Draußen ist es kalt und das Auto will einfach nicht anspringen. Oft liegt das an einer schwachen Batterie. Denn vor allem an kalten Tagen liefert die Autobatterie nicht genug Strom. Allein der
ADAC rückt deshalb rund 600.000 mal im Jahr aus.
Mit einem geeigneten Starthilfekabel und einem hilfsbereiten Autofahrer kommt man aber auch selbst wieder in Fahrt. Wir haben Experten von Automobilclubs und Batterieherstellern gefragt, wie man es richtig macht:
- Beide Batterien müssen die gleiche Spannung haben (12 Volt) und von etwa gleicher Kapazität sein (Aufkleber an der Batterie, z. B. 54 Ah).
- Zwischen den beiden Fahrzeugen darf kein Karosseriekontakt bestehen.
- Eine entladene Batterie kann bereits bei Minus zehn Grad einfrieren und darf dann nicht fremdgestartet werden, sonst besteht Explosionsgefahr.
- Der Motor des Starthilfe gebenden Fahrzeuges (Stromgeber) sollte laufen, eventuell sogar mit etwas erhöhter Drehzahl.
- Die Kabel dürfen sich nicht in drehenden Teilen, wie Lichtmaschine, Keilriemen oder Kühlerventilator verfangen.
- Alle Stromverbraucher, wie Licht, Radio und Heizheckscheibenheizung im Pannenfahrzeug sollten ausgeschaltet sein.
- Das rote Kabel an den Pluspol (+) der entladenen Batterie anklemmen (immer von der leeren zur vollen Batterie gehen).
- Das andere Ende des roten Kabels an den Pluspol der stromgebenden Batterie anschließen.
- Die schwarze Kabelklemme an den Minuspol (-) der stromspendenden Batterie anbringen.
- Das andere Ende des schwarzen Kabels an Karosseriemasse oder Motor (beispielsweise an den Motorblock selbst oder ein stabiles Metallteil im Motorraum) und nicht an den Minuspol der entladenen Batterie anklemmen. Das ist wichtig, weil sich hier explosive Gase (Knallgas) durch Funkenschlag entzünden könnten.
- Den Motor des Stromgebers starten.
- Motor des Pannenfahrzeugs starten. Eventuell erfolglose Startversuche schnell unterbrechen. Kurze Zeit warten und nochmals versuchen. Eventuell Kontakte der Kabelzangen überprüfen.
- Nach erfolgreichem Start sollten die großen Stromverbraucher, wie die heizbare Heckscheibe oder die Scheinwerfer eingeschaltet werden. So lassen sich Spannungsspitzen in der Bordelektrik vermeiden.
- Kabel in umgekehrter Reihenfolge abklemmen.
- Möglichst eine längere Stecke fahren, da sich der Akku so am besten füllt. Zusätzlich sollte man die Batterie nachträglich mit einem Ladegerät aufladen. Bei tiefentladenen oder älteren Batterien und bei sehr kalten Temperaturen kann es vorkommen, dass Fahren alleine zum Laden nicht ausreicht.
E.Blumenfeld, J. Ollenik, aktualisiert Dezember 2011
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