Um im Alter abgesichert zu sein, sollte man frühzeitig damit beginnen seinen Ruhestand finanziell zu planen. Aber auch noch ab dem 50. Lebensjahr können Sie die verbleibenden Jahre des Berufslebens zur Optimierung Ihrer eigenen Vorsorge und Absicherung nutzen.
"Rentenlücke, Inflation, Altersarmut, wachsende Lebenserwartung, steigende Krankheits- und Pflegekosten. Alles Begriffe, die jeder irgendwann gehört hat, aber die bei der Planung des eigenen Ruhestands selten beachtet werden", sagt Jürgen Kurz vom Bundesverband der Ruhestandsplaner Deutschland e.V. (BDRD). "Viele haben eine grundsätzliche Einschätzung und würden gerne fürs Alter vorsorgen." Doch häufig sind die im Ruhestand anfallenden Kosten höher als erwartet. Insbesondere die stark steigenden Kosten im Kranken- und Pflegebereich werden oft nicht mit berücksichtigt.
Inflation und Teuerung beachten
Die Nichteinberechnung der Inflation und die Vernachlässigung der zukünftigen Preissteigerung können schnell zu einer Verzerrung der finanziellen Situation in der Zukunft führen. Dabei sollten Sie beachten, dass Sie in 10 Jahren für eine derzeitige Rente in Höhe von 1.300
EUR durch die Inflationsrate eine geringere Kaufkraft haben. Dazu hier ein kurzes Rechenbeispiel ausgehend von 1.300
EUR Rente monatlich:
Bei einer Inflationsrate von 1
% ergibt sich nach 10 Jahren ein "Restwert der Rente" von nur noch 1.177
EUR.
Zudem warnt
BDRD-Präsident Peter Härtling davor, dass die Preise in den von Rentnern stark genutzten, personalintensiven Dienstleistungen wie Gesundheit, Pflege und Freizeit, schneller steigen als die durchschnittliche Inflationsrate. "Planungen, die das nicht berücksichtigen sind damit Makulatur", argumentiert Härtling. Dabei sprechen die Zahlen für sich: Verfügt ein zweiköpfiger Rentnerhaushalt heute durchschnittlich über 1.700
EUR netto im Monat, müssten privat bis zu 329
EUR monatlich zusätzlich gespart werden, um im Alter die Lebensqualität zu erhalten.
Freizeitaktivitäten berücksichtigen
Viele zukünftige Ruheständler unterschätzen laut Jürgen Kurz vom Bundesverband der Ruhestandsplaner Deutschland e.V. (BDRD) auch die Kosten im Freizeitbereich. "Die Leute werden gemessen am Alter immer fitter und stellen dann fest, dass das Hobby oder Sportstudio doch zu teuer ist und man sich aus rein finanziellen und nicht aus gesundheitlichen Gründen die eine oder andere Reise verkneifen muss."
Ruhestandsexperten helfen weiter
Falls Sie bei der Planung Ihrer Zukunft auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie Unterstützung von Ruhestandsplanern einholen. Die Berufsbezeichnung "Ruhestandsplaner" ist zwar nicht geschützt, es gibt aber den Bundesverband der Ruhestandsplaner Deutschland e.V. (BDRD), der seinen Mitgliedern erst nach einer entsprechenden Prüfung ein Zertifikat verleiht.
Was bei der Ruhestandsplanung zu beachten ist
- Langfristig planen
Wer seinen Ruhestand sorgenfrei genießen möchte, sollte eine langfristige Planung vornehmen. Das fängt bereits bei der berücksichtigten Lebenserwartung an. Diese liegt für den Berechnungszeitraum 2007/2009 laut Statistischem Bundesamt im Durchschnitt für Männer bei etwas mehr als 77 Jahren und für Frauen bei etwas über 82 Jahren. "Grundsätzlich sollte man so durchgeplant sein, dass es bis zum 95. Lebensjahr reicht", empfiehlt deshalb Jürgen Kurz vom Bundesverband der Ruhestandsplaner Deutschland e.V. (BDRD). Plane man zu kurz, fehle es im hohen Alter an Geld.
- Anstieg der Eigentumskosten nicht vergessen
Bei der Berechnung von Rücklagenbildung für das bereits bezahlte Haus oder die Eigentumswohnung sollte man den Anstieg der Eigentumskosten in der Zukunft mit berücksichtigen. Hierzu geben wir Ihnen ein kurzes Rechenbeispiel: Heutige Rücklagen in Höhe von beispielsweise 200 EUR monatlich haben in 15 Jahren bei einer Inflationsrate von 1% nur noch eine Kaufkraft von 172 EUR. Um das auszugleichen müsste man stattdessen in 15 Jahren 232 EUR zurücklegen.
- Realistische Spar-Ziele setzen
Um im Alter nicht in eine finanzielle Schieflage zu geraten, sollte bei den Spar-Zielen ein solider finanzieller Spielraum für das alltägliche Leben berücksichtigt werden. So hat man auch kurzfristig die finanziellen Möglichkeiten unvorhersehbare Kosten zu decken.
- Finanzielle Absicherung
R+V empfiehlt Ihnen eine Vorsorge, die auf den drei Säulen betriebliche, private und staatlich geförderte Zukunftsvorsorge basiert.
- Für die betriebliche Zukunftsvorsorge bieten wir die Direktversicherung sowie die Pensionskasse an, wenn Sie als Angestellter ihren Anspruch auf Entgeltumwandlung beim Arbeitgeber geltend machen möchten.
- Mit einer staatlich geförderten Rentenversicherung profitieren Sie von der staatlichen Förderung Ihrer Altersvorsorge - für eine lebenslange, garantierte Rente.
- Zudem können Sie Ihre gesetzliche Altersrente mit einer flexibel gestalteten privaten Rentenversicherung ergänzen: Die PrivatRente bietet Ihnen eine lebenslange garantierte Rentenzahlung unabhängig von Kapitalmarktentwicklung. Die PrivatRentePlus bietet eine flexible Gestaltung der privaten Altersrente in Kombination mit umfassendem Hinterbliebenenschutz. Und mit unseren fondsgebundenen Rentenversicherungen können Sie das Fondsparen mit einer lebenslangen Rente verbinden.
So berechnen Sie Ihre Vorsorgesituation
Weitere Informationen
In unserer Rubrik
"Produkte für Privatkunden" können Sie sich einen Überblick über die verschiedenen
Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge verschaffen.
Gerne steht Ihnen aber auch unser
Ansprechpartner vor Ort für Ihre persönliche Zukunftsvorsorge zur Verfügung.
S. Nies und C. Frei, Oktober 2011
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