Arbeiten im Ausland - für mehr und mehr Deutsche eine Alternative
Das Arbeiten im Ausland wird
für immer mehr Bundesbürger
attraktiv . Wie eine Umfrage des Online-Stellenportals StepStone aus dem Jahr 2012 zeigt, dass sich 68 Prozent der internationalen Fachkräfte vorstellen können im Ausland zu arbeiten.
Die Bundesagentur für Arbeit hat nach eigenen Angaben über ihre Auslandsvermittlung ZAV im Jahre 2008 ca. 9.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu einen neuen Job im Ausland verholfen.
Die Motive für eine berufliche Orinetierung ins Ausland können vielfältig sein. Höhere Lebensqualität, bessere Verdienstmöglichkeiten oder berufliche Aufstiegsmöglichkeiten sind dabei für die meisten Jobsuchenden ausschlaggebend.
Der Wechsel ins Ausland muss gut geplant werden
Wer sich entschlossen hat, im Ausland zu arbeiten, sollte diesen Schritt gründlich planen. Da Angebot und Nachfrage auf den Arbeitsmärkten in den einzelnen Staaten unterschiedlich sind, sollte zunächst überlegt werden, welche Länder auf Grund der eigenen Qualifikation
überhaupt Chancen bieten.
Generell sind die
Aussichten
für deutsche Fachkräfte im Ausland
nicht schlecht . Vor allem Handwerker und Facharbeiter, aber auch
IT-Fachleute, Ingenieure und Mediziner sind im Ausland gefragt. Aber auch wer plant, in ein bestimmtes Land auszuwandern, sollte vorher prüfen, ob es überhaupt realistisch ist, dort einen passenden Job zu finden.
Wer im Ausland arbeiten und leben möchte, muss sich auch um eine
Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung kümmern. Innerhalb der Europäischen Union (
EU) ist dies unproblematisch. Für die Bürger der
EU gilt die Freizügigkeit,
d. h. jeder hat das Recht, in einem der Mitgliedsländer zu leben und zu arbeiten.
Für Staaten außerhalb der
EU gelten verschiedene Einreise-, Visa und Arbeitsbestimmungen. Über die jeweiligen Details kann man sich bei der Botschaft des jeweiligen Landes informieren.
Welche Fähigkeiten und Kenntnisse braucht man?
Voraussetzung für eine erfolgreiche Jobsuche im Ausland sind vor allem gute Sprachkenntnisse . Außerdem sollte man eine abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens zwei bis drei Jahre Berufserfahrung vorweisen können.
Neben Sprachkenntnissen und der fachlichen Qualifikation sollte man vor allem die Fähigkeit besitzen, sich an die kulturellen Gegebenheiten des Gastlandes anzupassen. Geduld, Belastbarkeit, Improvisationsvermögen, Offenheit sowie eine gewisse Gelassenheit sind dafür erforderlich. Tagtäglich mit einer anderen Mentalität, anderen Sitten und Gebräuchen konfrontiert zu werden, ist zwar spannend, kann aber auch schnell anstrengend werden. Ohne ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit, Toleranz und der Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, kann man sich nur schwer in einen neuen Lebens- und Kulturkreis integrieren.
Es lohnt sich daher, im Vorfeld einen Sprachkurs zu belegen, in dem man auch mehr über die Sitten und Gebräuche des Gastlandes erfährt. Ein Kurs vor Ort ist am besten geeignet, um einem möglichen Kulturschock vorzubeugen .
Beratungsangebote nutzen
Wer am Arbeiten im Ausland interessiert ist, kann sich zunächst an die Bundesagentur für Arbeit wenden.
Dort ist die
Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) für das internationale Beratungs- und Vermittlungsgeschäft zuständig. Die ZAV verfügt über vielfältige Netzwerke im europäischen Arbeitsmarkt und weltweite Kooperationspartner. Die ZAV bietet internationale Stellenangebote und berät Interessenten zu allen rechtlichen Fragen und Rahmenbedingungen rund um das Arbeiten im Ausland.
Erste Anlaufstelle für Interessenten ist das Info-Center der ZAV in Bonn. Dort haben sich im Jahr 2008 mehr als 100.000 Interessenten über die Themen Arbeit, Ausbildung und Studium im Ausland informiert. Aber auch regional ist die ZAV vertreten. An 12 Standorten im gesamten Bundesgebiet bietet sie ihre Dienstleistungen für Arbeitsuchende an.
Auch telefonisch ist die ZAV erreichbar. Über die Hotline 0228 7131313 können Fragen zur Arbeit im Ausland gestellt werden. Das Hotline-Team versendet aber auch Informationsmaterial oder vermittelt den Kontakt zu einem persönlichen Ansprechpartner.
Umfangreiche Informationen zum Arbeiten im Ausland und ausführliche Länderportraits bietet die ZAV auch auf ihrer Internetseite
http://www.ba-auslandsvermittlung.de Link zu: Zentrale Auslands- und Fachvermittlung, www.ba-auslandsvermittlung.de an.
Ein weiteres Beratungsangebot bietet die Bundesagenturen für Arbeit über die EURES-Assistenten in den Berufsinformationszentren. Das EURES-Netzwerk hat die Aufgabe, Informationen, Beratung und Vermittlung für Arbeitskräfte und Arbeitgeber sowie generell alle Bürger anzubieten, die vom ihrem Recht auf Freizügigkeit Gebrauch machen möchten. Mit einem Netz von mehr als 700 EURES-Beratern, die in täglichem Kontakt mit Arbeitsuchenden und Arbeitgebern stehen, ist EURES in ganz Europa vertreten.
Über die Internetseite von
EURES Link zu: EURES, ec.europa.eu/eures/home.jsp?lang=de kann Kontakt zum nächstgelegenen EURES-Berater aufgenommen werden.
Weitere Informationen zu diesem Thema
J. Ollenik, aktualisiert Juli 2012
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