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Energiespar-Special Teil IV - Heizkosten senken

Katze auf Heizkörper
Den Löwenanteil an unseren Energieausgaben bilden die Heizkosten: Ein Drittel unseres gesamten Energiebedarfs wenden wir für Heizung und Warmwasseraufbereitung auf. Wir sagen Ihnen, wo noch Sparpotential steckt.

Thermostatventile helfen sparen

Die Anschaffung von Thermostatventilen ist eine Ausgabe, die sich lohnt und die hilft, Heizkosten zu senken. Wird eine bestimmte Temperatur oder Thermostatstellung eingestellt, dann springt die Heizung nur dann an, wenn diese Temperatur unterschritten wird. Heizt zum Beispiel die Sonne den Raum auf, dann schaltet sich die Heizung ab oder verringert die Leistung.

Es ist ein Trugschluss, zu glauben, dass man weniger Energie verbraucht, wenn man die Heizung während der Abwesenheit ganz abstellt. Die Wände kühlen aus und die Luft kondensiert an den kalten Wänden, was zur Schimmelbildung führen kann. Außerdem ist mehr Energie nötig, ausgekühlte Räume wieder aufzuwärmen, als eine gleichbleibende überschlagene Temperatur zu halten.

Sinnvoller ist es hingegen, das Thermostat während längerer Abwesenheit so einzustellen, dass eine gewisse Mindesttemperatur nicht unterschritten wird.

Die richtige Nutzung des Heizkörpers

Schon am Heizkörper selbst kann Energie gespart werden. Wenn es zu Beginn der Heizsaison verdächtig gluckert, dann ist Luft im Heizkörper. Das Wasser kann durch die Luftblasen nicht gut zirkulieren und die Heizung wird nicht richtig warm. Hier hilft nur eine Entlüftung: mit einem Entlüfterschlüssel wird das Ventil am Heizkörper geöffnet, damit die Luft entweichen kann.

Achten Sie darauf, dass die Heizkörper frei stehen. Werden sie von Möbelstücken verstellt oder von Vorhängen verdeckt, kann die Wärme nicht in den Raum abgestrahlt werden und es wird nicht richtig warm.

Oft sind die Heizkörper in Wandnischen unter dem Fenster angebracht. Durch die Nische ist die Außenwand dünner und damit wärmedurchlässiger. Hier helfen mit reflektierender Folie beschichtete Dämmplatten an der Wand hinter dem Heizkörper. Sie verhindern, dass Wärme durch die Außenwand entweicht und strahlen sie in den Raum zurück. Wichtig ist jedoch, dass zwischen Wand und Heizkörper etwas Platz bleibt, damit die Heizluft zirkulieren kann.

Die richtige Temperatur

Oft weiß man gar nicht genau, wie hoch die Raumtemperatur ist. Die Heizung wird nach der Wohlfühltemperatur geregelt. Aber jedes Grad weniger Raumtemperatur spart rund 6 Prozent Heizkosten. Die Temperatur im Wohnzimmer sollte 20 °C nicht übersteigen. Wird das als zu kühl empfunden, kann mit warmen Socken, Mützen und einem Pullover abgeholfen werden.

Im Arbeitszimmer kann die Temperatur 1 bis 2 °C wärmer sein, wenn Sie länger am Schreibtisch sitzen. Sinnvoll und energiesparend ist eine Nachtabsenkung um 5 Grad in Wohn- und Arbeitszimmer.

Im Schlafzimmer reichen 16 °C. Dies gilt als die richtige Temperatur für einen gesunden Schlaf.

Am wärmsten kann es im Bad sein, hier werden etwa 24 °C empfohlen, aber da dies der kleinste Raum der Wohnung ist, ist zum Aufheizen nicht so viel Energie nötig wie beispielsweise im Wohnzimmer.

Drosseln Sie die Temperatur in Räumen, in denen Sie sich über längere Zeit nicht aufhalten. Damit sparen Sie weitere Heizkosten.

Regelmäßig lüften

Kalte Luft erwärmt sich schneller. Aber auch um die Feuchtigkeit, etwa vom Kochen, aus der Wohnung zu lassen, sollte mehrmals am Tag gelüftet werden. Ein stundenlang gekipptes Fenster ist Energieverschwendung. Viel effizienter ist eine Stoßlüftung 3-4 mal am Tag.


Eva Blumenfeld, aktualisiert März 2011

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