Die Klimaveränderung zeigt sich durch immer unberechenbareres Wetter. Kamen früher orkanartige Stürme in unseren Breitengraden nur alle paar Jahre vor, so häufen sich Unwetter mit verheerenden Folgen, wie man sie bislang nur von Tornados und Zyklonen in der Karibik oder Asien kannte. Windböen mit Geschwindigkeiten von über 120 Stundenkilometern können verheerende Schäden anrichten.
Sturmschäden sind erst ab Windstärke acht abgesichert
Ab einer Geschwindigkeit von 62 Stundenkilometern wird die Windstärke acht erreicht. Das bedeutet nach der Beaufort-Skala Link zu wikipedia.de stürmischer Wind, der bereits Zweige von den Bäumen abreißt.
Haben die Wetterämter für die betroffene Region mindestens Windstärke acht gemessen, kann unter bestimmten Voraussetzungen von einem Sturmschaden gesprochen werden.
Welche Versicherung ist für welche Schäden zuständig?
Es gibt keine Versicherung, die alleine für alle wetterbedingten Schäden aufkommt. Die Schadenregulierung hängt von Ursache und Art des Schadens ab, das heißt, es sind möglicherweise unterschiedliche Versicherungen zuständig:
Die Wohngebäudeversicherung
Versichert ist das Gebäude und alle mit dem Gebäude fest verbundenen Teile (zum Beispiel Dach, Schornstein, Fenster usw.).
Die Hausratversicherung
Diese beinhaltet alle Gegenstände in der Wohnung, die nicht fester Bestandteil des Hauses sind (beispielsweise Möbel, Kleidung und Geschirr).
Ein Beispiel: Ein Sturm reißt einen Ast vom Baum, welcher das Auto vor dem Haus beschädigt. Gleichzeitig werden etliche Dachziegel heruntergerissen und beschädigen die Garage des Nachbarn. Durch den starken Regen, der durch das Loch im Dach dringt, werden die Möbel in der Dachwohnung des Hauses durchnässt und damit unbrauchbar. Ebenfalls durch den starken Regen schwillt der nahegelegene Bach dermaßen an, dass der Keller vollläuft.
Für das beschädigte Auto kommt die Kaskoversicherung auf.
Das eigene beschädigte Dach wird von der Gebäudeversicherung übernommen.
Den Schaden an der Nachbargarage deckt die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung.
Für die Möbel in der Dachwohnung ist die Hausratversicherung zuständig.
Der Schaden im Keller ist ein Überschwemmungsschaden und wird nur dann von der Hausrat- oder Gebäudeversicherung übernommen, wenn Elementarschäden mitversichert wurden.
Um alle wetterbedingten Risiken abzusichern, ist eine Kombination aus mehreren Policen sinnvoll. Vor allem für Hauseigentümer ist eine Wohngebäudeversicherung sehr wichtig.
Was passiert bei welcher Windstärke?
Die abgebildete Animation zeigt sehr anschaulich, wie sich die einzelnen Windstärken auswirken.
Im linken Bilddrittel sind vier rote Dreicke abgebildet:
Durch Anklicken der oberen Dreiecke können Sie die Windstärke herauf- oder heruntersetzen.
Bewegen Sie den Cursor auf das Feld "...im Binnenland", werden die jeweiligen Auswirkungen beschrieben.
Bewegen Sie den Cursor auf das Feld "...auf der See", werden entsprechende Fotos gezeigt.