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R+V-Ratgeber Fahrzeug + Verkehr (Quelle: Thinkstock)

Fahrzeug + Verkehr

Sicher unterwegs

Sicherheit für tierische Beifahrer

Abbildung: Hund im Auto

Bei einem Aufprall treten ungeheure Kräfte auf. Damit Mimi und Fiffi nicht zu tödlichen Geschossen werden, sollten sie und alle ihre Artgenossen im Auto gesichert werden.
Für Menschen ist es längst zur Selbstverständlichkeit geworden: Das Anschnallen im Auto. Doch auch tierische Beifahrer sollten nicht ungesichert mitreisen. Wenn es zu einem Unfall kommt, riskiert man sonst das Leben von Mensch und Tier. Crash-Tests haben gezeigt, dass ungesicherte Tiere nicht nur selbst extrem verletzungsgefährdet sind, sondern auch eine große Gefahr für alle anderen Insassen des Autos darstellen. Prallt ein Fahrzeug bei einer Geschwindigkeit von nur 50 km/h auf ein starres Hindernis, führen die auf die mitreisenden Tiere wirkenden Kräfte dazu, dass das Tier mit dem Dreißigfachen seines normalen Körpergewichts durch das Fahrzeug geschleudert wird.

Grobe Fahrlässigkeit

Der Fahrer muss sicherstellen, dass ihn das Tier beim Fahren nicht behindert. Entsteht ein Unfall aufgrund unkontrollierten Verhaltens des Haustieres, bleibt kann der Autofahrer auf den Kosten für den eigenen Unfallschaden sitzen bleiben: Das Oberlandesgericht Nürnberg wies in einem entsprechenden Fall (OLG Nürnberg, Aktenzeichen. 8 U 28819/96) die Klage eines Unternehmers gegen seine Vollkaskoversicherung als unbegründet ab. Das Gericht befand, dass er einfachste Vorsichtsmaßnahmen unterlassen und somit grob fahrlässig gehandelt hatte. Kunden der R+V-Versicherung müssen dies allerdings nicht befürchten, da grobe Fahrlässigkeit in diesem Zusammenhang aus der Kaskoversicherung ausgeschlossen ist.

Geeignete Maßnahmen zur Sicherung Ihrer Haustiere während der Fahrt:

  • Schutzdecken oder Schutznetze
    Sie trennen den Fahrraum vom Aufenthaltsbereich des Tieres. Achten Sie dabei auf gute Qualität und sichere Verankerung im Fahrzeug. Ein Hinweis auf die Qualität gibt das Prüfsiegel geprüfte Sicherheit (GS). Jedoch gerade bei stärker Kollisionen können sich diese als nicht ausreichend erwiesen.


  • Spezielle Tiergurte
    Der Gurt ist für Hunde eine mögliche Alternative. Lassen Sie Ihren Vierbeiner jedoch nur auf der Rückbank mitfahren. An die ungewohnte Bewegungseinschränkung gewöhnt sich das Tier schnell.


  • Transportboxen
    Am besten für einen wirksamen Schutz von Mensch und Tier sind spezielle Tier-Transportboxen geeignet. Diese bestehen aus Kunststoff und sind in verschiedenen Größen erhältlich. Die Größe der Box sollte so gewählt sein, dass das Tier darin bequem stehen und sich drehen kann.

    Wichtig ist, dass die Transportboxen möglichst quer zur Fahrtrichtung ins Auto gestellt und gut gesichert werden. Durch die Querposition wird der Stoß auf das Tier bei einem eventuellen Aufprall gleichmäßiger verteilt. Im Laderaum eines Kombis sollte die Boxen direkt hinter dem Rücksitz untergebracht und fixiert werden. Kleiner Boxen sind auch im Fußraum des Fahrzeugs aufgehoben. Wenn nur auf der Rückbank Platz ist, dann sollte man die Box dort ebenfalls quer stehend abstellen und so gut wie möglich gegen Rutschen absichern.

    Wenn man sein Tier allmählich an die Transportbox gewöhnt, sodass es diese akzeptiert und sich gern darin aufhält, können Autofahrten mit tierischen Begleitern nicht nur entspannt, sondern auch sicher sein.
Lena Stenz, Eva Blumenfeld, aktualisiert Mai 2010
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