Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz stehen Ihnen eine Reihe von verschiedenen Informationsquellen zur Verfügung. Je mehr von diesen Quellen Sie für Ihre Recherchen nutzen, desto differenzierter wird das Bild, das Sie für Ihre berufliche Zukunft zeichnen können. Wer rechtzeitig Vorteile und Nachteile der einzelnen Möglichkeiten abwägt, der minimiert die Wahrscheinlichkeit, später eine Enttäuschung zu erleben. Nutzen Sie daher Beratungsangebote wie etwa von der Bundesagentur für Arbeit ebenso wie Gespräche im Familien- und Freundeskreis. Eine immer wichtigere Informationsquelle für die erste Orientierung im Berufsleben bietet das Internet.
Vorbereitung, Planung, Organisation
Die Ausbildungsexperten der Bundesagentur für Arbeit raten, frühzeitig mit der Ausbildungsplatzsuche zu beginnen. Spätestens im vorletzten Schuljahr vor dem angestrebten Abschluss sollten Sie sich Gedanken über die Berufswahl machen. Die konkrete Bewerbung auf Stellen sollte nach den Angaben der Experten der Arbeitsagentur "am besten ein Jahr" vor Beginn der Ausbildung erfolgen. Um sich gut darauf vorzubereiten, sollten Sie sich die einzelnen Schritte aufschreiben und mit festen Terminen versehen, an denen die nötigen Entscheidungen getroffen und die darauf folgenden Teilziele abgehakt sein müssen.
Dafür bietet sich folgende grobe Gliederung als Masterplan zur Bewerbung an:
- den passenden Beruf finden
- Beratungsangebote nutzen
- Wunschberuf wählen und Alternativen beachten
- Ausbildungsplätze finden
Den passenden Beruf finden
Die Wahl des Ausbildungsberufs ist keine Entscheidung, die Sie auf die leichte Schulter nehmen sollten. Schließlich legen Sie sich mit der Auswahl für ihr weiteres Berufsleben zumindest auf eine Richtung fest. Auf der anderen Seite ist die Wahl einer Ausbildung, die einem nicht gefällt auch kein Beinbruch, da man sich immer noch neu orientieren kann.
Um Enttäuschungen zu vermeiden und möglichst auf Anhieb einen passenden Beruf zu finden, sollten Sie Ihre eigenen Stärken und Schwächen und vor allem Interessen ehrlich sich selber gegenüber analysieren. So können bereits Vorlieben in der Freizeit einen Anhaltspunkt für das Berufsleben bieten. Organisieren Sie gerne etwas, oder sind Sie handwerklich geschickt? Vielleicht sprechen Sie ja auch bereits mehrere Fremdsprachen. Egal was es ist, auf jeden Fall zeigen sich darin bereits erste Stärken, die Sie bei der Berufswahl nutzen können. Im Gespräch mit Verwandten und Freunden, können Sie deren Einschätzung Ihrer Fähigkeiten erfahren und möglicherweise verborgene Talente entdecken.
Beratungsangebote nutzen
Professionellen Rat erhalten Jugendliche bei den speziell ausgebildeten Experten der örtlichen Agentur für Arbeit. Ein erster Eindruck bietet das Berufswahl-Programm BERUFE-Universum. Dieses können Sie entweder auf speziellen Rechnern der Agenturen oder direkt auf der Webseite
www.planet-beruf.de Link zu: planet-beruf.de, www.planet-beruf.de nutzen. Im BERUFE-Universum können Sie rund 500 Berufe erkunden. Dabei wird in einem ersten Schritt festgestellt, welche Berufe zu Ihren individuellen Interessen passen, in einem zweiten Schritt werden die Berufsprofile mit Ihren Stärken abgeglichen. Im dritten Schritt erfahren Sie mehr über die schulischen Voraussetzungen für die ausgewählten Berufe.
Umfangreiche Informationen und Beratungsmöglichkeiten bieten auch die Berufsinformationszentren (BIZ) der Bundesagentur für Arbeit. Wo das nächste Berufsinformationszentrum liegt, zeigt Ihnen die Webseite der Bundesagentur für Arbeit unter
www.arbeitsagentur.de Link zu: Bundesagentur für Arbeit, www.arbeitsagentur.de.
Sinnvoll ist zudem ein persönliches Gespräch mit einem Experten der Berufsberatung der Arbeitsagenturen. Diese können mit ihrem Wissen und Erfahrung viele Fragen beantworten und hilfreiche Tipps für die Praxis geben.
Wunschberuf wählen - und Alternativen beachten
Wenn Sie erst einmal einen Wunschberuf gefunden haben, sollten Sie sich allerdings nicht ausschließlich auf diese einzige Option versteifen. "Bevor Du nur an einem Beruf festhältst, überleg Dir noch zwei bis drei andere Berufe, die Dir auch gefallen könnten. Man weiß ja nie...", so die Experten der Arbeitsagentur. Im Internet finden Sie unter
BERUFENET Link zu: BERUFENET, www.berufenet.arbeitsagentur.de auf einen Klick viele weitere ähnliche Berufe, die zu Ihrem Wunschberuf passen.
Ausbildungsplätze finden
Nach der Wahl des Berufswunsches geht die Suche nach geeigneten Ausbildungsplätzen los. Eine wichtige Informationsquelle sind die Stellenanzeigen in den regionalen Tageszeitungen. Vor allem am Wochenende inserieren hier Unternehmen ihre offenen Ausbildungsstellen.
Viele potenzielle Arbeitgeber präsentieren sich dem beruflichen Nachwuchs auch auf speziellen Messen oder veranstalten einen Tag der offenen Tür, an dem Sie sich direkt vor Ort über das Unternehmen informieren können.
Gute Ansprechpartner für junge Menschen auf der Suche nach ihrem beruflichen Weg sind auch die Vertretungen der Handels-, Industrie und Handwerkskammern. Diese beschäftigen in der Regel in ihren Filialen speziell geschulte Berufsberater und helfen Ihnen bei der Suche nach Ausbildungsplätzen.
Die regional zuständige Kammer finden Sie auf den Webseiten der Dachorganisationen Deutscher Industrie- und Handelskammer Tag (DIHK) unter
www.dihk.de Link zu: Deutscher Industrie- und Handelskammer Tag, www.dihk.de und für die Handwerkskammern unter
www.handwerkskammer.de Link zu: handwerkskammer.de, www.handwerkskammer.de.
Hilfreich sind auch Online-Datenbanken, die immer häufiger von Unternehmen als Rekrutierungsquelle genutzt werden. Dazu gehört etwa die Jobbörse auf der Webseite der
Arbeitsagentur Link zu: Bundesagentur für Arbeit, www.arbeitsagentur.de. Unter dem Logo der "Jobbörse" können Sie im Feld "Art der Nachfrage" unter "Ausbildungsplatz" im gewählten Wunschberuf nach freien Ausbildungsplätzen suchen. In der Jobbörse finden Sie übrigens auch Ferienjobs oder Praktikaplätze.
Die wichtigsten weiteren Lehrstellenbörsen im Internet sind:
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J. Ollenik, aktualisiert Januar 2010
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