Podcast: Internet im Ausland - Möglichkeiten und Tipps
Smartphone oder Tablet-PC - das Internet ist aus unserem Leben kaum noch weg zu denken. Viele Menschen verbringen große Teile des Tages im World Wide Web. Und auch wenn der Urlaub in der Regel ein Ort der Entspannung und des Abschaltens sein soll, können und wollen die meisten auch dann nicht auf die Vorzüge des Internets verzichten.
Es gibt viele Möglichkeiten, aus dem Ausland ins Internet zu gelangen. Wir stellen sie Ihnen mit ihren Vor- und Nachteilen vor.
Hören Sie dazu unseren Podcast:
Alle Informationen zum Nachlesen, sowie hilfreiche Links finden Sie hier:
Internetcafe
Die einfachste Art, auch im Ausland nicht auf das Internet verzichten zu müssen, ist das Internetcafe. Hier können Sie befristet für meist kleines Geld eine Internetverbindung nutzen. Diese Variante bietet sich besonders für geringen Bedarf an, da sie mit sehr wenig Aufwand verbunden ist. Nachteile sind die meist potenziell unsichere Nutzung fremder Computer, auf denen niemals Passwörter gespeichert oder sensible Daten - etwa vom Onlinebanking - eingegeben werden sollten. Außerdem sind Internetcafes nicht überall verfügbar: Ist man in einem Land, in dem die private Abdeckung mit Internet hoch ist, wie beispielsweise in Frankreich, kann es sehr schwer sein, in kleineren Orten überhaupt ein Internetcafe zu finden.
UMTS-Sticks, Tablet-PC und Smartphones
So wie auch in Deutschland mobile UMTS-Sticks, Tablet-PC oder Smartphones den Internetempfang fast überall ermöglichen, sind diese Möglichkeiten im europäischen Ausland mittlerweile auch nahezu überall gegeben. Die Verbindung erfolgt dann über einen lokalen Netzanbieter. Hier ist aber äußerste Vorsicht geboten. Das sogenannte Roaming, also die Nutzung eines ausländischen Anbieters mit Abrechnung über den deutschen Provider, kann schnell zur Kostenfalle werden. Hier sollten Sie vor Urlaubsantritt unbedingt klären, welche Kosten maximal auf Sie zukommen können. In vielen Ländern bieten lokale Anbieter Prepaid-Karten an, mit denen man in Verbindung mit einem speziellen Tarif ins Internet gehen kann. Diese können eine günstigere Alternative darstellen und bieten sich besonders bei häufigen Urlauben im selben Land an, beispielsweise von Orange in Frankreich und Spanien, oder Vodafone in Irland und Großbritannien. Außerdem bieten die deutschen Anbieter oft auch Tagesflatrates oder ähnliche Sparpakete an. Diese variieren jedoch stark von Anbieter zu Anbieter und sind daher nicht gut zusammenzufassen.
Datenroaming
Das sogenannte Roaming, ist die Nutzung eines ausländischen Anbieters mit Abrechnung über den deutschen Provider. Dies ist die bequemste Art mit der eigenen SIM-Card im Smartphone, Tablet-PC oder via UMTS-Stick im Ausland zu surfen. Die Verbindung erfolgt dann über einen lokalen Netzanbieter. Hier ist aber äußerste Vorsicht geboten, denn hier droht die Kostenfalle: Wenn Sie Ihren deutschen Internetdienst im Ausland über ein örtliches Netz nutzen, erleben Sie nach der Rückkehr nach Deutschland oft Ihr blaues Wunder. In Verbindung mit den Roaminggebühren können erhebliche Kosten auflaufen. Glücklicherweise hat die EU der Roaming-Abzocke Grenzen gesetzt: Ab Juli sollen innerhalb Europas Preislimits gelten. Beim Daten-Roaming dürfen nicht mehr als 70 Cent pro Megabyte kassiert werden. Laut EU-Kommission liegen die Durchschnittskosten für ein Megabyte bisher bei mehr als zwei Euro - und in Extremfällen bei bis zu zwölf Euro. Auch die Preise für Auslandstelefonate und das Versenden von SMS sollen limitiert werden. Bis 2014 sollen weitere Kürzungen folgen.
Außerdem soll der Markt geöffnet werden und die Kunden die Möglichkeit erhalten, auf billige Auslandsanbieter umzusteigen ohne die Sim-Karte oder ihre Nummer zu wechseln. Und weitere Reformen sollen folgen: Ab 2014 können Kunden, wenn sie im Ausland sind, unabhängig von ihrem Handy-Vertrag kostenlos zwischen den verschiedenen Roaming-Tarifen wählen. Sie müssen nicht bei ihrem ursprünglichen Anbieter bleiben. Zudem müssen sie über diese Möglichkeit informiert werden.
