Alterungsrück­stellungen

Mit dem Alter steigt die Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen. Die vom Versicherungsnehmer erhobenen Beiträge enthalten daher einen Sparanteil, der zur Bildung einer Alterungsrückstellung herangezogen wird, d. h. die Sparanteile werden vom Versicherungsunternehmen ertragsbringend angelegt, bis sie im Alter benötigt werden. Dieses Kalkulationsprinzip ist für die substitutive Krankenversicherung, d. h. für die Krankenversicherung, die geeignet ist, die gesetzliche Krankenversicherung ganz oder teilweise zu ersetzen, gesetzlich vorgeschrieben. Der Zinssatz zur Berechnung von Alterungsrückstellungen beträgt entsprechend gesetzlicher Vorgaben 3,5 %. Dies ist ein Zinssatz, der von einer vorsichtigen Annahme hinsichtlich der Zinsentwicklung ausgeht. Wenn ein Unternehmen eine Nettoverzinsung von mehr als 3,5 % erzielt, entstehen Zinserträge, die versicherungsmathematisch als Überzinsen bezeichnet werden.

Diese Überzinsen werden insbesondere für die Beitragstabilisierung im Alter verwendet. § 12a Abs. 1 bis 3 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) regelt die Verwendung sowie die Aufteilung der Überzinsen.
Darüber hinaus werden in der Krankheitskosten-Vollversicherung auch die angesparten Beträge aus dem gesetzlichen Zuschlag gem. § 12 Abs. 4a VAG (siehe Gesetzlicher Zuschlag) zur Beitragsstabilisierung im Alter verwendet.

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