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R+V-Ratgeber Beruf + Karriere (Quelle: Thinkstock)

Beruf + Karriere

Ausbildung

Serie: Ausbildungsberufe mit Zukunft
Informatikkaufmann/-frau

Abbildung: Finger auf einer Computertastatur
Kaum ein Unternehmen kommt noch ohne internes Computer-Netzwerk aus. Mit dessen Hilfe wird der Einkauf koordiniert, die Produktion unterstützt und der Vertrieb organisiert. Doch welches Netzwerk braucht das Unternehmen? Welche Software sollte angeschafft werden? Diese Fragen beantwortet der Informatikkaufmann, der in Unternehmen zunehmend gebraucht wird.

Welche Aufgaben bringt der Beruf mit sich?

  • Die Anforderungen der Fachabteilungen aufnehmen. Informatikkaufleute müssen wissen, wie Einkauf, Produktion, Vertrieb und interne Prozesse im Unternehmen ablaufen.
  • IT-Systeme zusammenstellen, die am besten zu diesen Anforderungen passen.
  • Kosten für verschiedene IT-Systeme vergleichen.
  • Kalkulieren, welches System zur Finanzkraft des Unternehmens passt.
  • Mit Herstellern und Lieferanten Preise und Lieferbedingungen aushandeln.
  • Kauf- und Wartungsverträge formulieren.
  • Installation der IT-Systeme planen.
  • Überwachen und testen, ob die Installation ordnungsgemäß durchgeführt wird.
  • Die Mitarbeiter in die Nutzung der neuen Systeme einweisen.

Wer sind die Arbeitgeber?

  • Unternehmen aller Branchen (überwiegend Handel, Banken, Versicherungen und Systemhäuser)
  • Gesundheitswesen (Krankenhäuser)
  • Öffentliche Verwaltung

Welche Verdienst- und Aufstiegschancen gibt es?

Informatikkaufleute verdienen als Einsteiger je nach Region etwa 1.400 bis 1.700 Euro monatlich. Innerhalb eines Unternehmens gibt es gute Aufstiegschancen als Projektleiter oder Netzwerkadministrator. Neben dem Beruf können sich Informatikkaufleute zum Fach- oder Betriebswirt für Datenverarbeitung weiterbilden. Eine weitere Option ist die selbstständige Tätigkeit als IT-Berater.

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

  • Die meisten Ausbildungsbetriebe bevorzugen Abiturienten.
  • Gute Kenntnisse in Mathematik, Deutsch und Englisch
  • Logisches Denkvermögen und die Fähigkeit zum Denken in Prozessen
  • Sprachliche Gewandtheit
  • Interesse an Technik
  • Interesse an Kostenkalkulationen
  • Spaß an der Arbeit im Team

Wie sieht die Ausbildung aus?

Die Ausbildung zum Informatikkaufmann gibt es seit 1997. Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Ausbildungsbetriebe sind in der Regel die späteren Arbeitgeber. Die Ausbildung ist so gestaltet, dass ein späterer Branchenwechsel möglich ist. Wer keinen Ausbildungsbetrieb findet, kann sich bei einem freien Träger schulisch ausbilden lassen.

Wer sind die Ansprechpartner?

Wichtigste Anlaufstellen sind die ortsansässige IHK und die jeweilige Agentur für Arbeit. Die Adressen finden Sie im Telefonbuch oder den Gelben Seiten. Der Gesamtverband der metallindustriellen Arbeitgeberverbände e.V. informiert im Internet unter www.it-berufe.de Link zu: IT-Berufe.de, www.it-berufe.de über dieses und andere Berufsbilder.

Dieser Beruf wurde im Rahmen der Serie Ausbildungsberufe mit Zukunft vorgestellt. Einen Überblick über weitere Berufsprofile finden Sie hier.

J. Ollenik, aktualisiert September 2010
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