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Bilanzrechts­modernisierungs­gesetz bringt Bilanzen aus dem Gleichgewicht

Alle bilanzierungspflichtigen Unternehmen müssen erstmals für in 2010 beginnende Geschäftsjahre das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) für die Erstellung ihrer Handelsbilanz anwenden. Das hat Auswirkungen.

BilMoG – was bedeutet das?

Das im Mai 2009 in Kraft getretene Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) bringt zahlreiche Bilanzen aus dem Gleichgewicht. Angestrebt ist ein realitätsgerechter Ausweis der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Handelsbilanz der Unternehmen und damit eine Angleichung an international übliche Rechnungslegungsstandards. Betroffen von den neuen Regelungen sind aber insbesondere Unternehmen, die für Pensionsverpflichtungen ihrer Mitarbeiter Rückstellungen (Pensionsrückstellungen) gebildet haben, also auch kleine und mittlere Unternehmen.

Was ändert sich in der betrieblichen Altersversorgung?

Das BilMoG will Rückstellungen für die betriebliche Altersversorgung möglichst realitätsnah bewerten. Das bedeutet: Unternehmen müssen für die Berechnung ihrer Pensionsrückstellungen einen von der Bundesbank monatlich ermittelten Marktzinssatz anwenden. Zusätzlich sind absehbare Rentenanpassungen, Gehaltssteigerungen sowie Fluktuationswahrscheinlichkeiten bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen zu berücksichtigen. Das BilMoG kann somit eine deutliche Erhöhung der Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz verursachen.

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Was heißt das für Unternehmen?

Vielen betroffenen Unternehmen sind die Auswirkungen des BilMoG auf ihre Bilanz nicht bewusst. Handeln diese Unternehmen nicht, können die Neuerungen des BilMoG schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen:

  • Verschlechterung der Eigenkapitalquote
  • Schmälerung der Gewinnausschüttung
  • Negative Auswirkungen bei der Bonitätsbewertung
  • Erschwerungen bei der Kreditvergabe

Im schlimmsten Fall führen die Erhöhungen der Pensionsrückstellungen sogar zu einer bilanziellen Überschuldung der Gesellschaft und können zum Beispiel bei Veräußerung des Betriebs zu einem echten Hindernis werden.

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Was ist zu tun?

Das durch BilMoG entstandene Ungleichgewicht der Bilanz sollten Unternehmen wieder ausgleichen. Mit der richtigen Lösung bietet das BilMoG betroffenen Unternehmen einige Vorteile.

Variante A: Absicherung der Pensionsverpflichtungen

Durch die Absicherung der Pensionsverpflichtungen mit verpfändeten Rückdeckungsversicherungender R+V kann ein "Gegengewicht" zu den erhöhten Pensionsrückstellungen geschaffen werden. Durch das neue Saldierungsgebot führt dies gleichzeitig zu einer Verkürzung der Bilanz und weiteren Vorteilen:

  • Ausgleich und Verkürzung der Handelsbilanz
  • Verbesserung von Bilanzkennzahlen
  • Günstigeres Rating bei der Kreditvergabe
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Variante B: Auslagerung der Pensionsverpflichtungen

Auch die Auslagerung der Pensionsverpflichtungen auf die R+V Unterstützungskasse und/oder den R+V Pensionsfonds kann die Handelsbilanz wieder ins Gleichgewicht bringen. Und Unternehmen profitieren von attraktiven Vorteilen:

  • Verbesserung der Eigenkapitalquote, dadurch besseres Rating bei der Kreditvergabe
  • Kostensenkung durch externe Verwaltung
  • Sicherstellung ausreichender Liquidität für fällige Versorgungsleistungen
  • Professionelles Kapitalanlagemanagement
  • Realisierung steuerlicher Vorteile
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Mehr Infos rund um das Thema BilMoG

Möchten Sie mehr über das Bilanzrechts­modernisierungs­gesetz und die Zusammenhänge zur betrieblichen Altersversorgung erfahren? Sind Sie an passgenauen Lösungen für Ihr Unternehmen interessiert? Unsere Experten stehen Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung:

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Autor/in

J. Drastig, K. Waldheim

Jan. 2017

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