1. Gesund leben

Naturheilkunde: Natürliche Mittel gegen Erkrankungen und Beschwerden

Medizinische Fortschritte ließen die Naturheilkunde in den letzten Jahrzehnten fast in Vergessenheit geraten. Doch natürliche Mittel zur Behandlung von Krankheiten und Beschwerden werden wieder beliebter. Denn alternative Medizin soll die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktivieren, ohne Nebenwirkungen auszulösen.

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Alternative Therapiemethoden werden häufig nicht von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen. Mit unserem Krankenzusatz-Produkt zu Naturheilverfahren erhalten Sie bei Beschwerden einen Zuschuss zur Behandlung mit alternativen Heilverfahren.

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Die Homöopathie: Ähnliches mit Ähnlichem behandeln

Die Homöopathie behandelt Ähnliches mit Ähnlichem. Das heißt, eine Krankheit wird mit Mitteln behandelt, die bei einem gesunden Menschen die gleichen Symptome hervorrufen, wie sie bei einem Kranken zu beobachten sind.

Beim Schneiden einer Küchenzwiebel läuft zum Beispiel die Nase und die Augen tränen. Leidet ein Patient an Schnupfen, der bekanntlich ja ähnliche Beschwerden auslöst, wird der Wirkstoff der Zwiebel in stark verdünnter Form angewendet. Damit soll das Immunsystem angeregt werden, um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Deshalb verschlimmern sich zu Beginn einer homöopathischen Behandlung häufig zunächst die Symptome.

Verdünnte Wirkstoffe

Die Basis von homöopathischen Arzneien besteht aus Mineralien, Pflanzen oder tierischen Produkten, die stark verdünnt sind. Denn in Reinform würden sie zu starke Reaktionen auslösen. Die homöopathische Lehre geht dabei davon aus, dass die Heilungsreaktion des Kranken umso tiefer und länger anhaltend ausfällt, je stärker ein Wirkstoff verdünnt ist. Die Patienten erhalten die homöopathischen Arzneien als Kügelchen, sogenannte Globuli, als Tropfen oder Tabletten. Sie entfalten ihre Wirkung über die Mundschleimhaut, die Magensäure würde sie ihrer Kraft berauben, so die Theorie. Davor steht jedoch immer ein ausführliches Gespräch mit dem homöopathisch behandelnden Arzt oder Heilpraktiker. Vor allem wegen der starken Verdünnung der Wirkstoffe ist die Homöopathie umstritten. Ihre Wirkung ist zudem nicht bewiesen.

Trotzdem wird sie sowohl bei akuten Beschwerden als auch bei chronischen Erkrankungen eingesetzt. Ist die Krankheit eines Menschen jedoch so weit fortgeschritten, dass Organe oder Gewebe stark zerstört und in ihrer Funktion erheblich eingeschränkt sind, lassen sich diese Schäden mit der Homöopathie nicht mehr rückgängig machen. Auch müssen Patienten für eine Behandlung in der Lage sein, ihre Beschwerden genau zu schildern.

Phytotherapie: Die Pflanzenheilkunde

Heilpflanzentees, Bäder, Umschläge, Medikamente aus Pflanzenextrakten: Bei der Phytotherapie werden Krankheiten mit pflanzlichen Wirkstoffen behandelt. Mehr als 20.000 Pflanzenarten werden zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet. Allerdings kommen nie Einzelstoffe zur Anwendung, sondern immer eine Kombination der verschiedenen Stoffeinzelteile einer Pflanze. Korrekt dosiert sind Pflanzenheilmittel frei von unerwünschten Nebenwirkungen. Im Gegensatz zu homöopathischen Mitteln muss ihre Wirksamkeit belegt sein. Sie unterliegen genauso einer Prüfung wie Medikamente der Schulmedizin.

