Was vor der Reise abzuklären ist
Autoclubs und Verbraucherzentralen empfehlen, folgende Dinge zehn Wochen vor Reiseantritt zu überprüfen:
- Wird ein Visum benötigt? Eine Übersicht zu Visumserfordernissen für deutsche Staatsangehörige gibt es auf der Webseite des Auswärtigen Amtes (www.auswaertiges-amt.de).
Wichtig: Wartezeit bei Beantragung einplanen.
- Ist der Reisepass oder (innerhalb der EU) der Personalausweis noch sechs Monate gültig? Wird, wie in den USA, ein maschinenlesbarer Reiseausweis (bordeauxfarben) verlangt? Braucht das mitreisende Kind ein Passbild im Ausweis? Ausweisdokumente gegebenenfalls verlängern oder erneuern lassen.
- Gibt es Reisewarnungen für das geplante Urlaubsziel? Auf der Webseite des Auswärtigen Amtes (www.auswaertiges-amt.de) finden Sie hierzu Informationen.
- Bei Reisewarnungen eventuell mit dem Reiseveranstalter über Rücktritt, geänderte Route oder eine Verschiebung sprechen.
- Impfvorschriften, Impfempfehlungen abklären (auch hier hilft die Webseite des Auswärtigen Amtes: www.auswaertiges-amt.de).
- Ausweispapiere, Geld- und Krankenkassenkarten sowie Fahrkarten und Flugtickets kopiert und separat mitnehmen.
- Notfall-Rufnummern (Auslandsreise-Krankenversicherung, Bank, Schadenhotline) gesondert und getrennt von den Dokumenten bereithalten. Wir haben eine Liste mit einigen Notrufnummern für Sie zusammengestellt.
- Adresse, Öffnungszeiten und Telefonnummer der deutschen konsularischen Vertretung im Urlaubsland notieren (Webseite des Auswärtigen Amtes: www.auswaertiges-amt.de). Die Telefonnummer des automatisierten telefonischen Hilfsdienstes des Auswärtigen Amtes (00 49) 18 88 -17 44 44 4 mitnehmen. Dieser sprachgesteuerte Dienst ist weltweit rund um die Uhr erreichbar und verbindet auf Wunsch Anrufer direkt mit einem Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes. Dort sind auch die Nummern der jeweiligen Botschaften zu erfragen.
- Prüfen Sie die Zollbestimmungen im Urlaubsland. So vermeiden Sie Ärger bei Einreise oder Rückkehr. Grundsätzlich gilt: Aus einem Nicht-EU-Land kann jeder Reisende Mitbringsel bis zu einem Gesamtwert von 175 Euro inklusive Umsatzsteuer zollfrei mit nach Hause bringen. Für bestimmte Waren wie Alkohol oder Tabak gelten andere Beschränkungen. Ist die Höchstgrenze überschritten, ist der Gesamtwert der Ware zu verzollen. Informationen gibt es beispielsweise beim Zoll-Infocenter unter 0351/44834-510 oder auf der Webseite des Bundesministeriums der Finanzen unter www.zoll.de. Für die neuen EU-Länder gelten derzeit mindestens Freimengen von 200 Zigaretten und verschiedene Mengen für alkoholische Getränke. Da jedoch je nach Land verschiedene Übergangsfristen gelten (diese laufen beispielsweise in der Tschechischen Republik mindestens bis zum 31. Dezember 2006 und längstens bis zum 31. Dezember 2009), empfiehlt sich eine Überprüfung unter www.zoll.de. Dort gibt es beispielsweise auch ein Faltblatt für "Reisen in der erweiterten Europäischen Union" zum Download.
- Handyrufnummer, SIM-Kartennummer, Kundennummer mitnehmen, um Karte bei Diebstahl sperren lassen zu können.
- Markieren Sie Ihre Reisegepäckstücke eindeutig, am besten mit bunten Anhängern, empfiehlt der Auto Club Europa (ACE). Zusätzlich im Reisegepäckstück angebrachte Adressaufkleber erleichtern das Wiederauffinden bei Verlust.
- Machen Sie sich über die geltenden Verkehrsregeln kundig, falls Sie mit dem Auto verreisen. So braucht ein Surfer in Italien beispielsweise eine 50 mal 50 Zentimeter große Warntafel mit weiß-roten Streifen, wenn die Dachlast nach hinten über das Auto ragt. In Spanien und Kroatien sind Reserveglühlampen vorgeschrieben.
Was gehört in die Reiseapotheke
Das deutsche grüne Kreuz und Apotheker empfehlen neben länderspezifischen Medikamenten folgende Dinge mit auf eine Reise zu nehmen:
- Alle auch zu Hause eingenommenen Medikamente
- Wem vom Reisen schlecht wird, der sollte ein Mittel gegen Reisekrankheit einpacken
- Fiebersenkende/schmerzlindernde Mittel
- Mittel gegen Verstopfung
- Mittel gegen Durchfall (Elektrolyt-Lösungen und Gerbstoffpräparate/Aktivkohle-Tabletten)
- Mittel gegen Magenprobleme
- Augentropfen gegen Bindehautentzündung
- Erkältungsmittel
- Brand- und Wundgel
- Eventuell Antibiotika, Wasserentkeimungstabletten und (beispielsweise bei bekannter Allergie) Notfall-Set
- Insektenschutzmittel sowie eine entzündungshemmende/juckreizstillende Salbe/Gel nach Mücken-Stichen
- Hinreichender Sonnenschutz (Achtung: Alte Sonnencreme kann ihre Wirksamkeit verlieren)
- Pinzette, Schere, Pflaster, Mullbinde, Elastische Binde, Desinfektionsmittel, Fieberthermometer
Wichtig: Medikamente sind oft temperatur- und teils lichtempfindlich und müssen entsprechend gelagert werden. Immer ins Handgepäck!
Links zu diesen Themen:
Einreisebestimmungen in die USA und die neuen EU-Länder
- Die USA haben in den vergangenen Jahren ihre Sicherheitsvorschriften für einreisende Ausländer deutlich verschärft. USA-Reisende sollten sich daher bereits im Vorfeld bei der amerikanischen Botschaft über aktuelle Änderungen der Bedingungen informieren. Im Internet bietet die amerikanische Botschaft unter www.usembassy.de entsprechende Informationen.
S. Nies, aktualisiert im April 2005