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Stromsparen im Haushalt

Abbildung: Led-Lampe
Die Lebensdauer einer Energiesparlampe beträgt rund 10.000 bis 15.000 Stunden.
Die Katastrophen in Tschernobyl und Japan zwingen uns zum Umdenken. Wir können auch ohne Kernkraft leben, wenn wir unseren Energieverbrauch einschränken. Auch wenn man zur Miete wohnt und nicht umweltgerecht und damit kostenbewusst umbauen kann, gibt es viele Möglichkeiten Energie und damit Kosten zu sparen. Wir sagen Ihnen, wie.

An der Beleuchtung sparen, ohne im Dunkeln zu sitzen

Die energiefressenden Glühbirnen werden nach und nach aus dem Verkehr gezogen. Folgende Alternativen gibt es:

Energiesparlampen

Je mehr die Energiekosten steigen, desto beliebter wird der Einsatz von Energiesparlampen. Diese wurden in den letzten Jahren nicht nur deutlich verbessert, sondern durch die steigenden Produktionszahlen auch sehr viel billiger. Ein großes Plus ist der Energieverbrauch: Eine Energiesparlampe verbraucht rund 80% weniger Energie als eine herkömmliche Glühbirne. Um die Helligkeit einer 75-Watt-Birne zu erreichen, reicht eine Energiesparlampe von 15 Watt. Bei mehreren Lampen, die in der Wohnung verteilt sind, kann so im Laufe des Jahres eine deutliche Reduzierung der Stromkosten erreicht werden.

Der etwas höhere Anschaffungspreis wird durch die längere Lebensdauer mehr als ausgeglichen: Während eine herkömmliche Glühbirne eine durchschnittliche Brenndauer von etwa 1.000 Stunden aufweist, beträgt die Lebensdauer einer Energiesparlampe rund 10.000 bis 15.000 Stunden.

Allerdings sollte man auch die Nachteile der Energiesparlampen nicht verschweigen: Sie enthalten hochgiftiges Quecksilber und müssen als Sondermüll entsorgt werden. Außerdem entspricht das Lichtspektrum nicht dem natürlichen Licht (Tageslicht). Dies kann bei empfindlichen Personen aufgrund des erhöhten Blauanteils zu hormonellen und vegetativen Störungen führen. Hinzu kommt eine starke elektromagnetische Strahlung.

Energieeffiziente Halogenlampen

Halogenlampen sind mit 25 - 50% Stromersparnis zwar nicht so zwar nicht so günstig wie Energiesparlampen, dafür sind sie umweltfreundlicher. Halogenlampen entsprechen in ihrer Wirkung dem Tageslicht und werden besser vom Organismus vertragen als Energiesparlampen. Der Ausstoß von Treibhausgasen ist geringer und die Lampe ist so umweltfreundlich, dass sie über den Hausmüll entsorgt werden kann.

Auch die Lebensdauer ist nicht so hoch wie die von Stromsparlampen, aber immer noch 4 - 6 mal höher als die von Glühlampen.

LED-Lampen - die gesunde Alternative zu Energiesparlampen

Die LED-Lampen sind bislang noch wenig verbreitet. Aber gerade hier hat sich in den letzten Jahren sehr viel in der Entwicklung getan: Elektronik und Lichtausbeute wurden verbessert. Die LED-Lampe besteht auch nicht mehr einfach nur aus einer Ansammlung von Dioden. Die Optik gleicht inzwischen der einer Glühlampe und man kann eine LED-Lampe mit den üblichen Schraubfassungen bekommen. Weitere Vorteile: Sie verbrauchen noch weniger Strom als Energiesparlampen und haben durch die höhere Anzahl von Schaltzyklen eine höhere Lebensdauer.

Hinzu kommt, dass LED-Lampen im Gegensatz zu Energiesparlampen umweltfreundlich und gesünder sind. Sie entwickeln keinen Elektrosmog und enthalten weder Quecksilber noch andere Schadstoffe. Auch die Lichtwirkung ist gesünder für den Organismus.

Allerdings können LED-Lampen nicht gedimmt werden und sind noch relativ teuer. Der Preis wird jedoch mit zunehmender Nachfrage weiter sinken.

Weitere Möglichkeiten mit der Beleuchtung Strom zu sparen:
  • Je heller Wände und Lampenschirme sind, desto heller wirkt auch die Beleuchtung.
  • Eine Abschaltautomatik in Treppenhaus und Flur spart Strom
  • Verwenden Sie Solarlampen für die Gartenbeleuchtung

Sparsame Elektrogeräte anschaffen

Nicht nur bei der Beleuchtung gibt es Sparer und Energiefresser. Bei Elektro- und Haushaltsgeräten gibt es enorme Unterschiede im Stromverbrauch. Bei einem Fernseher können sie viel Strom sparen: Ein LCD-Gerät benötigt 1-3 Watt nur ein Bruchteil von einem Röhrenfernseher mit 15-20 Watt. Achten Sie auch auf den Verbrauch im Stand-by-Betrieb.