Anders als konventionelle Arzneimittel soll Naturmedizin auf lange Sicht wirken. Die Wirkung pflanzlicher Medikamente setzt meist nicht sofort ein, sondern erst nach mehrtägiger Einnahme, wenn sich eine ausreichende Höhe an Wirkstoffen im Körper angesammelt hat.

Heilkräuter sammeln

Heilkräuter lindern die verschiedensten Alltagsbeschwerden. Sie begegnen Wanderern und Spaziergängern am Wegesrand. Bei einer Kräuterwanderung lernen Interessierte, die richtigen Kräuter zu finden, zu erkennen und zu verarbeiten.

Pflanzenheilmittel einfach angewendet

Vielseitige und schnelle Hilfe: Kräutertees

Am häufigsten werden Heilpflanzen in Form von Kräutertees angewendet. Mehr oder weniger bewusst hat sich wohl schon jeder einen Fencheltee gegen Magenbeschwerden oder einen Kamillentee gegen Halsschmerzen zubereitet. Kräutertees sind bei entzündeten Schleimhäuten wohltuend und können den Stofftransport erleichtern. Gleichzeitig sollen sie Mangelzustände ausgleichen und die Vitalität verbessern.

Entzündungshemmende Pflanzenstoffe gegen Arthrose

Vor allem im Anfangsstadium einer Arthrose können Naturheilmittel die Arthrose-Behandlung ergänzen. Geeignet können zum Beispiel ein Brennnesselextrakt, ein Weidenrindenextrakt oder ein Extrakt aus der Wurzel der Teufelskralle sein. Alle drei Naturheilmittel wirken entzündungshemmend.

Neurodermitis mit Ölen behandeln

Bei juckenden Hauterkrankungen wie Neurodermitis empfehlen Dermatologen häufig eine cortisonhaltige Creme. Cortison kann die Haut auf Dauer jedoch schädigen. Entzündungshemmend wirken unter anderem Nachtkerzensamenöl und Teebaumöl. Sie können nicht nur den Juckreiz lindern, sondern auch den hauteigenen Schutzmantel stärken.

Schluss mit dem Rauchen: Mittel gegen Entzugserscheinungen

Beim Rauchen hat sich der Körper an die tägliche Nikotindosis gewöhnt. Bekommt er kein Nikotin mehr, treten Entzugserscheinungen auf. Dagegen kann zum Beispiel Zitronen-Ingwer-Wasser helfen. Um die Lunge zu reinigen, bietet sich ein Getränk aus Zwiebeln, Kurkuma, Ingwer und Honig an. Lakritze kann den Raucherhusten lindern, der beim Abgewöhnen häufig auftritt.

Schnelle Linderung bei Zahnschmerzen

Zahnschmerzen sind immer ein Fall für den Zahnarzt. Doch bis dahin können natürliche Hausmittel Linderung bieten. Eine Zwiebel kann zum Beispiel nicht nur eine Erkältung bessern: Gehackt, in ein Tuch gewickelt und von außen an die Wange gehalten oder auch als Scheibe im Mund kann sie auch bei Zahnschmerzen helfen. Andere Hausmittel, die Zahnschmerzen lindern können, sind Gewürznelken, Kamille oder Salzlösungen.

Gut abgesichert

Um bei Beschwerden Zuschüsse für viele Naturheilverfahren zu erhalten, können Sie unseren Krankenzusatz-Tarif NaturMedizin abschließen, denn die gesetzliche Krankenversicherung kommt für eine Behandlung mit Naturheilverfahren meist nicht auf.

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Alltagsbeschwerden mit alternativen Methoden lindern

Alltagsbeschwerden wie unruhiger Schlaf, Kopfschmerzen oder Rückenbeschwerden müssen nicht sofort mit chemischen Arzneimitteln behandelt werden. Auch alternative Behandlungsmethoden sorgen hier für eine nachhaltige Linderung der Beschwerden.

