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R+V-Ratgeber Beruf + Karriere (Quelle: Thinkstock)

Beruf + Karriere

Ausbildung

Serie: Ausbildungsberufe mit Zukunft
Reiseverkehrskauffrau/-mann

Abbildung: Frau mit Globus
Die Berufsbezeichnung Reiseverkehrskauffrau/-mann ist inzwischen durch den Begriff Kauffrau/-mann für Tourismus und Freizeit abgelöst worden. Die Inhalte sind heute breiter gefächert. Ziel bleibt jedoch, Kunden die knappe Freizeit durch die Organisation und Umsetzung von Reisen oder Freizeitaktivitäten angenehm zu gestalten.

Welche Aufgaben bringt der Beruf mit sich?

Die Beschäftigungsfelder sind weitläufig und vielfältig. Die Hauptaufgabe besteht in der Beratung über und Vermittlung von Reisen jeglicher Art. Dies geschieht über den direkten Kundenkontakt in Reisebüros.
Reedereien, Kreuzfahrtschiffe, Rezeptionen in Hotels oder Reiseveranstalter in der Verwaltung bieten auch Arbeitsplätze an. Ebenso greifen Tourismusinformationen und Fremdenverkehrsämter auf Kaufleute für Tourismus und Freizeit zurück.

Tätigkeiten:

  • Organisation, Beratung, Vermittlung von Reisen
  • Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, Messen
  • Verwaltungsaufgaben
  • Betreuung von Gästen

Wer sind die Arbeitgeber?

Reiseverkehrskauffrauen und -männer beraten und informieren Kunden bevorzugt in:
  • Reisebüros
  • Hotels

Weitere Arbeitsfelder erschließen sich bei:

  • Reiseveranstaltern
  • Reedereien
  • Busunternehmen
  • Tourismusinformationen
  • Fremdenverkehrsämtern

Welche Verdienst- und Aufstiegschancen gibt es?

Das Bruttodurchschnittsgehalt liegt derzeit über die gesamte Bundesrepublik betrachtet zwischen 1.700 und 2.000 Euro. Es gibt jedoch je nach Region und Wirtschaftszweig starke Unterschiede.

Wer nach der erfolgreich absolvierten Ausbildung weitere Ziele erreichen will, hat zahlreiche Möglichkeiten. Die Zahl der möglichen Reiseziele und -varianten wächst ständig. Daher ist es unerlässlich, das eigene Wissen ständig zu erweitern. In Weiterbildungen werden Kenntnisse unter anderem zu den Bereichen Service, Kundenkontakt und Verkauf vermittelt. Industrie- und Handelskammern ermöglichen auch einen Abschluss zur Tourismusfachwirtin/-fachwirt. Je nach Tätigkeitsfeld bietet sich ein Aufstieg zum Büro- oder Teamleiter, Filial- oder Gebietsleiter an. Aber auch höhere Verwaltungs- und Managementpositionen sind möglich.

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

Gesetzliche Voraussetzungen gibt es nicht. Gefordert wird jedoch zumeist
  • Abitur oder guter Realschulabschluss
  • Fremdsprachen- und Geografiekenntnisse
  • gute IT-Kenntnisse
  • Fähigkeiten in Planung und Organisation
  • Bereitschaft zum freundlichen Kundenkontakt

Wie sieht die Ausbildung aus?

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Nach Absprache mit Arbeitgeber und Industrie und Handelskammer kann sie auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden. Das geht, wenn bestimmte Voraussetzungen, wie sehr gute Leistungen oder Abitur, vorliegen.

Die Ausbildung ist durch die Vielzahl der Betätigungsfelder breit gefächert. Azubis lernen den Umgang mit der entsprechenden EDV, wie Kommunikations-, Informations- und Buchungssysteme. Berufsschule und praktische Arbeit vermitteln kaufmännische Grundlagen sowie Kenntnisse zur Kundenbetreuung, Marketing und betriebliche Organisation. Die Anwendung von Fremdsprachen gehört ebenfalls zu den Lernzielen. Im dritten Lehrjahr wählt der Auszubildende abschließend zwischen tiefer greifenden Qualifikationen. Diese sind entweder "Gestaltung der Destination" oder "Gewährleistung der Funktionsfähigkeit von Tourismus- und Freizeiteinrichtungen".

Wer sind die Ansprechpartner?

Allgemeine Ansprechpartner sind das Berufsinformationszentrum und die Agentur für Arbeit vor Ort. Unter www.planet-beruf.de Link zu: planet-beruf.de, www.planet-beruf.de informiert die Agentur für Arbeit eingehend über viele Ausbildungsberufe und deren Aufgabenbereiche. Außerdem hilft Ausbildungsplatzsuchenden die örtliche Industrie- und Handelskammer.

Ausbildungsplätze werden auch überregional über Stellenanzeigen in der Tagespresse oder auf den Internetseiten der größeren Reiseveranstalter und Hotel-Unternehmen angeboten.

J. Ollenik, September 2010
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