Der Erfolg eines Unternehmens lebt maßgeblich vom Vertrauen in die Mitarbeiter. Doch was ist, wenn dieses Vertrauen missbraucht wird?
Betrug, Diebstahl, Untreue, Unterschlagungen und Computermissbrauch sind längst keine Seltenheit mehr. Alleine wegen Veruntreuung werden in Deutschland jährlich weit über 20.000 Personen verurteilt. Typische Gefahrenquellen sind beispielsweise
- die Finanz- und Gehaltsbuchhaltung:
So gelingt es dem Leiter der Lieferantenbuchhaltung, in Sammelüberweisungen regelmäßig Zahlungen an sich selbst unterzubringen. Dies beschert ihm monatliche Zusatzeinnahmen von 5.000 bis 15.000 Euro. Gesamtschaden: 1,35 Mio. Euro.
- der Ein- und Verkauf:
Aus Verärgerung über eine nicht gewährte Gehaltserhöhung löscht ein Mitarbeiter aus dem Verkauf vorsätzlich die komplette Kundendatei. Die Wiederbeschaffung und Neuerfassung der Daten dauert zwei Monate. Der Schaden beträgt 70.000 Euro.
- der EDV-Bereich:
Ein EDV-Spezialist richtet sich bei Wartungsarbeiten einen unerlaubten Zugang zum Konto seines Arbeitgebers ein. Am Freitag Nachmittag überweist er einen Millionenbetrag auf sein Bankkonto nach Hongkong. Als der Vorgang am Dienstag entdeckt wird, ist das Geld bereits abgehoben.
Auch von außen droht Gefahr
Beträchtlicher Schaden kann Ihrem Unternehmen auch durch betriebsfremde Personen zugefügt werden. Gerade im Zeitalter des Internets sind viele Computersysteme vor Hackernnicht mehr sicher. Ist erst einmal eine Sicherheitslücke entdeckt, so können zum Beispiel die auf der Festplatte eines Rechners abgelegten PIN- und TAN-Nummern für unberechtigte Online-Überweisungen genutzt werden.
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Dr. T. Schneider / D. Konrad, aktualisiert März 2008
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