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Bewegungsmangel - Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung

Abbildung: Mann auf Couch
Bewegungsmangel ist ein jüngeres Zivilisationsphänomen. Die körperliche Arbeit im alltäglichen Leben wird immer weniger und inzwischen in fast allen Bereichen vornehmlich von Maschinen übernommen. Wo Wege früher zu Fuß zurückgelegt wurden, wird heute das Auto oder der öffentliche Nahverkehr genutzt. Ein immer umfangreicheres "passives" Freizeitangebot durch Fernseher, DVD oder Computer ersetzt bereits oft in Kinderjahren körperliche Betätigung oder Sport. Zusätzlich zu der immer weiter sinkenden körperlichen Aktivität essen die Menschen in den Industrienationen immer besser und mehr als der Körper angesichts der geringen körperlichen Belastung benötigt.

Zivilisationskrankheiten auf dem Vormarsch

Das Ergebnis aus Bewegungsmangel und falscher Ernährung: Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Übergewicht, Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Gelenkprobleme sind auf dem Vormarsch. So gelten Rückenschmerzen in Deutschland bereits seit mehreren Jahren als Volkskrankheit Nummer 1. Experten führen die Leiden in den meisten Fällen auf eine schlechte Haltung und eine untrainierte Rückenmuskulatur zurück. Untrainierte Muskeln sind eine direkte Folge des Bewegungsmangels. Besonders bei Kindern verzeichnen Experten in den vergangenen Jahren einen dramatischen Anstieg von Bewegungsmangel und Übergewicht. Ausführliche Informationen über die Gefahren des Bewegungsmangels insbesondere bei Kindern enthält der Artikel"Gefährliche Faulheit - Bewegungsmangel steigert das Unfallrisiko" Link zum Artikel Gefährliche Faulheit - Bewegungsmangel steigert das Unfallrisiko

Bewegung beugt vor und hilft bei der Heilung

Neuesten Studienergebnissen zufolge sind regelmäßige körperliche Aktivitäten gerade für die Prävention von Erkrankungen wichtig. Dabei stärkt vor allem ein nicht übertriebenes Ausdauertraining das Immunsystem. Aktive Bewegung unterstützt zudem den Funktionserhalt des aktiven und passiven Stützapparates des menschlichen Körpers. Ein funktionierender Stützapparat aus Muskulatur und Knochengerüst baut Fehlhaltungen und Gelenk- und Knochenverschleiß vor. Auch das Krebsrisiko wird durch regelmäßige körperliche Aktivität verringert. Studien haben etwa ergeben, dass Sportler seltener an bestimmten Krebsarten wie etwa Dickdarmkrebs oder Brust- und Lungenkrebs erkranken.

Körperliche Aktivitäten helfen darüber hinaus beim Genesungsprozess kranker Menschen. Auch wurde nachgewiesen, dass Aktivität die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit erhöht.

Zahlreiche Initiativen

Die Folgen des Bewegungsmangels kosten die deutsche Volkswirtschaft jedes Jahr mehrere Milliarden Euro. Zahlreiche Initiativen haben sich inzwischen den Kampf gegen den Bewegungsmangel auf ihre Fahnen geschrieben. Sie bieten umfangreiche Hintergrund-Informationen über eine richtige körperliche Aktivität, versuchen mit Werbekampagnen Aufklärungsarbeit zu leisten und unterstützen finanziell und mit eigenen Veranstaltungen sportliche Aktivitäten in Deutschland:

Die richtigen Ansprechpartner finden

Um das eigene Leben aktiver zu gestalten, bieten neben diesen zahlreichen Initiativen auch Ärzte, Sportvereine und –verbände sowie die Krankenkassen in der Regel eine kompetente Beratung für die Verbesserung der individuellen täglichen Bewegung und darüber hinaus Unterstützung bei der Wahl einer passenden Sportart.

Experten raten dringend dazu, vor der Aufnahme einer neuen Sportart entsprechenden medizinischen Rat einzuholen. Dieses gilt besonders für Menschen, die zuletzt wenig oder noch nie sportlich aktiv waren.

Bewegungstipps für den Alltag

Wer sich nicht für eine regelmäßige sportliche Tätigkeit begeistern kann, hat trotzdem Möglichkeiten sein Leben körperlich aktiv zu gestalten. Schon mit kleinen Verhaltensänderungen kann man bereits Gutes für den Körper erreichen. So bietet bereits der Alltag einige Bewegungsmöglichkeiten. Auf dem Weg zur Arbeit einfach mal das Auto stehen lassen und das Fahrrad nutzen. Wer einen für das Fahrrad zu langen Arbeitsweg hat, kann sein Auto bereits ein paar Straßen vor der Arbeitsstätte parken oder bei Bus- oder Straßenbahnfahrten ein oder zwei Stationen früher aussteigen und den Rest zu Fuß gehen. Statt Aufzug und Rolltreppe einfach die Treppen steigen. Und ob am Wochenende, in der Mittagspause oder nach dem Feierabend: Ein regelmäßiger Spaziergang hält Körper und Kreislauf auf Trab.
H. Neufeldt, aktualisiert Mai 2007

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