Schüßler-Salze

Eine Mineralsalztherapie mit den sogenannten Schüßler-Salzen kann bei Erkrankungen helfen, die auf eine Störung des Mineralstoffhaushalts zurückzuführen sind. Die Therapie, bestehend aus zwölf Basissalzen, geht davon aus, dass Krankheiten durch Störungen des Mineralhaushalts entstehen und Mangelzustände durch die Einnahme von Mineralstoffen in Form von Tabletten ausgeglichen werden können. Ihre Wirksamkeit ist allerdings nicht nachgewiesen.

Osteopathie

Die Osteopathie geht davon aus, dass jedes Körperteil zum optimalen Funktionieren Bewegungsfreiheit benötigt. Ist die Beweglichkeit eingeschränkt, kommt es aus Sicht der Osteopathie zu Gewebespannungen, die wiederum zu Funktionsstörungen führen. Der Osteopath nimmt deshalb zum einen die Beweglichkeit des Körpers in seiner Gesamtheit in den Blick, zum anderen aber auch die Eigenbewegungen des Gewebes. Er tastet dafür den ganzen Körper ab, um Bewegungseinschränkungen aufzuspüren und zu behandeln.

Akupunktur

Bei der Akupunktur werden feine Nadeln in den Körper gestochen. Sie beruht auf der traditionellen asiatischen Vorstellung, dass der Körper von der Lebensenergie Qi durchflossen wird. Laut dieser Lehre ist der Mensch gesund, wenn die Energie harmonisch fließt. Treten Blockaden auf, werde der Mensch krank. Die Akupunktur soll diese Blockaden beseitigen.

Ayurveda

Im westlichen Kulturkreis meist zu Wellness-Zwecken eingesetzt, ist Ayurveda in Asien, insbesondere in Indien, eine anerkannte Heilmethode. Typisch für Naturheilverfahren versteht auch Ayurveda den Menschen als ganzheitliches System. Zusätzlich berücksichtigt es die Beziehung des Organismus mit der Natur und Umwelt. Krankheiten werden auf eine falsche Ernährung, zu viel Stress oder emotionale Belastungen zurückgeführt.

Nahrungsergänzungsmittel

Es gibt Vital-, Nähr- und Mineralstoffe, ohne die wir nicht auskommen. Bei einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung, die den Körper mit all den notwendigen Stoffen versorgt, sind Nahrungsergänzungsmittel meist überflüssig. In bestimmten Situationen, wie in der Schwangerschaft und Stillzeit oder bei älteren Menschen, ist jedoch manchmal eine zusätzliche Versorgung des Körpers notwendig. Doch selbst dann muss nicht auf synthetisch hergestellte Produkte zurückgegriffen werden, denn Nahrungsergänzungsmittel gibt es inzwischen auch aus natürlichen Stoffen.

Natürliche Hilfe bei Krankheiten

Selbst bei schweren akuten oder chronischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Asthma oder Rheuma, kann eine Behandlung mit Naturheilmitteln helfen. Allerdings muss der Körper in der Lage sein, auf die Arznei zu reagieren. Sobald Knochen, Organe oder Gewebe dauerhaft geschädigt sind, kommt die Naturheilkunde an ihre Grenzen. Doch selbst in diesen Fällen kann sie die klassische Medizin ergänzen und Begleiterscheinungen dieser Krankheiten lindern.

Trotz allem sollten Sie Beschwerden ernst nehmen und einen Experten aufsuchen, um die Ursache abzuklären. Der weiß, was im Ernstfall zu tun ist und welche Behandlungsmethode – ob aus der klassischen Medizin oder aus der Naturheilkunde – die Beschwerden lindern kann. Bei Notfällen, wie schweren Stürzen, Verbrennungen und Ähnlichem, suchen Sie bitte immer einen Arzt auf.

Hilfe vom Facharzt

Wie Sie den richtigen Arzt finden und sich auf den Arztbesuch vorbereiten können, lesen Sie in unserem Artikel „Woran lässt sich ein guter Arzt erkennen und wie finde ich diesen?“.

Autor/in

C. Hartmann

Apr. 2018

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