Duale Studiengänge liegen nicht nur bei Studenten, sondern auch bei Universitäten, Hochschulen und Firmen stark im Trend. Die Zahl solcher Angebote wächst kontinuierlich, das Studienspektrum hat sich inzwischen stark ausgedehnt. Bei den überaus vielen Vorteilen, die das duale Studium mit sich bringt, ist dies auch kein Wunder. Ein duales Studium ist das optimale Sprungbrett ins Berufsleben, es bietet gute Einstiegs- und Aufstiegschancen.
Was bedeutet "duales Studium" eigentlich?
Grundlage des dualen Studiums ist eine Kooperation zwischen Unternehmen und Hochschule. Mittlerweile bieten sehr viele Unternehmen die Möglichkeit zu einem dualen Studium an. Dabei schließt der Student mit der Firma einen Ausbildungsvertrag und bindet sich an das Unternehmen. Während der studienfreien Zeit wird er im Unternehmen praktisch ausgebildet. Die Firma dagegen zahlt eine Ausbildungsvergütung über die gesamte Studiendauer. Viele Unternehmen sehen es als "selbstverständlich" an, die Studenten nach erfolgreichem Abschließen der Ausbildung sowie des Studiums zu übernehmen - aus dem einfachen Grund, weil sie viel in die Ausbildung der Studenten investiert haben. Die Universitäten gewinnen durch den Kooperationsvertrag mit dem Unternehmen zusätzlich eine große Anzahl an Studierenden.
In der Praxis sind verschiedene Modelle auf dem Markt zu finden. Bei dem sogenannten ausbildungsintegrierten Studium ist der Student gleichzeitig Auszubildender, das heißt, er schließt neben seinem Hochschulabschluss eine Ausbildung im Unternehmen ab. Eine weitere Möglichkeit, die allerdings eine abgeschlossene Ausbildung voraussetzt, ist das berufsintegrierte Studium. Der Student arbeitet als Angestellter oder als Praktikant im Unternehmen, was vor allem für Berufstätige ein lukratives Angebot ist. Als drittes besteht die Möglichkeit ein "ausbildungs- und berufsintegriertes Studium" zu absolvieren, bei dem beide Modelle miteinander verankert sind. Während des Grundstudiums sollte der Student seiner Tätigkeit als Auszubildender nachkommen, im Hauptstudium in seiner Tätigkeit als Angestellter im Unternehmen arbeiten.
Wie läuft das ganze ab?
Bei erfolgreichem Bestehen des Bewerbungsverfahrens wird ein Ausbildungsvertrag zwischen dem Studenten und dem Arbeitgeber geschlossen. Dann kann der Bewerber sich um seinen Studienplatz an einer entsprechenden Hochschule bemühen. Im dritten Ausbildungsjahr erfolgt schließlich die
IHK-/
HWK-Prüfung, nach dreieinhalb Jahren dann der Bachelor-Abschluss.
Warum liegt das duale Studium so im Trend?
Ganz einfach, weil es flexibel, praktisch, schnell, rentabel und gleichzeitig auch zukunftssicher ist. Studierende können ihr theoretisches Wissen direkt in die Praxis umsetzten und umgekehrt. Beim Übergang ins Berufsleben sollte es für die Studierenden keinen Praxisschock geben, da sie vom Anfang an in ein Unternehmen integriert sind. Die Theorie wird mit der Praxis eng verzahnt und ist dadurch viel kürzer als eine Addition von Berufsausbildung und Studium. Von Beginn an erhält der Student eine Ausbildungsvergütung, die Studiengebühren werden meist vom Unternehmen bezahlt. Der Student hat somit keinen Druck nebenbei zu jobben, sodass er sich voll auf das Studium konzentrieren kann. Mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit werden die Absolventinnen und Absolventen vom Unternehmen übernommen, was gerade in der heutigen Zeit ein großes Plus darstellt. Allerdings ist nicht zu verkennen, dass die Arbeitsbelastung sehr hoch ist. Der Student in einem dualen Studium hat im Gegensatz zu anderen Studierenden lediglich sechs Wochen Urlaub im Jahr. Wer sich für diese Kombination entscheidet, sollte also hochmotiviert, flexibel und belastbar sein.
Alles in allem kann man sagen, dass die Studenten durch die Kombination von Studium und Ausbildung eine umfassende Vorbereitung auf den Beruf mitbringen. Sie kennen das Unternehmen und die Abläufe und können in allen Bereichen ohne große Einarbeitungszeit eingesetzt werden, was sie besonders attraktiv für Unternehmen macht.
Hier noch einmal die wichtigsten Merkmale des dualen Studiums im Überblick:
- Zwischen dem Student und dem Unternehmen wird ein Ausbildungsvertrag geschlossen.
- Die Hochschule schließt mit dem Unternehmen einen Kooperationsvertrag.
- Ausbildungsvergütung von Anfang an
- Studienphasen wechseln sich mit Praxisphasen im Unternehmen ab.
- Zwei Abschlüsse in einem: nach nur zwei Jahren der erste Abschluss der Ausbildung, nach nur dreieinhalb Jahren folgt der Abschluss des Bachelors.
Duales Studium bei R+V
Auch die R+V Versicherung bietet Ihnen mit ausbildungsintegrierten Studiengängen die Chance, Theorie und Praxis zu verbinden. Informationen über die studienintegrierten Ausbildungsgänge bei R+V finden Sie hier:
A. Terzano, Oktober 2009
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