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Beruf + Karriere

Studium

Die Universität von A-Z

Abbildung: Karteikasten
Für viele Studierende ist das erste Semester ein Schritt in eine ganz neue Welt. Im Gegensatz zur Schule ist man nun völlig auf sich gestellt und für das Lernen ganz allein verantwortlich. In unserem Uni-ABC haben wir alles Wissenswerte rund um die Universität für Sie zusammengetragen.

Uni-ABC

AStA
Abkürzung für Allgemeinen Studierenden-Ausschuss. Der AStA ist die Vertretung aller Studierenden an einer Universität und kümmert sich vor allem um deren hochschulpolitische Interessen. Der AStA berät aber auch zu allen Fragen und Problemen rund um das Studium.

Auslandssemester
Fast jeder Studiengang bietet die Möglichkeit, ein Semester an einer Universität im Ausland zu verbringen. Während dieser Zeit verbessert man nicht nur seine Sprachkenntnisse, sondern sammelt auch Lebenserfahrung und lernt andere Studierende kennen. Aber auch im Studium kommt man weiter: Scheine, die während eines Auslandssemesters erworben werden, werden in der Regel anerkannt. Nähere Informationen erhält beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

Bachelor
Im Zuge des so genannten Bologna-Prozesses soll bis zum Jahr 2010 ein einheitlicher Hochschulraum in der EU entstehen. Ziel der Reform ist es, die europäischen Akademiker vergleichbar zu machen. Auslandsaufenthalte und die Anerkennung der dort erbrachten Studienleistungen sollen damit erleichtert werden. Zudem werden Studenten aus Europa durch das Kurzstudium auch auf dem internationalen Arbeitsmarkt in Bezug auf das Alter wettbewerbsfähiger. In diesem Zusammenhang wurden an den deutschen Hochschulen die Bachelor-Studiengänge eingeführt. Zusammen mit dem auf dem Bachelor aufbauenden Master-Abschluss wird das deutsche System von Diplom- und Magisterstudiengängen ergänzt bzw. ersetzt.

BAföG
BAföG steht für Bundesausbildungsförderungsgesetz. Mit dem BAföG sollen Studierende unterstützt werden, die ihr Studium nicht mit eigenen Mitteln oder durch Unterstützung der Eltern finanzieren können. Ob man Anspruch auf BAföG hat, ist abhängig vom eigenen Einkommen und dem der Eltern. Während der Regelstudienzeit wird das BAföG zur Hälfte als unverzinsliches Darlehen und zur Hälfte als Zuschuss gezahlt. Informationen findet man auch auf der Homepage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Link zu: Bundesministerium für Bildung und Forschung, www.bmbf.de. Einen Antrag kann man auf jeden Fall stellen, denn eine Ablehnung hat keinerlei Konsequenzen. Jedoch ist zu bedenken, dass man am Ende des Studiums dann auch Schulden hat.

Bibliothek
Relativ viel Zeit verbringt man als Student in der Bibliothek. Die meisten Universitäten verfügen über eine große Zentralbibliothek, wo man auch Bücher für die Arbeit zu Hause ausleihen kann. In der Zentralbibliothek findet man neben Zeitschriften und allgemeinen Nachschlagewerken auch fachspezifische Literatur. Daneben hat jeder einzelne Fachbereich seine eigene Bibliothek, in der noch wesentlich mehr fachspezifische Literatur gesammelt wird. Bei diesen Bibliotheken handelt es sich oft um sog. Präsenzbibliotheken, d.h. man kann die Bücher hier nicht oder nur sehr begrenzt ausleihen.

Campus
Als Campus bezeichnet man die Gesamtanlage einer Universität.

Cum tempore
Das sog. Akademische Viertel: Die Lehrveranstaltungen an der Universität beginnen in der Regel eine Viertelstunde später als im Vorlesungsverzeichnis angegeben. Ein Seminar, dass für 10:00 Uhr c.t. ausgeschrieben ist, beginnt also erst um 10:15 Uhr.

Dekan
Der Dekan ist der Leiter eines Fachbereichs und vertritt ihn innerhalb der Hochschule. Er ist zuständig für alle Personal- und Verwaltungsaufgaben, die seinen Fachbereich betreffen.

Diplom
Das Diplom war der gängige Studienabschluss für Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie für Mathematik und Psychologie. Das Studium wurde mit einer Prüfung und einer Diplomarbeit, die innerhalb eines Zeitraums von drei bis sechs Monaten geschrieben wird, abgeschlossen.