Einige deutsche Provider bieten jetzt schon so genannte "Datenroaming Limits" an. Damit kann eine Obergrenze eingestellt und der Verbrauch und damit die Kosten begrenzt werden. Hier sollten Sie vor Urlaubsantritt unbedingt klären, welche Kosten maximal auf Sie zukommen können.
Möglicherweise ist der Kauf einer Prepaidlösung des Gastlandes die günstigere Alternative.
Prepaid-Karte eines ausländischen Anbieters
In vielen Ländern bieten lokale Anbieter Prepaid-Karten an, mit denen man in Verbindung mit einem speziellen Tarif ins Internet gehen kann. Diese können eine günstigere Alternative darstellen und bieten sich besonders bei häufigen Urlauben im selben Land an, beispielsweise von Orange in Frankreich und Spanien, oder Vodafone in Irland und Großbritannien. Außerdem bieten die deutschen Anbieter oft auch Tagesflatrates oder ähnliche Sparpakete an. Diese variieren jedoch stark von Anbieter zu Anbieter und sind daher nicht gut zusammenzufassen.
Europaweite Prepaid-Karte
Eine relativ junge Variante ist die europaweit gültige Prepaid-Karte. Etwa von Anbieter prepaid-global.de gibt es eine sogenannte "Europa Prepaid Daten Sim Karte", die in sieben Ländern (Italien, Großbritannien, Irland, Österreich, Dänemark, Schweden und sogar Hongkong) funktioniert. Hier steht eine bestimmte Datenmenge zum Herunterladen zur Verfügung, die im Preis der Karte enthalten ist oder man bezahlt eine günstige Pauschale für eine bestimmte Datenmenge. Der Vorteil ist, dass man sich nicht der Roaming-Kostenfalle aussetzt und alle eventuell auftretenden Außenstände im Voraus berechnen und bezahlen kann.
WLAN-Hotspots
Eine weitere Option sind sogenannte WLAN-Hotspots an Bahnhöfen, Flughäfen, Fremdenverkehrsämtern, Hotels, Bars oder ähnlichem. In einigen Fällen sind diese im jeweiligen Service mit inbegriffen, aber in der Regel müssen Sie per Kreditkarte oder Hotelrechnung einzeln für das Internet bezahlen. Oft gibt es hier 24-Stundenpakete. Wie der Service via Internetcafe bietet sich diese Variante speziell für den geringen Gebrauch an. Wer den ganzen Urlaub über online sein will, fährt mit UMTS-Netzen oder lokalen Festnetz-Anbietern meist wesentlich kostengünstiger.
Allerdings steigt die Anzahl der kostenlosen WLAN-Hotspots. So bieten inzwischen immer mehr Cafes für ihre Kunden kostenlosen WLAN-Internetzugang an. Ein lohnendes Geschäft für viele Gastwirte, da die Cafes durch diesen Service auch außerhalb der Stoßzeiten gut besucht werden. Inzwischen gibt es schon Listen mit kostenlosen Hotspots weltweit.
DSL via Satellit
Da das UMTS-Netz in keinem Land die gesamte Fläche abdeckt und nicht überall genutzt werden kann, müssen sich Urlauber in solchen Regionen anders helfen. Gibt es weder Festnetz-Internet des
Urlaubslandes noch ein UMTS-Netz so hilft nur DSL via Satellit. Dieses System ist flächendeckend verfügbar und kann mithilfe einer Satellitenschüssel und einem Computer mit entsprechender Software genutzt werden. Speziell für Camper mit Wohnmobilen in relativ unbewohnten Gegenden ist diese Lösung eine attraktive Option. Allerdings können lediglich Informationen heruntergeladen werden der Uplink (der Rückkanal, mit dem Sie selbst Daten ins Internet laden können) muss oft über das Handy oder den Surfstick laufen und ist damit möglicherweise relativ teuer.
Hier finden Sie sowohl eine Prepaid-Karte für mehrere europäische Länder gemeinsam als auch Einzelkarten für alle europ. Länder sowie Ägypten, China, Südafrika, Thailand, Türkei, USA
Eine Liste großer europäischer Mobilfunkanbieter, die nicht nur im Heimatland sondern auch im Ausland Mobilfunk-Dienste anbieten. Eine Recherche auf der jeweiligen Webseite kann helfen, im Ausland bei der Internetverbindung Geld zu sparen: