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R+V-Ratgeber Altersvorsorge (Quelle: Thinkstock)

Altersvorsorge

Rentensituation

Fragen und Antworten zur Rentensituation

Hier finden Sie Fragen und Antworten zu den Änderungen durch das Alterseinkünftegesetz seit dem 01.01.2005.

Daneben haben wir folgende Informationen zur Rentensituation für Sie zusammengestellt:

Wieso kommt es in Deutschland zu einem Bevölkerungsrückgang?

Die deutsche Bevölkerungszahl wird bis zum Jahr 2060 abnehmen. Das geht aus der 12. Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes hervor, die im November 2009 veröffentlicht wurde. So lebten Ende 2008 circa 82 Millionen Menschen in Deutschland. 2060 werden es nur noch zwischen 65 und 70 Millionen Menschen sein. Als Gründe für diese Entwicklung nennt das Statistische Bundesamt eine Abnahme der Geburtenzahlen und eine Zunahme der Sterbefälle. Eine verminderter Geburtenzahl und viele Menschen im mittleren Alter, die älter werden, führen laut Statistischem Bundesamt zu einer Umkehr der Altersstruktur.

Spürbare Veränderungen in der Altersstruktur werden bis zum Ende dieses Jahrzehnts erwartet.
Bis 2020 werden insbesondere die Altersgruppen der 50- bis 65-Jährigen (+ 24%) und der 80-Jährigen und Älteren (+ 48%) wachsen. Die Zahl der unter 50-Jährigen wird dagegen abnehmen (- 16%). Allein die Bevölkerung im mittleren Alter von 30 bis unter 50 Jahren wird um circa 4 Millionen (- 18%) schrumpfen.

Nach amtlichen Statistiken standen im Jahr 2010 insgesamt 858.768 Sterbefällen lediglich 677.947 Neugeborene gegenüber.

Zugleich steigt die Lebenserwartung der Menschen kontinuierlich. Für die Zukunft werden weitere erhebliche Anstiege erwartet. In einer Annahme wird für 2060 eine durchschnittliche Lebenserwartung neugeborener Jungen von 85,0 Jahren und neugeborener Mädchen von 89,2 Jahren angesetzt. Das sind etwa acht beziehungsweise sieben Jahre mehr gegenüber dem Zeitpunkt der Berechnung im Jahr 2009. Nach der Sterbetafel 2006/2008 lag die Lebenserwartung der neugeborenen Jungen bei 77,2 und bei den Mädchen bei 82,4 Jahren. Diese erfreuliche Entwicklung hat in Kombination mit einer verminderten Geburtenzahl erhebliche Auswirkungen auf die Altersstruktur.

Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass der Anteil der älteren Menschen deutlich zunimmt und der Anteil der Menschen im Erwerbsalter dagegen deutlich zurückgeht. Im Jahr 2060 wird der Bevölkerungsvorausberechnung zufolge jeder Dritte mindestens 65 Lebensjahre durchlebt haben und jeder Siebente wird sogar 80 Jahre oder älter sein.

Was ist der Alterslastenquotient?

Für die Sozialsysteme besonders dramatisch ist der Anstieg des Alterslastenquotienten (auch Altenquotient). Dieser zeigt das Verhältnis von Personen im erwerbsfähigen Alter (20 bis unter 65 Jahre) zu den Personen im derzeitigen Rentenalter (65 Jahre und älter).

Im Jahr 2008 lag dieser Alterslastenquotient für das Renteneintrittsalter von 65 Jahren bei 34, d. h. 100 Erwerbstätige haben 34 Rentner finanziert. Er wird schon in den nächsten Jahren deutlich ansteigen (+ 80% bis 2030) wird er bereits 50 oder 52 betragen.

Nach Angaben der 12. Bevölkerungsvorausberechnung wird der Quotient weiter zunehmen und im Jahr 2060 je nach Ausmaß der Zuwanderung 63 oder 67 erreichen. Das Statistische Bundesamt wies in seiner im November 2009 erschienenen Veröffentlichung darauf hin, dass auch nach der Erhöhung des Renteneintrittsalters auf das 67. Lebensjahr der Alterslastenquotienten deutlich höher sein wird, als es heute der Altenquotient für 65-Jährige und Ältere ist.

Wie entwickelt sich die Lebenserwartung Neugeborener?

Basisjahr Lebenserwartung
Jungen
Lebenserwartung
Mädchen
1901/1910 44,8 48,3
1932/1934 59,9 62,8
1949/1951 64,6 68,5
1965/1968 67,6 73,6
1970/1972 67,4 73,8
1980/1982 70,2 76,9
1985/1987 71,8 78,4
1996/1998 74,0 80,3
2002/2004 75,9 81,5
2003/2005 76,2 81,8
2004/2006 76,6 82,1
2005/2007 76,9 82,3
2007/2009 77,3 82,5
2060* 85,0 89,2


* Basisannahme
Quelle: Statistisches Bundesamt 12. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung November 2009; Periodensterbetafeln für Deutschland1871/1881 bis 2007/2009, Januar 2011
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