Beim Berufseinstieg kommt es auf die richtigen Kontakte an.
Umfragen ergeben, dass rund ein Drittel aller Hochschulabsolventen den ersten Job über Kontakte findet, die bereits zuvor in einem Praktikum geknüpft wurden. Abhängig vom Beruf kann diese Quote sogar noch deutlich höher sein, bestätigen Personalberater und Unternehmen. Dieser Umstand zeigt vielen Berufseinsteigern bereits am Anfang, worauf es im weiteren Karriereverlauf zunehmend ankommt: Ein Netzwerk aufzubauen, zu pflegen und dieses zu nutzen - neudeutsch auch "
Networking" genannt.
Alle Kontakte können nützlich sein
Klar abzugrenzen ist ein berufliches Netzwerk nicht. Nicht nur der gute Draht zu Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden, sondern auch private Kontakte aus dem Bekannten- und Freundeskreis können irgendwann bei der Karriere behilflich sein. Für das Networking gilt vor allem die alte Volksweisheit, dass man sich immer zweimal im Leben sieht. Ob nun in der Unternehmenskantine, im Fitness-Studio, beim abendlichen Bier in einer Bar oder auf einer Fachmesse - Kontakte können überall geknüpft werden. Selbst zahlreiche Unternehmenslenker aus den großen Konzernen greifen bei ihrer täglichen Arbeit noch intensiv auf teilweise private Netzwerke zurück, die sie bei gesellschaftlichen Ereignissen oder beim gemeinsamen Wandern oder Skifahren unter Top-Managern geknüpft haben. Egal ob internationaler Konzernlenker oder Berufseinsteiger - wer als Basis ein Netzwerk hat, hat es auf jeden Fall leichter im Berufsleben.
Die wichtigsten Vorteile eines umfangreichen Netzwerks im Berufsleben sind:
- einfachere Arbeitsplatzsuche über bessere (interne) Informationen und mögliche Empfehlungen
- bessere Karriere- und Wechselmöglichkeiten innerhalb eines Unternehmens oder einer Branche
- einfachere Problemlösung in der täglichen Arbeit durch Menschen aus dem Netzwerk, die unkompliziert Rat, Tipps und Lösungen geben können
Vertrauensbasis schaffen
Kontaktfreude und Freundlichkeit im Umgang mit fremden Menschen sind nach Expertenmeinung Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Netzwerk. Dabei darf das reine Berufsdenken und Karriereziel nicht offensichtlich im Vordergrund stehen. Unter dem Motto "Geben und Nehmen" muss zunächst Vertrauen und am besten eine persönliche Basis geschaffen werden, um später auch mal Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Dabei sollten Netzwerker die Größe ihres Netzwerks realistisch beurteilen. Viel versprechende Kontakte sollten nämlich nicht nur geknüpft sondern vor allem gewissenhaft gepflegt werden. Ein relativ kleines Netz mit gut und regelmäßig gepflegten Kontakten kann sinnvoller sein, als eine breit gestreute Sammlung loser Kontakte. Umfang und Qualität sind dabei immer von den individuellen Anforderungen des Berufes und auch der Einsatzbereitschaft des Netzwerkers abhängig.
Je früher desto besser
Mit dem Aufbau eines Netzwerks kann eigentlich gar nicht früh genug begonnen werden. Spätestens auf der Universität sollten sich Studenten bereits überlegen, ob sie nicht einer entsprechenden Organisation beitreten wollen. Die einzelnen Netzwerke sind unterschiedlich ausgerichtet. Während manche nur auf einen Fachbereich in einer Hochschule ausgerichtet sind, gibt es auch regionale, überregionale, länder- und fächerübergreifende Organisationen, in denen sich Studenten gegenseitig bei der beruflichen Laufbahn helfen.
Studentennetzwerke als Karrierehelfer
Organisierte Netzwerke im Berufsalltag
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