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Energiespar-Special Teil IV - Abdichten von Fenster und Türen

Abbildung: Fenster (Quelle: www.Pixelio.de)
Durch Fenster und Türen zieht es häufig, besonders in älteren Häusern. Im Winter dringt die Kälte durch die Ritzen und erhöht den Energiebedarf und die Heizkosten. Oft können diese Kältebrücken mit einfachen Maßnahmen beseitigt werden.

Ursache und Wirkungen von Undichtigkeiten

Im Laufe der Jahre sind Fenster und Türen unterschiedlichsten Witterungseinflüssen ausgesetzt. Temperaturschwankungen beeinflussen vor allem Fenster- und Türrahmen aus Kunststoff: Bei Hitze können sie sich dehnen und bei Kälte zusammenziehen. Holzrahmen sind wiederum feuchtigkeitsanfällig und können sich verziehen. Dies führt dazu, dass sich Fenster und Türen nicht mehr richtig schließen lassen. Es bleibt ein Spalt, durch den die Wärme ungehindert entweichen kann. Dies sieht man oft gar nicht, aber man kann den Luftzug spüren, wenn man mit der Hand vor Türen und Fenstern entlangfährt.

Ist hingegen ein Doppelglasfenster zwischen den Scheiben beschlagen, ist dies ebenfalls ein Anzeichen von Undichtigkeit und deutet auf recht alte Fenster hin. Wie alt ein Doppelglasfenster ist, kann man auf dem Innenrahmen des Glases ablesen: Dort ist das Produktionsdatum des Fensters aufgedruckt.

Auch mechanische Belastungen durch häufiges Öffnen und Schließen können zu Undichtigkeiten führen.

Abdichten von Ritzen und Spalten

Ist die Schließmechanik die Ursache für ein schlecht schließendes Fenster, so reicht es manchmal schon aus, den Schließ- und Kippmechanismus neu einzustellen. Oft sitzen dann die Kanten von Fensterflügel und -rahmen wieder richtig zusammen und lassen keine Zugluft mehr durch.

Zieht es weiterhin durch Fenster und Türen, gibt es eine preiswerte, aber wirksame Möglichkeit, hier selbst Abhilfe zu schaffen. Selbstklebende Dichtungsbänder sind in verschiedenen Breiten und Dicke erhältlich. Sie werden einfach auf die Innenkante des Fensterflügels geklebt. Diese Bänder aus Schaumstoff oder Gummi dichten bis zu 3,5 mm breite Spalten ab. Darüber hinaus eignen sich Kunststoffdichtungen mit Profil die in den Fensterrahmen eingebaut werden können.

Vor allen Dingen bei Altbauten zieht es häufig unter der Tür durch. Hier helfen selbstklebende Abdeckleisten, die unten mit einem Bürstensaum versehen sind. Wirksam sind auch lange Stoffrollen, die vor die Türe gelegt werden können und die Zugluft fern halten.

Mit Folie gegen Hitze und Kälte

Fenster sind häufig Kältebrücken, vor allem, wenn sie älter sind und Einfachverglasung aufweisen. Hier hilft es, eine Energiesparfolie auf die Scheibe zu kleben. Diese beschichtete Folie reflektiert im Winter die Wärme in den Raum zurück und im Sommer die Sonnenstrahlen nach außen. Dadurch heizt sich der Raum im Sommer nicht so auf und kann im Winter bis zu 20% Heizenergie einsparen. Die Sicht aus dem Fenster wird nicht beeinträchtigt und auch das Fensterputzen ist kein Problem, da sich die Folie ebenso reinigen lässt. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die aufgeklebte Folie das Glas bruchsicherer wird.


Eva Blumenfeld, aktualisiert März 2011

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