Die richtige Prüfungsvorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg
"Von nichts kommt nichts", sagt ein altes Sprichwort. Im Großen und Ganzen trifft dies auch heute noch für Prüfungen zu. Die Frage ist allerdings nicht, ob man überhaupt etwas zur Prüfungsvorbereitung tut, sondern auf welche Weise man dem Lernaufwand begegnet. Klassisches, bereits aus der Schule bekanntes, Stoßlernen mag als Patentrezept für kurzfristige Lernexzesse mit überraschendem Prüfungsergebnis gelten. Im Studium geht hiervon jedoch eine große Gefahr aus, wenn sich nämlich bereits wenige Wochen oder sogar Tage nach der Prüfung schleichend andeutet, dass das Langzeitgedächtnis nur wenig bis gar nichts aufgenommen hat. Gerade im Hinblick auf die an Universitäten üblichen Abschlussprüfungen, die ein breit gestreutes Wissen als Grundlage voraussetzen, kann ein fehlerhaftes Lernmanagement und damit eine unzureichende Prüfungsvorbereitung fatale Folgen haben und unnötig Stress erzeugen. Wer also über den Moment hinaus erfolgreich studieren möchte, sollte gewisse Lerntechniken beherzigen, die im Folgenden aufgeführt sind.
Ganz wichtig für die Prüfungsvorbereitung: Nachhaltiges Lernen
Auch wenn es zunächst mit zusätzlicher Arbeit verbunden ist, fertigen Sie sich einen Lernplan an! Dazu reicht beispielsweise ein Kalender, in den Sie pro Tag das von Ihnen angestrebte Lernpensum eintragen. Bleiben Sie dabei jedoch realistisch, um sich nicht durch unerreichbare Erwartungen an die eigene Person zu überfordern.
Sortieren Sie das Meer aus Informationen zudem nach Themenschwerpunkten, die sich beim Lernen eventuell verbinden lassen. Je mehr Verknüpfungen Sie in Ihrem Gehirn zu einem bestimmten Fachgebiet erstellen, desto leichter kann der Inhalt während der Prüfung abgerufen werden.
Grundsätzlich ist zu empfehlen, dass nach jeder Vorlesung, jedem Seminar eine Nachbearbeitung zu Hause stattfindet. Denn hat der Mensch einen Sachverhalt einmal durchschaut, benötigt er zu einem späteren Zeitpunkt lediglich wenige Minuten, um sich wieder einzuarbeiten. Alles komplett neu zu lernen ist einfach viel zu aufwendig!
Auch Pausen spielen im Lernprozess eine wichtige Rolle. Genehmigen Sie sich gelegentlich eine Auszeit, ja planen Sie sogar den einen oder anderen Tag mit ein, an dem Sie sich ablenken können. Burnout-ähnliche Symptome treten meist nur dann auf, wenn ununterbrochen gelernt wird. Außerdem besteht die Gefahr, dadurch das Gedächtnis hoffnungslos zu überfordern. Ein weiterer Vorzug des Lernens an Universitäten kann der Eintritt in eine Lerngruppe sein, die mit gegenseitiger Unterstützung einen Teil der Last der Prüfungsvorbereitung auf mehrere Köpfe verteilt.
Lebensqualität auch beim Lernen erhalten
Auf der Suche nach dem geeigneten Ort zum Lernen sollten Sie vor allem Kriterien wie Ruhe und Abgeschiedenheit berücksichtigen. Für den heimischen Schreibtisch ist es ratsam, durch eine aufgeräumte und gut sortierte Arbeitsoberfläche einen angenehmen Eindruck zu erzeugen. Der gelegentliche Ausflug mit Heft und Stift auf das Sofa zwecks Bequemlichkeit kann zwischenzeitlich fördernd wirken, führt aber gerade wegen der dadurch eintretenden Entspannung zu Müdigkeit. Lieber ganz abschalten und ohne Arbeitsmaterialien ausruhen! Visuelle Reize, verursacht durch Computerspielen oder Fernsehkonsum unmittelbar nach dem Lernen, stören die Datenverarbeitungsprozesse im Gehirn. Vor allem der Schlaf erweist sich als Unterstützer für die Merkfähigkeit. Sorgen Sie dafür, dass Sie davon ausreichend erhalten! Während des aktiven Lernens sind Quellen der Ablenkung wie Handy oder Internet natürlich tabu.
In Bezug auf die richtige Ernährung beim Lernen hat es sich bezahlt gemacht, auf Alkohol oder Nikotin vorübergehend zu verzichten. Wie so oft sind Obst und Gemüse der Schlüssel zum Erfolg. Ab und zu ein Gläschen Wein im Zuge einer selbst entworfenen Entspannungskur in der Badewanne darf in der Phase der Prüfungsvorbereitung ausnahmsweise als vollkommen unschädlich angesehen werden.
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Christian Simon, aktualisiert Februar 2009
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