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Gesundheit

Gesundheitstipps

Erste Hilfe im eigenen Haushalt

Abbildung: Verbandskasten
Ein Unfall im Haushalt ist schnell geschehen. Doch gerade in Notsituationen wie einer starken Verbrennung, Verbrühung oder einer Schnittwunde kommt es auf schnelle und überlegte Hilfe an, damit der Zustand des Unfallopfers nicht noch akuter wird. Die ersten Minuten, die bis zum Eintreffen des Notarztes verstreichen, sind für die verletzte Person entscheidend. Eine gute Vorbereitung und Ausstattung sind ebenso wichtig, wie die richtige Reaktion im Ernstfall.

Präventivmaßnahmen

Das Unfallrisiko im eigenen Haushalt ist statistisch erwiesen höher als im Straßenverkehr. Um für den Fall einer Unfallsituation im eigenen Haushalt gerüstet zu sein, sollten Sie folgende Präventivmaßnahmen treffen:


  • Erste-Hilfe-Kasten besorgen

    Leider verfügt nicht jeder Haushalt in Deutschland über einen Verbands- oder Erste-Hilfe-Kasten. Dieser darf selbstverständlich auf keinen Fall fehlen. Bewahren Sie ihn an einem kühlen und trockenen Platz im Haus auf und überprüfen Sie regelmäßig, ob das Verbandmaterial und die Medikamente noch brauchbar sind (Verfallsdatum).




  • Erste-Hilfe-Kurs absolvieren

    Um nicht nur medizinisch gut ausgestattet, sondern auch informiert und vorbereitet zu sein, ist es ratsam, einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen. Experten raten sogar, die Ersthelferkenntnisse alle 2-3 Jahre aufzufrischen. Laut Statistik liegt bei 80 % der Bundesbürger, die bereits einen Erste-Hilfe-Kurs besucht haben, liegt dieser mehr als 15 Jahre zurück.

    Führerscheinbesitzer sollten also trotz bereits abgelegtem Erste-Hilfe-Kurs überdenken, ob sie noch immer in der Lage sind, die nötigen Schritte sicher und überlegt durchzuführen.

    Ersthelferkurse bieten Hilfsorganisation wie der ASB Link auf die Seiten des Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e.V.
    http://www.asb.de
    , DLRG Link auf die Seiten der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V.
    http://www.dlrg.de
    , DRK Link auf die Seiten des Deutschen Roten Kreuzes
    http://www.drk.de
    /BRK Link auf die Seiten des Bayrischen Roten Kreuzes
    http://www.brk.de
    , JUH Link auf die Seiten der Johanniter
    http://www.johanniter.de
    und MHD Link auf die Seiten der Malteser
    http://www.malteser.de
    sowie diverse lokale Anbieter ab rund 15 EUR an.
  • Von den meisten Organisationen werden auch Auffrischungs-Kurse angeboten, die für wenig Geld in 2 bis 4 Doppelstunden absolviert werden können.


  • Notrufnummer griffbereit haben

    112 lautet die allgemeine Notrufnummer.
    Gut zu wissen ist, dass diese auch bei Handys ohne Guthaben oder SIM-Karte erreichbar ist. Hier weitere Notrufnummern für Deutschland:

    Krankentransport
    19222

    Giftnotruf
    Berlin-Ost: (030) 19 240
    Berlin-West: (045) 65 35 55
    Bonn: (0228) 19 240
    Erfurt: (0361) 73 07 30
    Freiburg: (0761) 19 240
    Göttingen: (0551) 19 240
    Homburg/Saar: (06841) 19 240
    Kassel: (0561) 91 88 320
    Leipzig: (0341) 97 24 666
    Mainz: (06131) 19 240
    Mönchengladbach: (02161) 81 940
    München: (089) 19 240
    Nürnberg: (0911) 398 24 51 oder 398 26 65

    Hilfsorganisation
    Deutsche Rettungsflugwacht: (0711) 70 10 70

Im Notfall

In Notsituationen müssen bis zum Eintreffen von Notarzt und Ambulanz schnellstmöglich die richtigen Erste-Hilfe-Maßnahmen ergriffen werden. Hierbei ist es vor allem wichtig, kontrolliert zu handeln und dem Unfallopfer gegenüber Ruhe und Sicherheit auszustrahlen.

In jedem Fall sollten Sie lebenswichtige Funktionen kontrollieren, d. h. Atmung und Herzschlag. Starke Blutungen oder Verbrennungen sowie Atem- und Herz-Kreislaufstillstand sind lebensbedrohliche Zustände.

Ohne Sauerstoff beispielsweise überlebt ein Mensch nur ca. 3 Minuten. Beginnen Sie also umgehend mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen und rufen Sie den Notarzt.

Weitere Informationen

Das Deutsche Rote Kreuz bietet unter www.drk.de Link zum Deutschen Roten Kreuzumfassende Informationen rund um das Thema Ersthilfe. Hier findet sich sogar online ein Erste-Hilfe-Lehrgang. Link zum Erste-Hilfe-Lehrgang des DRK


H. Neufeldt, F. Bremer, aktualisiert Juni 2008

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