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Navigationsgeräte - worauf Sie beim Kauf achten sollten

Abbildung: Navigationsgerät

Wer mit dem Auto unterwegs ist, nutzt mehr und mehr die Flexibilität eines mobilen Navigationsgeräts, statt auf Internetroutenplaner oder gar den altbewährten Straßenatlas zurück zu greifen. Fallende Preise und einfache Bedienung der Geräte verstärken diesen Trend.


Mobile Navigationsgeräte berechnen ihre Route per GPS(Global Position System). Dieses bestimmt die Position anhand von Satelliten. Durch Bewegung wird ihre Position neu berechnet und somit auch die Dauer, bis sie das Ziel erreichen. Dabei sollte man beachten, dass der Empfang der Daten, anders als beim Straßenatlas, auch vom Wetter abhängig ist und bei bedecktem Himmel z. B. etwas auf sich warten lassen kann.

Laut Bitkom Link zu Bitkom: www.bitkom.org, dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., hatten Mitte 2009 rund ein Viertel (26%) aller Haushalte in Deutschland ein Navigationsgerät. 91% der Nutzer gaben an, dadurch schneller ans Ziel zu kommen.

Wie finde ich das richtige Gerät für mich?

Da die technische Entwicklung dieser Geräte rasch voranschreitet und es sowohl preisliche als auch funktionale Unterschiede gibt, sollte man sich im Vorfeld Gedanken über die persönlichen Anforderungen machen.

Ist man beispielsweise selten auf unbekannten Strecken unterwegs, genügen womöglich die Funktionen eines Einsteigermodells. Für Berufsfahrer hingegen könnten Zusatzfunktionen von Interesse sein. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir ein paar der wichtigsten Kriterien einmal zusammengefasst:
  • Verwendung im Fahrzeug
    Das portable Navigationsgerät wird über einen Saugnapf und eine Halterung an der Frontscheibe befestigt. So ist das Gerät in verschiedenen Fahrzeugen zu verwenden. Hier sollten sie darauf achten, dass die Sicht nach vorn nicht beeinträchtigt wird. Die Stromversorgung des Navigationsgeräts erfolgt über den Zigarettenanzünder im Auto. Ein Stecker zum Aufladen liegt dem Gerät bei.


  • Kartenmaterial und Aktualisierung
    Bereits im Vorfeld sollte man sich Gedanken über die Breite des benötigten Kartenmaterials machen. Benötigt man nur deutschlandweite Routen oder steht die nächste Auslandsreise mit dem Auto vor der Tür?
    Damit man zügig ankommt, sollte das Kartenmaterial möglichst auf dem neuesten Stand sein. Etwa 15% des Straßennetzes ändert sich jedes Jahr. Eventuelle Verkehrsänderungen können so in der Routenplanung eingerechnet werden. Das Zeitfenster einer Aktualisierung beträgt in der Regel zwei Jahre. Zu klären wäre, ob man die Aktualisierung über den PC zu Hause durchführen kann und wie teuer diese ist. Im Zweifelsfall sollten sie nach zwei Jahren prüfen, ob sich der Kauf eines neuen Modells nicht eher lohnt, als die Aktualisierung ihres alten Navigationsgeräts.


  • Touchscreen versus Spracheingabe
    Die meisten Navigationsgeräte verfügen über Touchscreen. Somit kann das Gerät direkt per Fingerzeig gesteuert werden. Die Eingabe des Ziels erfolgt über eine Art Tastatur auf dem Bildschirm. Es gibt jedoch auch Premiumgeräte, die sich ganz einfach über Sprachsteuerung bedienen lassen. Man gibt seine Befehle mündlich. Bei klarer Aussprache ist es kein Problem für das Gerät die gewünschte Route zu berechnen.


  • Fahrspur- und der Geschwindigkeitsassistent
    Die optische Zielführung, wie Richtungspfeile oder farbig eingezeichnete Routen, sollten auch bei Sonne noch auf dem Bildschirm erkennbar sein. Bei der akustischen Zielführung, ist die Verständlichkeit der Ansagen wichtig. Klare Aussagen und eine Lautstärkenregulierung sind hier von Bedeutung.


  • Stauwarner TMC
    Ein spezieller Dienst für Autofahrer ist der Stauwarner TMC (Traffic Message Channel). Hier werden digitale Verkehrsdaten ausgewertet und alternative Strecken berechnet. Dieser Service ist vor allem für Nutzer sinnvoll, die viel auf Autobahnen unterwegs sind. Empfangen werden die Verkehrsmeldungen über ein UKW Signal des TMC-fähigen Radios.


  • Zusatzfunktionen
    Premiumgeräte haben mittlerweile Zusatzfunktionen, mit denen man auch MP3s abspielen kann oder mobiles Internet empfängt. Außerdem wird das Angebot navigationsfähiger Handys immer größer, denn gerade wenn man zu Fuß in der Stadt unterwegs ist und nicht das portable Navi in der Tasche hat ist ein Handy mit Navigationsfunktion sehr praktisch. Hier unterscheidet man zwischen Onboard-Navigation und Offboard-Navigation. Im Falle der Onboard-Navigation ist die benötigte Software bereits auf dem Handy vorhanden. Die Offboard-Navigation benötigt eine Software, welche Straßenkarten und Informationen zur Navigation zur Verfügung stellt. Mobile Navigation und gleichzeitige Erreichbarkeit sind dadurch möglich. Eine Freisprecheinrichtung eröffnet ihnen die Möglichkeit das Handy auch im Auto zu nutzen. Durch den hohen Verbrauch sollten sie aber die Akkulaufzeit nicht aus den Augen lassen.

Mögliche Gefahren von mobilen Navigationsgeräten

Einerseits sind mobile Navigationsgeräte hilfreich in der Wegfindung, andererseits besteht aber immer die Gefahr, dass man sich ablenken lässt. Wer sich während der Fahrt mit seinem Navigationsgerät beschäftigt, muss sich im Klaren darüber sein, dass man grob fahrlässig handelt, wie ein aktuelles Urteil des Potsdamer Landgerichts feststellt. Wie das Handelsblatt Link zu Handelsblatt: www.handelsblatt.com berichtete, macht man sich voll schuldfähig, wenn durch Bedienen des Navigationsgeräts der Verkehr aus den Augen verloren wird und ein Unfall die Folge ist. Man sollte demnach alle Einstellungen vor Fahrtantritt tätigen und sich während der Fahrt nicht von den Ansagen bzw. der Anzeige ablenken lassen.

Zusätzliche Informationen zum Kauf eines Gerätes

Der Internetauftritt von Connect Link zu Connect: www.connect.de gibt eine zusätzliche Übersicht, auf was man beim Kauf eines Navis achten sollte, um seinen individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.

C. Frei, Februar 2010
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