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R+V-Ratgeber Gesundheit (Quelle: Thinkstock)

Gesundheit

Gesundheitstipps

Kids und Computer

Abbildung: Mutter mit ihrem Sohn vor dem Computer
Neben den vielen Freizeitbeschäftigungen der Kinder und Jugendlichen, wie z.B. Fußballspielen, Fahrradfahren, Inlineskaten, ist in den letzten Jahren ein weiteres Vergnügen hinzugekommen: der Computer. Mittlerweile ist in Deutschland der Computer für jedes sechste Kind zwischen sechs und 13 Jahren die liebste Freizeitbeschäftigung - Tendenz steigend. Zugleich stellen Kinder- und Jugendärzte inzwischen bei 30 Prozent der Schulkinder Haltungsschäden fest, die unter anderem auf zunehmendes Spielen und Lernen am Computer zurückzuführen sind. Stress, Augenprobleme und Fettleibigkeit können ebenfalls durch übermäßiges Sitzen am PC ausgelöst werden.

Gesundheitsrisiken vorbeugen: Die fünf wichtigsten Regeln zum Thema "Kids und Computer"

  • Sitzplatz einrichten: Die Unterarme müssen eine waagerechte Linie zur Tastatur bilden, die Maus sollten Kinder mit aufgelegtem Unterarm halten. Sitzhöhe und Lehne des Stuhles müssen verstellbar sein, um aufrechtes Sitzen mit aufgestellten Füßen zu ermöglichen. Beim Sitzplatz ist eine gute Beleuchtung nötig.
  • Bildschirm positionieren: Dieser sollte in einem Abstand von 40 bis 60 cm gerade vor dem Oberkörper stehen. Die Bildschirmanzeige muss gut lesbar sein und darf nicht flimmern.
  • Zeitbudget festlegen: Immer mehr Schüler arbeiten bereits im Unterricht am Computer. Ihr Kind sollte daher zu Hause nicht zuviel Zeit am Computer verbringen. Hierfür folgende Richtlinien: Für 4- bis 6-Jährige gelten 20 Minuten pro Tag als unbedenklich, für 7- bis 11-Jährige rund 40 Minuten. Bei 12- bis 15-Jährigen sollte das Lernen und Spielen am Computer eine Stunde täglich nicht überschreiten; sind die jungen Leute 16 Jahre oder älter empfiehlt das R+V-Infocenter circa zwei Stunden. Falls Kinder den Rechner einmal länger nutzen möchten, sollten sie Pausen einlegen.
  • Körperliche Bewegung fördern: Wer lange vor dem Bildschirm sitzt, braucht Bewegung als Ausgleich - am besten an der frischen Luft. Krankenkassen empfehlen Schwimmen oder Rad fahren.
  • Kommunikativ sein: Der Umgang mit dem Computer muss kein einsamer Zeitvertreib sein. Eltern, die ihren Kindern am Bildschirm Gesellschaft leisten, können gemeinsam mit ihnen Neues entdecken und darauf achten, dass sie geeignete Programme und Spiele nutzen.


Quelle: R+V-Infocenter für Sicherheit und Vorsorge, www.kinderaerzteimnetz.de

S. Nies, aktualisiert im September 2003
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