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Beruf + Karriere

Ausbildung

Serie: Ausbildungsberufe mit Zukunft
Fluglotse/-in

Abbildung: Menschen bei der Arbeit in einem Tower
Das Flugverkehrsaufkommen sowie die Passagierzahlen steigen stetig, doch nur wenig Schulabsolventen finden den Weg zum Job des Fluglotsen. Dies führt dazu, dass der Deutschen Flugsicherung (DFS), die den Luftraum über der Bundesrepublik sowie sämtliche deutschen Flughäfen betreut, der Nachwuchs ausgeht - und das obwohl die bestandene Ausbildung eine Jobgarantie beinhaltet.

Welche Aufgaben hat ein Fluglotse?

Zu den Aufgaben eines/-r Fluglotsen/-in zählen die Überwachung des Luftraumes und die sichere Leitung der Flugzeuge an ihr Ziel, sowohl am Boden als auch in der Luft. Die Aufgabenbereiche teilen sich hierbei auf in:
  • Centerlotsen, die durch Radargeräte mit dem Luftraum verbunden sind und so sämtliche Flüge leiten und steuern können, die den deutschen Luftraum durchqueren.
  • Towerlotsen, die den anfallenden Luftverkehr an einem Flughafen leiten und steuern.

Wer sind die Arbeitgeber eines Fluglotsen?

Fluglotsen werden hauptsächlich eingesetzt bei der Deutschen Flugsicherung GmbH mit mehreren Niederlassungen in Deutschland sowie an allen deutschen Verkehrsflughäfen.

Welche Verdienst- und Aufstiegschancen haben Fluglotsen?

Die Verdienstmöglichkeiten eines/-r Fluglotsen/-in sind aufgrund der verantwortungsvollen Tätigkeit äußerst attraktiv. Während der grundlegenden Ausbildung an der Flugsicherungsakademie verdient der angehende Fluglotse in etwa 800 Euro Brutto. Während des weiteren Lizenzerwerbs steigt das Ausbildungsgehalt auf ca. 2.900 bis 4.100 Euro. Nach Abschluss der Prüfung ist je nach Einsatzbereich ein Gehalt von jährlich ca. 68.000 bis 95.000 Euro zu erwarten.

Die Sozialleistungen sind sehr umfangreich und vielfältig. Das Rentenalter ist bereits mit 55 Jahren erreicht. Die Versorgung bis zum Beginn der gesetzlichen Rente übernimmt die DFS. Sollte man aufgrund eines medizinischen Problems nicht mehr als Fluglotse arbeiten können, versucht die DFS eine andere Anstellung im Unternehmen zu finden.

Für Fluglotsen bieten sich verschiedene Aufstiegschancen. So werden erfahrene Fluglotsen zur Unterstützung bei der Entwicklung der komplexen und technisch aufwendigen Systeme herangezogenen. Ebenso sind Aufstiegsmöglichkeiten zum Supervisor, dem direkten Vorgesetzten eines/-r Fluglotsen/-in, oder dem Safetymanager möglich. Letzterer ist für die Prüfung neuartiger Systeme und Verfahren sowie deren Auswirkungen auf die Sicherheit im Luftverkehr verantwortlich.
Durch die zunehmende Internationalisierung der Branche können Aufgaben im Ausland übernommen werden. Auch als Ausbilder, Fachlehrer oder Prüfer können sich später Tätigkeitsfelder ergeben.

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

Gefordert werden:
  • Hochschulreife (Abitur)
  • Höchstalter zum Zeitpunkt der Bewerbung 24 Jahre
  • Sicherheit im Umgang mit der englischen Sprache
  • Medizinische Eignung
  • Einwilligung in eine Zuverlässigkeits- und Sicherheitsüberprüfung

Wie sieht die Ausbildung zum Fluglotsen aus?

Der Ausbildung vorangestellt ist ein mehrstufiges Auswahlverfahren, das mit einem schriftlichen Fragebogen zum Lebenslauf des Bewerbers beginnt. Wird diese Stufe erfolgreich absolviert, wird der Bewerber zu weiteren Tests nach Hamburg eingeladen. Diese behandeln unter anderem das räumliche Vorstellungsvermögen, die Konzentrationsfähigkeit oder den Umgang mit Zahlen. Ebenso erfolgen hier bereits erste Tests, die vereinfacht die Arbeit eines Fluglotsen simulieren, um so zum Beispiel die Fähigkeit zur Mehrfachbelastung des Bewerbers zu erkennen. Abschließend legt der bis dahin erfolgreiche Bewerber eine fliegerärztliche Untersuchung ab. Werden alle Tests bestanden, wird dem Bewerber ein Ausbildungsplatz garantiert. Hat der Bewerber das Auswahlverfahren jedoch nicht erfolgreich durchlaufen, ist eine erneute Bewerbung nicht zulässig.

Der theoretische Teil der Ausbildung findet an der Flugsicherungsakademie in Langen bei Frankfurt am Main statt. Nach gut einem Jahr Theorie-Unterricht wechseln die angehenden Fluglotsen zum praktischen Teil ihrer Ausbildung an einen Tower der internationalen Flughäfen in Deutschland oder an eines der Kontrollzentren. Für eine Dauer von 1,5 Jahren erlernen die Auszubildenden dort die notwendigen Arbeitsschritte und Handgriffe unter der fachlichen Anleitung eines Ausbilders. Die Ausbildung schließt mit einer Prüfung zur Erlangung der Lizenz für das eigenverantwortliche Arbeiten ab.

Der Einstieg in die Ausbildung erfolgt zu mehreren Terminen über das Jahr verteilt.

Wer sind die Ansprechpartner?

Hauptansprechpartner ist die Deutsche Flugsicherung GmbH in Langen bei Frankfurt am Main.
D. Konrad, Juli 2011
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