Exmatrikulation
Die Exmatrikulation ist die Abmeldung von der Hochschule. Diese muss durchgeführt werden, wenn man das Studium abgeschlossen hat oder vorzeitig beenden will.

Fachschaft
Die Fachschaft vertritt alle Studierenden eines Fachbereichs und nimmt Ihre Interessen in verschieden Gremien wahr. Gerade den Studienanfängern hilft sie gerne, sich in der neuen Situation zurechtzufinden.

Immatrikulation
Das Immatrikulationsamt der Universität ist unter anderem für die Einschreibung zum Studium, die Rückmeldung, die Ausstellung von Studienbescheinigungen und Beurlaubungen vom Studium zuständig. Jeder Student erhält mit der Zulassung zum Studium eine persönliche Immatrikulationsnummer.

Internationaler Studentenausweis
Der Internationale Studentenausweis (ISIC - International Student Identity Card) ist der einzige international anerkannte Nachweis des Studierendenstatus. Mit dem internationalen Studentenausweis erhält man weltweit Vergünstigungen, z.B. auf den Eintritt in Museen, bei Veranstaltungen oder auf Übernachtungen.

Kommilitonen
Als Kommilitonen bezeichnet man die anderen Studierenden an der Universität.

Langzeitstudium
Überschreitet man die für ein Fach vorgeschriebene Regelstudienzeit, spricht man von einem Langzeitstudium. Die Gründe dafür sind vielfältig: Manche Studierende müssen neben dem Studium arbeiten, um ihr Leben zu finanzieren, andere Studenten sind den Anforderungen ihres Studiengangs nicht gewachsen. Auch mangelnde Organisation an den Hochschulen selbst zieht das Studium mancher Studierender in die Länge. Viele Universitäten versuchen inzwischen mit Beratungen aber auch über Studiengebühren die Zahl der Langzeitstudenten zu reduzieren und die Studierenden zügig zu ihren Abschlüssen zu führen.

Lehramt
Wer später einmal an einer Schule unterrichten will, wählt einen Lehramtsstudiengang. Am Ende dieses Studiengangs stehen staatliche Prüfungen. In den anderen Studiengängen unterliegen die Abschlussprüfungen der jeweiligen Hochschule.

Magister
Der gängige Studienabschluss in den geisteswissenschaftlichen Fächern, wie Geschichte oder Germanistik, war der Magister Artium (M.A.). In diesem Studium werden ein Hauptfach mit zwei Nebenfächern oder zwei Hauptfächer belegt. Die Kombinations- und Wahlmöglichkeiten zwischen den einzelnen Fächern sind riesig und unterschieden sich von Uni zu Uni. Am Ende dieses Studiengangs wurde die Magisterprüfung abgelegt. Auch hier gab es Unterschiede zwischen einzelnen Fächern und Universitäten, eine Magisterarbeit im Hauptfach musste aber auf jeden Fall geschrieben werden.

Master
Der Master-Studiengang ist ein 2-4 semestiger Studienabschluss, der vor allem im Ausland weit verbreitet ist. Der Master kann nach einem Bachelor oder Diplom, teilweise auch als Weiterbildung im Berufsleben, studiert werden.

Mensa
Die "Kantine" der Studenten: Zwar sind die Mensen nicht für ihre kulinarischen Hochleistungen bekannt, jedoch bieten sie den Studenten regelmäßige Mahlzeiten zu erschwinglichen Preisen.

Nebenjobs
Die meisten Studierenden finanzieren ihre Hochschulausbildung zusätzlich mit einem Nebenjob. Dafür gibt es vielfältige Möglichkeiten, angefangen bei regelmäßigen Aushilfstätigkeiten oder Semesterferienjobs. Auch ein Praktikum kann die Tür zu einem lukrativen Nebenjob öffnen. An der Universität selbst gibt es ebenfalls interessante Tätigkeiten, wie z.B. bei Bibliotheken oder Rechenzentren. Wer einige Semester studiert hat, kann auch als wissenschaftliche Hilfskraft eines Professors arbeiten.

Numerus clausus (N.C.)
In Studiengängen, in denen die Zahl der Bewerber die Zahl der freien Plätze übersteigt, gibt es eine Zulassungsbeschränkung, die sich nach der Durchschnittsnote im Abitur richtet. Für einige Fächer (z. B. Medizin) mit N.C. muss man sich bei der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) bewerben, die dann Bundesweit die Bewerber auf die Hochschulen verteilt. In den meisten Fällen legt die Universität den N.C. für ein bestimmtes Fach aber selbst fest und wählt auch die Bewerber selbst aus.

