Bevor Sie mit der Bauplatzsuche beginnen, sollten Sie sich unbedingt mit dem örtlichen Bebauungsplan vertraut machen. Denn: Der Bebauungsplan legt fest, welches Haus wie gebaut werden darf. Es ist also schon vor der Bauplatzsuche wichtig, festzulegen, wie die Abmessungen des Hauses, die Geschosszahl, Dachform,
etc. sein sollen. Informieren Sie sich deshalb unbedingt bei der Gemeinde, in der Sie bauen wollen, über die entsprechen Baubestimmungen und den Bebauungsplan.
Daran sollten Sie bei der Bauplatzsuche denken:
- Welche Bebauungsrestriktionen gemäß Baubestimmungen und Bebauungsplan sind vorhanden?
- Entspricht das gewünscht Haus dem Bebauungsplan?
- Kann mit der Grundstücksgröße und dem Grundstückszuschnitt der Bebauungsplan erfüllt werden?
- Ist das Grundstück bereits erschlossen? Wenn nein, welche zusätzlichen Kosten sind zu erwarten?
- Handelt es sich tatsächlich um eine unverbaubare Lage?
- Wie ist die Bodenbeschaffenheit?
Tipp: Fordern Sie vor dem Grundstückskauf ein Bodengutachten an, wenn Sie nicht ganz sicher sind, wie der Boden auf dem Bauplatz beschaffen ist. Ein hoher Grundwasserspiegel oder felsiger Untergrund können die Baukosten unplanmäßig erhöhen.
Berücksichtigen Sie auch äußere Einwirkungen und die Infrastruktur
Die Lärmbelästigung durch Straßenverkehr, Eisenbahn, Flugzeuge, Gewerbebetriebe usw. ist am Wochenende deutlich geringer. Schauen Sie sich deshalb die Grundstücke nicht nur am Wochenende an. Machen Sie sich ein realistisches Bild an einem Werktag. Außer Lärm können auch Industrie-Emissionen die Wohnqualität deutlich verschlechtern. Sprechen Sie auch mit den zukünftigen Nachbarn über deren Erfahrungen.
Eine gute Infrastruktur trägt zur Verbesserung der Wohnqualität bei. Die Infrastruktur umfasst die vorhandene Verkehrsanbindung durch Straßen und öffentliche Verkehrsmittel, aber auch die Verfügbarkeit von Kindergärten, Schulen, Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten, bis hin zu kulturellen und Freizeitangeboten.
Ebenfalls wichtig sind Informationen, welche langfristige Entwicklung des Baugebiets der Bebauungsplan vorsieht bzw. zulässt. Zum Beispiel, ob in der Nähe des Grundstücks ein Neubau oder die Verlegung von Straßen geplant sind, die Wohnqualität und Wert des bebauten Grundstücks erheblich mindern könnten. Auskunft über Planungen in dieser Richtung erteilt die zuständige Bauaufsichtsbehörde.
Eva Blumenfeld, aktualisiert März 2011
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