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Beruf + Karriere

Studium

Die besten Jobs während des Studiums

Abbildung: Kellner, Hase, Clown
Bevor sich Studenten einen Job suchen, sollten sie überlegen, wie viel Geld sie monatlich benötigen. Wer nur dazu verdienen möchte, um sich ab und zu etwas leisten zu können, ist mit einem so genannten Minijob gut beraten. Dabei darf man zwar monatlich höchstens 400 EUR verdienen. Aber diese Einnahmen sind steuerfrei und auch Sozialabgaben werden nicht fällig. Wem die 400 EUR nicht reichen, der muss sich beim Finanzamt an seinem Hauptwohnsitz eine Lohnsteuerkarte ausstellen lassen. Diese ermöglicht es, sich befristet oder unbefristet anstellen zu lassen. Alternativ oder zusätzlich zur Arbeit auf Lohnsteuerkarte kann ein Gewerbe angemeldet werden. Denn viele Jobs werden auf Basis einer freien Tätigkeit vergeben. Steuerlich ist das Gewerbe für den Studenten oft günstiger, weil er mehr Ausgaben von der Steuer absetzen kann als bei einer Festanstellung. Dafür ist aber auch der Aufwand für die Buchhaltung und die Erstellung der Einkommensteuererklärung größer. Doch egal, welche Variante es am Ende wird, erstrebenswert ist ein Job, der gut bezahlt oder für das Studium nützlich ist. Die folgenden Tipps zeigen Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten.

Finanziell lukrative Jobs

Studenten werden meist nach einem bestimmten Stundensatz bezahlt. Der variiert nicht nur je nach Region, sondern vor allem je nach Branche. So lassen sich im Dienstleistungsgewerbe, besonders als Kellner in der Gastronomie, überdurchschnittlich hohe Stundensätze erzielen. Noch lohnenswerter sind diese Jobs, wenn man einen Teil des Trinkgeldes behalten darf.
Wer in einer Messestadt studiert, sollte die Produktschauen nutzen, um zu einem attraktiven Satz etwas dazu zu verdienen. Die lokale Messegesellschaft vermittelt männlichen Studenten meist Jobs als Aufsteller von Messeständen. Dafür benötigt Mann nur ein wenig handwerkliches Geschick. Studentinnen werden gern als Hostessen eingesetzt. Für diese heißt es in der Regel: Kaffee kochen, Produktproben reichen und Lächeln.
Auch außerhalb von Messen werden Aushilfen gern für Verkaufsaktionen angestellt. Promotion nennt es sich, wenn Studenten beispielsweise in Tigerkostümen durch die Stadt laufen und an Passanten Werbegeschenke verteilen. Für diese Jobs muss man Kommunikationsfreude mitbringen und manchmal auch eine bestimmte Körpergröße, um in das fast obligatorische Kostüm zu passen.
Wer eine Fremdsprache fließend beherrscht, sollte sich um einen Job als Übersetzer bemühen. Aufgrund der hohen Qualifikationsanforderungen werden diese sehr gut bezahlt. Als Arbeitgeber kommen wieder Messegesellschaften in Frage, aber auch öffentliche Einrichtungen oder Großunternehmen.

Jobs im Ausland

Wer einen gut bezahlten Job in der Gastronomie und außerdem ein wenig Abwechslung sucht, sollte sich bei einem Hotel im Ausland bewerben. Meist suchen diese in den Hochsaisonmonaten Juli und August Aushilfskräfte. Für Studenten bieten diese Jobs den Vorteil, dass sie in den Ferien Geld verdienen und sich im Semester ganz auf das Studium konzentrieren können. Einige Vorsicht ist allerdings bei Jobs geboten, bei denen eine teure An- und Abreise selbst bezahlt werden muss und außerdem eine hohe Miete vor Ort fällig wird. Dann wird der Nebenjob leicht zum Verlustgeschäft. Beim Arbeitsamt sollten daher die Angebote mehrerer Hotels miteinander verglichen werden. Wer den Kontakt selbst aufnehmen möchte, findet die Adressen in den Katalogen von Urlaubsveranstaltern, die es in jedem Reisebüro gibt.

Muskeljobs

Wer keine Lust auf einen Job mit Kundenkontakt hat, kann sich bei heimischen Industriebetrieben nach einer Stelle in der Produktion umschauen. Für Stoßzeiten werden oft über Zeitungsinserate Hilfskräfte gesucht. Die Bezahlung ist meistens gut. Voraussetzung für diese Jobs sind eine gewisse körperliche Belastbarkeit und zeitliche Flexibilität. Denn bevorzugte Einsatzzeiten sind die Wochenend- und Nachtschichten, die dafür aber auch besonders gut bezahlt werden.
Der Aushilfsjob im Industriebetrieb kann übrigens auch ein Sprungbrett in den späteren Job sein. Besonders für angehende Ingenieure und BWL-Studenten ist er eine entlohnte Gelegenheit, Praxiserfahrung beim potenziellen späteren Arbeitgeber zu sammeln.
Ebenfalls körperlich anstrengend sind Jobs als Erntehelfer. Sie werden zwar selten gut bezahlt, haben aber den Vorteil, dass sie in den Sommerferien zur Verfügung stehen. In diesen drei Monaten können die meisten Studenten Zeit fürs Jobben aufbringen. Wann und wo Erntehelfer gebraucht werden, erfährt man in den Stellenanzeigen der Lokalpresse. Auch die Stellenvermittlungen der Universität oder Hochschule haben diese Jobs im Angebot.

Fürs Studium nützliche Jobs

Vorteilhaft sind Jobs, mit denen sich Geld verdienen lässt und die außerdem noch Erfahrungen für den späteren Beruf liefern. Der unter Studenten sehr begehrte Klassiker ist die Stelle als wissenschaftliche Hilfskraft an einem Lehrstuhl. Der so genannte HiWi-Job wird zwar nicht fürstlich entlohnt. Auch sind unbezahlte Überstunden keine Seltenheit. Dafür ist diese wissenschaftliche Aushilfsstelle karriereförderlich.
Das Gleiche gilt für Jobs in einer studienrelevanten Branche. Für angehende Mediziner sind zum Beispiel Tätigkeiten im Pflegedienst sehr sinnvoll. Designstudenten sollten ruhig einmal in einer Agentur jobben. Zukünftige Journalisten haben durch die freie Mitarbeit für eine Zeitung die Möglichkeit, Geld zu verdienen und gleichzeitig Praxiserfahrungen zu sammeln. Der beste Weg zu einem dieser studiumsnahen Jobs führt über das lokale Branchenbuch. Dort finden sich die Adressen der potenziellen Arbeitgeber, die man direkt nach ihrem Bedarf an Aushilfen befragen kann.

Link-Tipps

Studenten finden nicht nur bei den im Artikel genannten Anlaufstellen einen Job. Auch über folgende Internet-Jobbörsen werden Aushilfsstellen angeboten:
J. Ollenik, aktualisiert Juni 2012
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