Das zweite wichtige Dokument in Ihrer Bewerbungsmappe ist der Lebenslauf. Er soll dem Leser einen vollständigen Überblick über Ihre Ausbildung und einige Details zu Ihrer Person vermitteln. Bei Berufseinsteigern sollten Angaben zur Ausbildung etwa 80 Prozent des Lebenslaufs ausmachen. Die restlichen 20 Prozent werden mit Angaben zu Ihrer Person gefüllt.
Da der Lebenslauf häufig ausschlaggebend für eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch ist, sollte er selbstverständlich auch mit größter Sorgfalt angefertigt werden. Nehmen Sie keinen allgemeinen Lebenslauf für jede Bewerbung, sondern passen Sie ihn immer speziell auf das Unternehmen
bzw. die Position an, auf die Sie sich bewerben.
Form und Inhalt
Der Lebenslauf sollte etwa ein bis zwei Seiten lang sein und am Computer geschrieben werden. Üblich sind heute tabellarische Lebensläufe. Folgende Angaben sollte Ihr Lebenslauf enthalten:
- Angaben zur Ihrer Person (Vorname und Nachname, Adresse, Telefon, E-Mail-Adresse)
- Schulausbildung (Zeitraum, Schulform, Ort und Abschluss)
- Wehr- oder Zivildienst (Zeitraum, Ort, Tätigkeit, Dienstgrad)
- Berufsausbildung/Lehre (Zeitraum, Ausbildungsart, Ausbildungsstätte, Abschluss)
- Studium (Zeitraum, Hochschule, Studienfach, Studienschwerpunkte, Vordiplom/Zwischenprüfung, Abschluss)
- Praktika, Werkstudententätigkeit (Zeitraum, Ort, Unternehmen, Tätigkeit, Aufgabenbereich)
- Sonstige Berufspraxis, z. B. Neben- oder Semesterjobs (Zeitraum, Ort, Unternehmen, Tätigkeit)
- Besondere Fähigkeiten und Kenntnisse (Fremdsprachen, EDV-Kenntnisse, etc.)
- ggf. außerberufliche Interessen und Aktivitäten, Private Interessen, Hobbys
- Ggf. längere Auslandsaufenthalte
- Datum und Unterschrift
Bei den Hobbys und sonstigen Kenntnisse sollten Sie nur das erwähnen, was auch für die angestrebte Position relevant ist. Die Angabe von zu vielen Hobbys kann den Eindruck erwecken, dass Sie zu freizeitorientiert sind.
Ganz wichtig: Ein lückenloser Lebenslauf
Ganz wichtig ist ebenfalls, dass Ihr Lebenslauf keine Lücken aufweist. Die einzelnen Abschnitte Ihrer Ausbildung müssen zeitlich lückenlos nachvollziehbar sein. Unklare Zeiten oder Widersprüche in der Biographie fallen sofort auf und werden - sollte es zu einem Vorstellungsgespräch kommen - mit Sicherheit hinterfragt. Eine große Reise nach dem Studium kann beispielsweise positiv dargestellt werden, indem man herausstellt, dass man sie selbst organisiert und verschieden Probleme alleine bewältigt hat. Auch lange Studienzeiten können zu Rückfragen führen.
J. Ollenik, Januar 2008
zum Seitenanfang