Im Herbst und Winter sind viele Autofahrer auf dem Weg zur oder von der Arbeit oft in der Dämmerung oder sogar in der Dunkelheit unterwegs.
Was Viele nicht wissen: Die Augen erreichen im Dunklen nur 10 - 20% der Sehschärfe, die sie bei Tageslicht entwickeln. Sichtmindernd kommen häufig noch Regen oder Schneegestöber hinzu oder nasse Fahrbahnen, die das Licht reflektieren.
Umso wichtiger ist es, selbst gut sichtbar unterwegs zu sein!
Häufiger auch tagsüber mit Licht fahren
Viele Autofahrer gefährden sich und Andere dadurch, dass sie bei Dämmerung ohne Licht fahren. Dadurch werden sie häufig nicht oder zu spät gesehen. In immer mehr europäischen Ländern ist es aus Sicherheitsgründen deshalb schon jetzt Pflicht, tagsüber immer mit Licht zu fahren. In Deutschland besteht keine Lichtpflicht, trotzdem sind Sie auf der sicheren Seite, wenn Sie bei grauem, trüben Wetter tagsüber mit eingeschaltetem Licht fahren.
Scheinwerfer regelmäßig reinigen
Das herbstliche Schmuddelwetter gefährdet die Sicht: Regen, Schnee, Dreck und Salz werden von der Fahrbahn hochgespritzt und verschmutzen die Scheinwerfer. Der Leuchtkraftverlust eines Scheinwerfers kann bis zu 75% betragen. Bereits nach einer halben Stunde Autofahrt auf verschmutzten Fahrbahnen sind die Scheinwerfer zu rund 60% verdreckt, während der Grad der Verschmutzung bei trockenem Wetter lediglich rund 15% beträgt. Immer mehr Neufahrzeuge sind inzwischen mit einer automatischen Scheinwerfer-Reinigungsanlage (SRA) ausgestattet. Sofern Ihr Fahrzeug noch nicht über diese Ausstattung verfügt, sollten Sie die Scheinwerfer, aber auch die Brems- und Rückleuchten regelmäßig feucht reinigen.
Gefahr auch durch Feuchtigkeit
Sind die Gummidichtungen porös, oder die Klebenähte zwischen Scheinwerferglas und Gehäuse schadhaft, kann Wasser in das Innere des Scheinwerfers eindringen und die Leuchtkraft beeinträchtigen. Außerdem können die Reflektoren, die hinter den Birnen sind, beschädigt werden.
Kostenloser Licht-Test der KFZ-Werkstätten
Besonders in der dunklen Jahreszeit sind die Scheinwerfer einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt. Aber etwa ein Drittel aller Fahrzeuge weisen jedes Jahr Mängel bei der Beleuchtung auf. Wer hinter dem Steuer sitzt, kann oft nicht sehen, ob die eigenen Scheinwerfer einwandfrei funktionieren. Jedes Jahr im Oktober führen die KFZ-Werkstätten den kostenlosen Licht-Test durch. Kaputte oder schwache Glühbirnen können bei dieser Gelegenheit ersetzt werden. Außerdem wird die Scheinwerfereinstellung überprüft und korrigiert. Das ist wichtig, denn zu hoch eingestellte Scheinwerfer können den Gegenverkehr blenden, während die eigene Sicht durch zu tief stehende Scheinwerfer ungenügend ist. Ist die Beleuchtung in Ordnung, erhält das geprüfte Fahrzeug eine Licht-Test-Plakette. Das hat auch den Vorteil, dass Autos mit der Plakette an der Frontscheibe oftmals schneller durch eine Verkehrskontrolle kommen.
Eva Blumenfeld, aktualisiert, September 2010
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