1. Schäden vorbeugen

Wertgegenstands­liste: Damit Sie Ihr Eigentum zurückerhalten

Bargeld, Schmuck, Computer, Fernseher, Digitalkamera, Teppiche ... Wissen Sie genau, welche Werte in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus stecken? Bei genauerer Betrachtung beinhaltet der eigene Besitz meist mehr Wertsachen als erwartet. Diese sind auch für Einbrecher interessant.

Wertgegenstandsliste: Damit Sie Ihr Eigentum zurückerhalten

Damit die tatsächlichen Werte im Schadenfall berücksichtigt werden und man nicht nur auf Schätzungen zurückgreifen muss, empfiehlt es sich, ein Verzeichnis über die Wertgegenstände zu führen. Eine solche Liste macht es Ihnen zum einen einfacher, der Versicherung und der Polizei die gestohlenen Gegenstände zu benennen und zum anderen kann die Polizei mit genauen Angaben eine Fahndung nach den entwendeten Gegenständen einleiten.

Tipps zum Anfertigen einer Liste der Wertgegenstände

Auf der Liste der Wertgegenstände sollten Sie möglichst alle wertvollen Gegenstände Ihres Eigentums vollständig aufnehmen. Je mehr Details Sie angeben können, desto einfacher wird im Ernstfall die Wiederbeschaffung.

Checkliste für die wichtigsten Informationen zu jedem Gegenstand:

  • Hersteller, Marke, Typ-Bezeichnung
  • Beschreibung unverwechselbarer Merkmale mit Position
  • Serien-Nummer
  • Individual-Nummer mit Position
  • Händler, Kauf-Ort und -Datum
  • Neupreis und geschätzter Wert
  • vorhandene Belege und Dokumente

Fotos ergänzen das Wertgegenstandsverzeichnis

Am besten fotografieren Sie Ihre Wertsachen zusätzlich. Das ist vor allem wichtig bei Gegenständen, die schwer zu beschreiben sind oder keine eindeutige Serien-Nummer haben. Dazu zählen beispielsweise Teppiche, Antiquitäten, Instrumente, Bilder oder individuell angefertigter Schmuck. Tipp: Um die Größe und Maßstäbe im Bild festzuhalten, legen Sie einfach ein Lineal oder einen Zollstock neben den Gegenstand. Aufbewahren können Sie die Fotos als Ausdruck oder digital auf einem USB-Stick mit Ihrer Liste.

Gegenstände individuell kennzeichnen

Sichergestelltes Diebesgut wieder dem rechtmäßigen Besitzer zu übergeben, ist nicht immer einfach. Viele Geräte und Gegenstände lassen sich nicht individuell zuordnen. Daher kann es hilfreich sein, die Wertgegenstände selbst zu kennzeichnen, zum Beispiel mit Initialen oder Daten. Empfehlenswert sind bestimmte Gravierstifte oder auch UV-Stifte. Denken Sie aber daran: Die Markierung sollte nicht direkt sichtbar sein, damit sie vom Täter nicht entfernt wird.

Eigentümer-Identifizierungs-Nummer (EIN) verwenden

Ist der Wertgegenstand nicht bereits mit einer Individual-Nummer ausgestattet, kann man eine so genannte Eigentümer-Identifizierungs-Nummer (EIN) verwenden. Sie setzt sich aus dem Kfz-Zeichen des Wohnortes zusammen, dem Gemeindeschlüssel, dem Straßennamen, der Hausnummer und den Initialen des Eigentümers. Die eindeutige EIN können Sie bei jeder Polizeistelle erfragen.

Immer auf dem aktuellen Stand

Gerade in Sachen Technik kann sich im Haushalt vieles ändern. Natürlich muss das Verzeichnis über die Wertgegenstände daher immer wieder ergänzt und überarbeitet werden. Ideal ist eine Aktualisierung nach jeder Neuanschaffung – oder mindestens zweimal im Jahr.

Liste der Wertgegenstände nicht an Dritte geben

Wenn Sie in der Liste der Wertgegenstände alle Details aufgenommen haben, handelt es sich um ein Dokument mit hoch sensiblen Informationen. Sie sollten das Dokument nicht aus den Händen geben und es an einem sicheren Ort verwahren. Dazu eignet sich zum Beispiel ein Bankschließfach.

Autor/in

K. Kudric

Jan. 2013

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