Rechenzentrum
Jede Universität verfügt inzwischen über ein Rechenzentrum. Hier haben alle Studierenden Zugang zu einem PC mit Internetanschluss und der nötigen Software, die man als Student braucht.

Rückmeldung
Am Ende des Semesters muss man sich für das nächste Semester bei der Universität zurückmelden. Meist muss ein Rückmeldungsantrag und ein Krankenversicherungsnachweis vorgelegt werden und der Semesterbeitrags für das nächste halbe Jahr überwiesen werden.

Scheine
Am Ende des Semesters erhalten die Studierenden Scheine für die besuchten Lehrveranstaltungen. Diese bestätigen entweder nur die Teilnahme oder eine erbrachte Leistung, wie z.B. eine Klausur, ein Referat oder eine Hausarbeit. Für die Teilname an Prüfungen oder weiterführenden Lehrveranstaltungen müssen meist bestimmte Scheine vorgelegt werden.

Semester
Ein Studienjahr besteht aus zwei Semestern. Die meisten Studierenden beginnen ihr Studium im Wintersemester, das von Oktober bis März dauert. Das Sommersemester dauert von April bis September. In jedem Semester gibt es eine dreimonatige Vorlesungszeit, in der die Lehrveranstaltungen stattfinden. Der Rest der Zeit ist vorlesungsfrei und wird von den Studenten zum Jobben und zum Schreiben von Hausarbeiten genutzt. Bei der Einteilung der Semester kann es ja nach Region und Hochschule leichte Abweichungen geben.

Semesterticket
Manche Hochschulen bieten zusammen mit dem öffentlichen Personennahverkehr ein sog. Semesterticket an. Dieses erwirbt man automatisch beim Bezahlen des Semesterbeitrags und berechtigt zur kostenlosen Nutzung von Bussen und Bahnen in der Region. Meist gilt der Studentenausweis als Semesterticket - mit entsprechendem Hinweis darauf.

Staatexamen
In den Studiengängen Medizin, Pharmazie, Rechtswissenschaft sowie in allen Lehramtsstudiengängen wird das Studium mit dem Staatsexamen abgeschlossen. Ist die Prüfung zum ersten Staatsexamen erfolgreich abgelegt, folgt das Referendariat, eine Vorbereitungszeit auf den späteren Beruf. Nach dem Referendariat legt man dann noch das zweite Staatsexamen ab.

Studentenausweis
Mit der Einschreibung an der Hochschule erhält man auch einen Studentenausweis. Mit diesem Ausweis erhalten Studierende bei vielen sportlichen und kulturellen Veranstaltungen und Einrichtungen Vergünstigungen. Beim AStA seiner Universität kann man auch einen internationalen Studentenausweis (ISIC) erwerben. Mit ihm erhält man auch im Ausland Vergünstigungen bei Museen, Kinos oder Konzerten.

Studentenwohnheim
An vielen Universitäten gibt es Wohnheime für Studenten. Der Vorteil hierbei ist, dass man recht günstig wohnen kann und schnell Kontakt zu anderen Studierenden findet. Wo welche Wohnheimplätze frei sind, können Sie bei der Wohnheimverwaltung der Studentenwerke erfahren.

Vorlesungsverzeichnis
Der Wegweiser für das Semester: Das Vorlesungsverzeichnis der gesamten Hochschule enthält alle Lehrveranstaltungen mit Angaben zu den Lehrenden, den Anfangszeiten und den Lehrorten; außerdem Adressen und Telefonnummern sowie Informationen zu Einrichtungen wie Bibliotheken und Verwaltung. Man kann es in der Regel in allen örtlichen Buchhandlungen kaufen. In den Kommentierten Vorlesungsverzeichnissen der Fachbereiche stehen detaillierte Beschreibungen der einzelnen Lehrveranstaltungen.

ZVS
In einigen Studienfächern werden die Studienplätze von der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen bundesweit zugeteilt. Dazu gehören u.a. die Fächer Medizin, Pharmazie, und Zahnmedizin. Unter den Bewerbern werden die freien Studienplätze nach den Kriterien Leistung (Durchschnittsnote im Abitur), Wartesemester und sozialen Gesichtspunkten vergeben. Seit 2005 können die Universitäten sechzig Prozent der Studienplätze in den betroffenen Fächern durch eigene Auswahlverfahren besetzten.

J. Ollenik, aktualisiert Februar 2009
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