
- Kotreste auf dem Dachboden
Marder bevorzugen für ihren Bau die oberen Stockwerke, speziell den Dachboden. Im Keller finden Sie ihn fast nie.
Anzeichen für einen Marderbefall im Haus sind Krabbelgeräusche auf dem Dachboden morgens und abends. Auch Kot- und Urinspuren sowie Überreste von Aas deuten auf den vierbeinigen Quälgeist hin.
Bemerkt man den Marder über einen längeren Zeitraum nicht, kann das dazu führen, dass sich seine Urinspuren ausbreiten oder der Geruch nach Fäkalien und Verwesung irgendwann so penetrant wird, dass man ihn im ganzen Haus riecht. Da die Schäden dann meist schon richtig ans Geld gehen, ist es wichtig den Dachboden in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren. Denn ein Dauergast ist der Marder nicht. Er kommt eher immer mal wieder für eine Nacht.
Marder haben meist mehrere Verstecke in ihrem Revier, das rund 0,5 Quadratkilometer groß ist. Daher sollte man nie zu voreilig glauben, der Marder habe sich verzogen. Oft kommen diese Tiere längere Zeit nicht mehr in ihr Versteck, haben es aber dennoch nicht aufgegeben.
Ein weiteres Indiz für einen Marderbefall sind Tunnelgänge in der Dachisolierung. Das scheue Tier hält sich gerne mehrere Optionen offen. Daher sollte der Hausbesitzer auch, sofern das ohne größere Gefahren möglich ist, das Dach nach möglichen Schlupflöchern absuchen oder gegebenenfalls einen Profi damit beauftragen.
Marder sind sehr vorsichtige Tiere, die sich immer mehrere Fluchtwege aus ihrem Versteck vorbereiten. Der Marder kann auch Dachziegel oder Bleiabdichtungen hochdrücken, um sich so Zugang zum Dachboden zu verschaffen. Wo genau er reinkommt, können Sie eventuell an Kratzspuren an der Regenrinne oder an nahegelegenen Bäumen erkennen. Marder klettern sehr gut und springen bis zu 2 Meter weit. Auch Fellfetzen, die am Eingang im Dach hängen bleiben, können Aufschluss liefern.
Beim Marderbefall am Auto sind ähnliche Spuren zu erkennen. Der Vierbeiner nagt die Schläuche und Kabel an und hinterlässt Fellfetzen, Kotspuren oder Essensreste. Ein Blick unter die Motorhaube genügt meist schon zur Feststellung des Marder-Problems. Dabei sollten Sie lieber einmal zu viel nachschauen, .bevor es zu gefährlichen Pannen beim Autofahren kommt.
Es gibt viele Gerüchte über Haushaltsmittel, die gegen Marderbefall helfen sollen. Aber: Essig, WC-Steine, Hundehaare, Pfeffer und Ultraschall zeigen keine langfristige Wirkung. Moderne Marder-Abwehrsysteme, wie mechanische Barrieren am Haus, können wirksam sein, sollten aber fachgerecht installiert werden.
Am wichtigsten ist es, dem Marder die Ein- und Ausgänge zuzumachen und ihm sein neues Heim madig zu machen. Stören Sie das Tier gezielt, damit es sein Quartier von selbst verlässt. Dazu kann man als Hausbesitzer auch selbst beitragen. Etwa an die Decke zu klopfen, wenn man den Marder hört, oder mal auf den Dachboden zu gehen, zeigt dem Allesfresser, dass er hier nicht ungestört hausen kann.
Das Schließen der Schlupflöcher sollte man aber dem professionellen Kammerjäger überlassen, da Laien diese oft übersehen.
Steinmarder unterliegen dem Jagdrecht. Nur Profis dürfen sie während der Jagdsaison (meist vom 16. Oktober bis zum 28. Februar) fangen. Zusätzlich sind die Vorschriften des Tierschutzes zu beachten. Danach sucht sich der Marder ein Weibchen, um eine Zeit lang sesshaft zu werden und 2 bis 3 Nachkommen zu zeugen. Auch Marderfallen unterliegen dem Jagdrecht und dürfen nicht eigenständig von Laien aufgestellt werden. Außerdem sind Marder sehr schlaue und misstrauische Tiere. Der Gang zum Fachmann ist daher unerlässlich.
Am besten ist immer noch, alle Schlupflöcher zu schließen und dem Marder keine Chance zu geben, sich in Ihrem Haus oder Auto häuslich niederzulassen.
Da Marder scheu und nachtaktiv sind, bekommt man sie selten direkt zu Gesicht. Achten Sie vor allem morgens und abends auf Krabbelgeräusche über der Decke. Weitere deutliche Indizien sind Kot- und Urinspuren, Überreste von Aas (Beutereste) sowie zerfressene Isolierschichten oder Tunnelgänge in der Dachdämmung.
Marder reagieren empfindlich auf Gerüche. Doch laut Experten helfen klassische Hausmittel wie Hundehaare, WC-Steine, Pfeffer oder Essig nicht, um Marder im Haus langfristig zu vertreiben. Der Marder gewöhnt sich schnell daran oder ignoriert sie. Effektiver ist es, das Tier gezielt zu stören (z. B. durch Klopfen an die Decke) und professionell alle Zugangswege sichern zu lassen.
Nein, davon ist dringend abzuraten. Steinmarder unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie dürfen nur während bestimmter Jagdzeiten und ausschließlich von berechtigten Personen (wie Jägern oder Fachleuten) gefangen werden. Zudem sind Marder extrem misstrauisch, weshalb der Gang zum Fachmann unerlässlich ist.
Marder sind exzellente Kletterer und können bis zu 2 Meter weit springen. Sie nutzen oft Regenrinnen, nahestehende Bäume oder drücken sogar Dachziegel und Bleiabdichtungen hoch, um ins Innere zu gelangen. Achten Sie auf Kratzspuren an Fallrohren oder Fellfetzen an potenziellen Schlupflöchern am Dach.
Schäden am Haus, wie etwa zerstörte Dachisolierungen oder Fassadenschäden, können sehr teuer werden. In der Regel ist dies ein Fall für die Wohngebäudeversicherung. Es lohnt sich jedoch, den Vertrag individuell zu prüfen, da der Schutz gegen Schäden durch wild lebende Tiere je nach Tarif variieren kann.
Zuletzt aktualisiert: April 2026
R+V-Team
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