Verletzungen im Minutentakt: Schutzausrüstung bewahrt Heimwerker vor Unfällen

Wiesbaden, 20.04.2017:

Hämmern, sägen, bohren: Heimwerken gehört zu den liebsten Hobbys der Deutschen. Doch leider verletzen sich jedes Jahr hunderttausende Hobby-Handwerker so schwer, dass sie ärztlich behandelt werden müssen. Das Infocenter der R+V Versicherung rät deshalb, auch bei kleinen Arbeiten auf die richtige Kleidung und Schutzausrüstung zu achten.

Eng anliegende Kleidung tragen

Sehr häufig passieren den Statistiken zufolge Unfälle beim Sägen. „Bei Kreis-, Stich- oder Bandsägen sollten Heimwerker besonders auf die Ausrüstung achten“, sagt Torben Thorn, Arbeitsschutzexperte beim R+V-Infocenter. Eng anliegende Oberteile verhindern, dass sich Stoff im Gerät verfängt. „Auch Schals oder Schmuck sind bei der Arbeit tabu, lange Haare sollten Heimwerker auf jeden Fall zusammenbinden“, ergänzt Thorn.

Brille und festes Schuhwerk schützen

Der R+V-Experte empfiehlt bei Sägearbeiten eine Schutzbrille gegen fliegende Späne. Auch festes Schuhwerk ist ratsam, falls die Säge herunterfällt. „Auf Handschuhe sollten Heimwerker jedoch verzichten. Denn sie können in das Sägeblatt geraten“, so Thorn. Dasselbe gilt bei Bohrmaschinen und Bandschleifern. Wer mit einer gefährlichen Motorkettensäge hantiert, darf auf eine Schnittschutzhose sowie Augen- und Ohrenschutz nicht verzichten. Ideal ist dabei ein Forsthelm mit Visier und Ohrenkapsel, spezielle Schnittschutzstiefel und -handschuhe sind ebenfalls sinnvoll.

„Wer regelmäßig zuhause werkelt, legt sich am besten eine Grundausstattung an Arbeitskleidung zu – etwa einen gut sitzenden Blaumann. „Solche spezielle Kleidung hat auch den Vorteil, dass sie schwer entflammbar ist“, erklärt R+V-Experte Thorn.

An Atemwege und Ohren denken

Für viele Arbeiten sind Gehör- und Atemschutz wichtig. So fallen beispielsweise bei Schleifarbeiten oder beim Umgang mit Dämmstoffen viel Staub und Dreck an. Das belastet die Atemwege. Günstige Einweg-Masken filtern schon einen Großteil der Partikel aus der Atemluft. „Bei länger andauernden Arbeiten empfiehlt sich allerdings eine professionelle Feinstaubmaske“, so Torben Thorn.

Auch beim Gehörschutz kommt es auf die Dauer der Belastung an. Wer hin und wieder mit lauten Elektrogeräten arbeitet, kann einfache Ohrstöpsel einsetzen. Bei häufigerem Einsatz lohnt sich der Kauf eines Kapselgehörschutzes. „Viele Heimwerker unterschätzen, wie belastend solcher Lärm für die Ohren ist“, sagt Thorn. „Kreissägen können einen Lärmpegel von bis zu 100 Dezibel haben. Damit sind sie genauso schädlich für die Ohren wie ein Presslufthammer.“

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