Wenn die Neuanschaffung eines Kühlschrankes oder einer Waschmaschine ansteht, dann sollten Sie auf jeden Fall darauf achten, dass das EU-Label auf dem Gerät eine günstige Effizienzklasse aufweist. So verursacht beispielsweise ein alter Kühlschrank im Jahr bis zu 100 Euro mehr Stromkosten, als ein neuer Kühlschrank mit der Effizienzklasse A++. Achten Sie bei der Anschaffung eines Gerätes auch darauf, dass sie HFKW-/FKW-frei sind, dies schon die Umwelt. Ein Gefrierschrank sollte Schubladen haben, beim Öffnen entweicht so weniger Kälte.
Auch bei der Neuanschaffung von Fernsehern, Computer- und HiFi-Anlagen lohnt es sich, nach dem Verbrauch zu fragen, wobei nicht nur auf den Verbrauch bei laufendem Betrieb geachtet werden sollte, sondern auch auf den Verbrauch im Stand-by-Modus.

Nutzung von Elektrogeräten

Kühlen und Einfrieren

20% des gesamten Energieverbrauchs entfallen auf das Kühlen und Gefrieren, da diese Geräte rund um die Uhr am Strom hängen. Gerade hier lässt sich Strom sparen. Die energieeffizientesten Elektrogeräte sparen nicht viel ein, wenn sie nicht sinnvoll genutzt werden. So hat zum Beispiel der Standort des Kühlschrankes Einfluss auf den Energieverbrauch. Steht der Kühlschrank etwa direkt neben Heizung oder Herd, muss er für die Kühlleistung mehr Energie aufbringen, als wenn er an einem kühleren Ort steht. Außerdem sollte man die Temperatur nicht zu niedrig einstellen denn je tiefer der Kühlschrank herunter kühlen muss, desto höher ist auch der Verbrauch. 7°C zum Kühlen und -18°C zum Gefrieren reichen völlig aus. Auch regelmäßiges Abtauen spart Strom. Wenn Sie einen Gefrierschrank haben, dann schaffen Sie sich einen Kühlschrank ohne Eisfach an, dieser braucht 20% weniger Strom als einer mit Eisfach.

Spülen und Waschen

Geschirrspülmaschinen sollten erst dann eingeschaltet werden, wenn sie wirklich voll sind. Wenn nicht gerade stark verschmutztes Geschirr in der Maschine ist, dann reicht es auch, einen niedrigeren Spülgang einzustellen.

Das Gleiche gilt für Waschmaschinen: Waschen Sie erst, wenn die Maschine voll ist und nutzen sie die Energiesparprogramme. Stellen Sie nur bei wirklich verschmutzter Wäsche eine höhere Temperatur ein, normal verschmutzte Wäsche wird auch mit 40° C sauber.

Wäschetrockner sind zwar angenehm, aber man sollte überlegen, ob sie ein unbedingtes Muss sind, oder ob es einen Ort gibt, an dem man Wäsche zum Trocknen aufhängen kann.

Ein Bügeleisen braucht viele Strom. Hier können Sie sparen, wenn Sie ein wärmereflektierendes Bügelbrett benutzen und das Bügeleisen vorher ausschalten und mit der Resthitze zu Ende bügeln.

Kochen und Backen

Die weitaus meisten Herde und Backöfen werden mit Strom betrieben. Auch können Sie viel Strom sparen. Verzichten sie auf das Vorheizen des Backofens, dies braucht unnötig viel Energie. Am besten ist hier ein Umluft-Backofen.

Verwenden Sie immer die passende Topfgröße für die Platte und verwenden sie Töpfe mit glattem Boden. Kochen Sie mit passendem mit Deckel, ohne Deckel brauchen Sie viel mehr Energie. Nehmen sie einen Schnellkochtopf oder einen Thermotopf, damit sparen Sie bis zu 50% Energie.

EDV

Computer, Bildschirm und Drucker können auch in ausgeschaltetem Zustand bis zu 100kwH verbrauchen. Achten Sie bei der Anschaffung auf das Energy-star-label. Auch beim Monitor lässt sich viel Strom sparen: LCD-Monitore brauchen nur halb so viel Strom wie Röhrenmonitore Schließen sie die gesamte EDV an eine Steckerleiste mit Netzschalter, der nach Betrieb ausgeschaltet werden kann. Viel Strom sparen Sie, wenn Sie den Energiesparmodus ein- und den Bildschirmschoner abstellen und wenn Sie die Stromsparfunktion Ihres PCs nutzen.

Stand-by-Betrieb

Eine vierköpfige Familie bezahlt für den Stand-by-Betrieb von Elektrogeräten rund 100 Euro im Jahr an zusätzlichen Stromkosten!

Der Stand-by-Betrieb von Fernsehern, Computern und Hifi-Anlagen sollte vermieden werden. Auch im Stand-by verbrauchen die Geräte Strom. Aber nicht nur im Stand-by-Betrieb: Wenn Sie Geräte über ein externes Netzteil mit Strom versorgen, wie zum Beispiel ein Notebook, dann fließt weiterhin Strom, auch wenn das Gerät ausgeschaltet ist. Das merkt man daran, dass das Netzteil warm ist. Am sinnvollsten ist, die Geräte an einer Steckerleiste mit einem An- und Ausschalter anzuschließen. Mit diesem Schalter können Sie dann alle Geräte vom Netz trennen.

Eva Blumenfeld, aktualisiert März 2012

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