Christopher Heinz (Rückversicherung)

Als Pricing-Aktuar in der Aktiven Rückversicherung bin ich für die technische Bewertung von Rückversicherungsverträgen zuständig. Damit bin ich aktiv in das Tagesgeschäft den sogenannten Underwritingprozess eingebunden. Dort arbeite ich eng mit den Schnittstellen z. B. dem Front Office und der Naturkatastrophenmodellierung zusammen.

Rückversicherung ist die Übertragung von Risiken von einem Erstversicherungs- auf ein Rückversicherungsunternehmen. Dies kann z. B. bedeuten, dass sich der Rückversicherer verpflichtet alle KFZ-Haftpflichtschäden eines ausländischen Erstversicherungsunternehmens größer 1 Mio. Euro zu bezahlen. Im Gegenzug erhält der Rückversicherer im Vorfeld eine Prämie vom Erstversicherer. Die Berechnung des technischen Preises eines solchen Rückversicherungsvertrags findet im Pricing-Aktuariat statt. Die genauen Bedingungen werden pro Vertrag individuell verhandelt. Aus diesem Grund wird auch jeder Rückversicherungsvertrag einzeln von den Aktuaren bewertet. Dazu werden z. B. statistische Methoden oder Naturkatastrophenmodelle verwendet.

Neben der Einbindung ins Tagesgeschäft besteht die Aufgabe eines Pricing-Aktuars hauptsächlich in der Mitarbeit an verschiedenen Projekten und Arbeitskreisen in der Rückversicherung. Im Vordergrund steht dabei die Weiterentwicklung der für das Pricing verwendeten mathematischen Methoden und die Überführung dieser Methoden in IT-Anwendungen. Zusätzlich arbeiten wir zusammen mit unseren Schnittstellen im Underwritingprozess kontinuierlich an der Analyse einzelner Märkte, Kunden und Großschäden. Dies kann z. B. auch der Besuch eines Kunden vor Ort beinhalten.

Als besonders positiv empfinde ich, dass meine Arbeit sehr abwechslungsreich ist. In ihr lassen sich Theorie und Praxis sehr eng miteinander verbinden.
So fordern die unterschiedlichen Märkte und Sparten immer wieder die Beschäftigung mit neuen und spannenden Aspekten der Versicherungsmathematik wie z. B. der Modellierung von abhängigen Zufallsvariablen, neuen Abwicklungsmethoden oder dem Kreditrisikomodell nach Merton.
Das dabei erworbene Wissen wird dann aber immer wieder konkret auf die Bewertung der Rückversicherungsverträge angewendet und trägt wesentlich zur Entscheidung bei, ob sich die R+V an einem Rückversicherungsvertrag beteiligt.

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