Freiraum fürs Leben: Wie Frauen fürs Alter vorsorgen

Frauen leben länger als Männer. Aber: Eine Frau erhält nur die Hälfte der gesetzlichen Rente eines Mannes. Wie finanziert sie dann ihren Ruhestand? R+V bietet mit der Info-Kampagne „Freiraum fürs Leben“ Analysen und Tipps zu Altersvorsorge und Pflege.

Frauen planen bis zur Hochzeit, Männer fangen danach erst richtig an – sagt der Volksmund. Oder: Frauen stecken beruflich zurück, wenn Kinder kommen, Männer machen Karriere. Frauen überlassen das Thema Rente ihrem Partner und kümmern sich um die häusliche Pflege von Angehörigen. Nicht immer sind das nur Klischees. Fest steht: Typisch für die Biografie von Frauen sind Besonderheiten, die dazu führen, dass ihnen im Alter wenig Geld zum Leben bleibt.

Denn trotz Gleichberechtigung haben Frauen im Laufe ihres Lebens beim Thema Zukunftsvorsorge viele Nachteile gegenüber Männern. Wegen ihrer Erwerbsbiografie tappen sie fast immer in eine oder sogar mehrere „Freiraum-Fallen“. R+V, das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) und das Institut für Demoskopie Allensbach haben insgesamt fünf solcher „Freiraum-Fallen“ für Frauen ausgemacht.

Freiraum-Falle Gehalt

Frauen verdienen laut Statistik 22 Prozent weniger als Männer, sogar in gleicher Position. Und viele Frauen arbeiten in Teilzeit. Die Folge: Frauen zahlen niedrigere Rentenbeiträge ein als Männer und bekommen später weniger Rente.

Freiraum-Falle Kinder

Für die Erziehung ihrer Kinder steigen Frauen ganz oder teilweise aus dem Job aus. Sie kommen so im Schnitt auf weniger Berufsjahre als Männer. Weniger Erwerbsjahre bedeuten aber weniger Rente.

Freiraum-Falle Trennung

Fast jede zweite Ehe in Deutschland wird geschieden. Häufig bleibt Frauen dann zu wenig Geld fürs Alter. Lange Auszeiten erschweren zudem den Wiedereinstieg in den Job. Geteilte Rentenansprüche und weniger Erwerbsjahre reduzieren die Rente deutlich.

Freiraum-Falle Lebenserwartung

Frauen leben im Durchschnitt fünf Jahre länger als Männer. Das ist an sich erfreulich. Aber: Frauen haben nicht nur eine niedrigere Rente als Männer, sie müssen auch länger damit auskommen.

Freiraum-Falle Pflege

Vater, Mutter, Ehemann: Die häusliche Pflege von Angehörigen ist meist Frauensache. Das kostet Zeit, Kraft, Nerven und Geld. Denn viele Frauen arbeiten wegen der Pflege Teilzeit oder gar nicht. Die Folge: Der Rentenanspruch sinkt. Außerdem werden Frauen wegen ihrer höheren Lebenserwartung doppelt so häufig zum Pflegefall wie Männer.

Die R+V-Infokampagne „Freiraum fürs Leben“ zeigt, wie Frauen gezielt fürs Alter vorsorgen können – und auch für einen möglichen Pflegefall. Unabhängig von Alter und finanzieller Situation.

Rentenrechner

Mit dem Rentenrechner können Sie mit wenigen Klicks ermitteln, was Sie im Ruhestand finanziell erwartet.




Umfangreiche Informationen bieten die Broschüren:

Wie Frauen ihre Zukunft sichern
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