Welche Aufgaben bringt der Beruf mit sich?
- Manuelle Metallbearbeitung: spanen, trennen, formen per Hand, schrauben, löten, kleben und schweißen.
- Elektrische Baugruppen in eine Maschine einbauen oder eine ganze Maschine aus mehreren Elementen montieren.
- Elektrische, pneumatische und hydraulische Steuerungen für Anlagen bauen.
- Maschinen auseinander bauen, zum Beispiel um sie für den Transport vorzubereiten.
- Hardwarekomponenten eines Computers in eine Maschine einbauen; die notwendige Software installieren und konfigurieren.
- Die Steuerung einer Maschine programmieren.
- Messen und Prüfen, ob eine Maschine ordnungsgemäß während des Betriebes läuft.
Wer sind die Arbeitgeber?
- Betriebe der Metall- und Elektroindustrie
- Betriebe des Maschinen- und Anlagenbaus
- Betriebe des Luft- und Raumfahrzeugbau, sowie der Automobilindustrie
- Betriebe der Medizintechnik oder der Informations- und Kommunikationstechnik
Welche Verdienst- und Aufstiegschancen gibt es?
Das Einstiegsgehalt für Mechatroniker bewegt sich zwischen etwa 1.500 und 1.800 Euro. Je nach Region und Arbeitgeber liegt der Lohn leicht über oder unter diesem Betrag.
Durch berufliche Weiterbildung können Mechatroniker sich als Industriemeister, Techniker oder Maschinenbauer spezialisieren. Auch eine Tätigkeit als selbstständiger Handwerker ist möglich.
Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?
- Mindestens Realschulabschluss
- Gute naturwissenschaftliche Kenntnisse in Physik, Mathematik und Chemie
- Gute Informatikkenntnisse
- Interesse an Technik
- Logisches Denken in Zusammenhängen und Systemen
- Gesundheitliche Eignung, da der Beruf überwiegend stehend ausgeübt wird und es teilweise erforderlich ist, schwere Teile zu heben
- Gute räumliche Vorstellung
- Handwerkliches Geschick
Wie sieht die Ausbildung aus?
Die Ausbildung zum Mechatroniker gibt es seit 1998. Sie steht Bewerber beiden Geschlechts offen. Die Ausbildungsdauer beträgt regulär 3 ½ Jahre. Sie kann bei sehr guten Leistungen des Azubis auch abgekürzt werden. Ausbildungsbetriebe sind die genannten späteren Arbeitgeber. Die Abschlussprüfung zum Facharbeiter wird vor der
IHK (Industrie- und Handelskammer) abgelegt.
Wer sind die Ansprechpartner?
Wichtigste Anlaufstellen sind die ortsansässige
IHK und die Agentur für Arbeit. Die Adressen finden Sie im Telefonbuch oder den Gelben Seiten. Daneben lohnt es sich, zu den Ausbildungsbetrieben direkt Kontakt aufzunehmen. Auf technischen Messen in Hamburg, Frankfurt, Leipzig oder München haben Sie Gelegenheit, Unternehmen aus unterschiedlichen Regionen kennen zu lernen.
Dieser Beruf wurde im Rahmen der Serie
"Ausbildungsberufe mit Zukunft" vorgestellt. Einen Überblick über
weitere Berufsprofile finden Sie hier.
J. Ollenik, aktualisiert September 2010
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