Welche Aufgaben bringt der Beruf Kauffrau/-mann für Marketingkommunikation mit sich?
Kaufleute für Marketingkommunikation entwickeln und steuern
Werbemaßnahmen und andere kommunikative Maßnahmen und lösen in ihrer Bezeichnung den alten Beruf der Werbekauffrau/des Werbekaufmanns ab.
Klassische Bereiche wie Print- und digitale Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring und Events bleiben als Hauptarbeitsgebiete jedoch erhalten. Je nach Arbeitsbereich und Arbeitsgeber begleiten Kaufleute für Marketingkommunikation ihre Kunden von der Ideenentwicklung der Maßnahme bis zur Umsetzung und Abrechnung.
Wer sind die Arbeitgeber?
Kauffrauen/-männer für Marketingkommunikation werden hauptsächlich in eigenständigen Marketing-, PR- oder Werbeagenturen eingesetzt, die unabhängig für verschiedene Kunden und Unternehmen tätig werden. In größeren Unternehmen können zudem eigene Öffentlichkeitsabteilungen ein Betätigungsfeld darstellen. Es ist auch eine Beschäftigung bei Werbefachverbänden oder gemeinnützigen Organisationen möglich.
Welche Verdienst- und Aufstiegschancen haben Kaufleute für Marketingkommunikation?
Das Einkommen ist wesentlich von der Anstellung und den jeweiligen Anforderungen abhängig. Ebenso spielen regionale und branchenabhängige Unterschiede eine Rolle. Neben einem Grundgehalt von etwa 2.300 bis 2.500
EUR brutto im Monat werden teilweise Zulagen wie ein 13. Monatsgehalt, vermögenswirksame Leistungen und Urlaubsgeld gewährt.
Kauffrauen/-männer für Marketingkommunikation haben eine
Fülle von Spezialisierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. So können verschiedene Bereiche wie die herkömmliche Printwerbung, Eventmanagement oder Kalkulation als Schwerpunkt herausgegriffen und weiter entwickelt werden.
Die Anschlussausbildung zur/zum Fachfrau/-mann und Fachwirtin/-wirt für Marketingkommunikation und abschließend zur/zum Betriebswirtin/-wirt für Marketingkommunikation kann ebenso absolviert werden.
Bei entsprechender Zugangsvoraussetzung kann ein Marketingstudium an einer der zahlreichen Hochschulen aufgenommen und der Bachelorabschluss gemacht werden. Auch der Weg in die Selbstständigkeit zur Gründung einer eigenen Agentur oder der Tätigkeit als Berater für Marketingkommunikation steht offen.
Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?
Es wird zumeist gefordert
- Hochschulreife (Abitur), Fachhochschulreife, minimal Realschulabschluss
- Organisationstalent
- gute Fremdsprachenkenntnisse, besonders Englisch
- Kreativität und Interesse an Werbung und Marketing
- kundenorientiertes Verhalten
- Teamfähigkeit
Ein Praktikum kann für eine Ausbildung zur/zum
Kauffrau/-mann für Marketingkommunikation von Vorteil sein.
Wie sieht die Ausbildung von Kaufleuten für Marketingkommunikation aus?
Die Ausbildung zur/zum Kauffrau/-mann für Marketingkommunikation dauert in der Regel drei Jahre - kann jedoch bei guten Leistungen und Eignung auf Antrag verkürzt werden - und findet im dualen Ausbildungssystem im Betrieb als auch in der Berufsschule statt.
Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr erlernen die Auszubildenden den Umgang mit verschiedenen Kommunikationsmitteln, verschiedene Marketingstrategien sowie die kaufmännische Steuerung und Kontrolle der einzelnen Maßnahmen. In der praktischen Ausbildung werden Märkte analysiert und bewertet, erste eigene Konzepte entwickelt und präsentiert sowie rechtliche Grundlagen erlernt. Das dritte Ausbildungsjahr dient der Vertiefung des Erlernten aus den vorangegangenen Jahren.
Die Ausbildung enthält eine Zwischenprüfung nach dem 2. Ausbildungsjahr und wird mit einer Abschlussprüfung bestehend aus drei schriftlichen sowie einer mündlichen Prüfung nach dem 3. Ausbildungsjahr abgeschlossen.
Wer sind die Ansprechpartner?
Die ersten allgemeinen Ansprechpartner für den Beruf
Kauffrau/-mann für Marketingkommunikation sind das Berufsinformationszentrum, die ortsansässige Agentur für Arbeit, aber auch die örtliche Industrie- und Handelskammer. Unter
www.planet-beruf.de Link zu: Bundesagentur für Arbeit, www.planet-beruf.de informiert die Agentur für Arbeit eingehend über die jeweiligen Ausbildungsberufe und deren Aufgabenbereiche.
Ausbildungsplätze werden auch überregional über Stellenanzeigen in der Tagespresse oder auf den Internetplattformen größerer Unternehmen, Agenturen und Marketingbüros angeboten.
D. Konrad, Dezember 2011
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