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R+V-Ratgeber Altersvorsorge (Quelle: Thinkstock)

Altersvorsorge

Private Altersvorsorge

KLARE SACHE: Die optimale Altersvorsorge für Frauen

Abbildung: Frauen
So unterschiedlich Männer und Frauen zuweilen sind, die Freude auf den wohl verdienten Ruhestand haben sie wahrscheinlich gemeinsam. Allerdings müssen Frauen nach dem Ausstieg aus dem Job viel häufiger feststellen, dass die finanziellen Mittel nicht ausreichen, um lang gehegte Wünsche erfüllen zu können.

Die Einkommenslücke zwischen ihr und ihm

Das Statistische Bundesamt hat errechnet, dass Frauen rund 23 % weniger als ihre männlichen Berufskollegen verdienen. Diese Einkommenslücke wird auch nach dem Ausstieg aus dem Job nicht kleiner. Denn da sie weniger Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, bekommen sie auch weniger ausgezahlt. Laut einer aktuellen Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), die im Auftrag der R+V Versicherung erstellt wurde, steht Frauen im Durchschnitt nur halb so viel gesetzliche Rente zur Verfügung wie Männern. Viele Ruheständlerinnen müssen deshalb den Gürtel deutlich enger schnallen als während des Berufslebens. Für einige bedeutet es sogar Armut, von der Frauen überdurchschnittlich oft betroffen sind. Denn Frauen bekommen nicht nur weniger Rente als Männer. Untersuchungen zufolge ergänzen sie die gesetzliche Altersversorgung auch seltener durch private oder staatlich geförderte Altersvorsorge oder durch eine betriebliche Altersversorgung. Warum das so ist, darüber gibt es verschiedene Vermutungen. Verhaltensforscher glauben unter anderem, dass Frauen zwar ihre Ausgaben im Ruhestand realistisch einschätzen. Bei den Einkünften jedoch sind sie häufig zu optimistisch. Wahrscheinlich vertrauen sie einfach darauf, dass sie nach vielen Jahren der Arbeit für Familie und im Beruf eine angemessene gesetzliche Altersversorgung erhalten. Aber genau diese Hoffnung wird oft enttäuscht.

Die gesetzliche Rente oder darf's ein bisschen mehr sein?

Selbst die Bundesregierung macht kein Geheimnis mehr daraus: Wer heute jünger als 50 ist, wird seinen Ruhestand kaum allein von der gesetzlichen Altersrente bestreiten können. Auf Frauen trifft das besonders zu. Charlotte T. zum Beispiel ist 38, gelernte Bürokauffrau, lebt in Köln und ist wegen ihrer zwei Kinder für einige Jahre aus dem Job ausgestiegen. Verdient Sie über die Dauer ihres Berufslebens 2.000 EUR brutto im Monat und somit etwa ein Fünftel weniger als der Durchschnitt aller in der gesetzlichen Rentenversicherung Versicherten (Stand 2009: 30.879 EUR jährlich in den alten Bundesländern), so erhält sie nach 30 Versicherungsjahren eine monatliche Rente von rund 635 EUR. Bei 25 Versicherungsjahren sind es sogar nur etwa 530 EUR. Selbst wenn sie im Ruhestand ausgesprochen sparsam leben sollte, wird Charlotte T. von diesem Geld nicht alle ihre Ausgaben decken können.

Besser clever vorsorgen!

Eine Möglichkeit, mehr aus der gesetzlichen Rente zu machen, ist die Erhöhung der Arbeitszeit. Doch nicht alle Lebenssituationen lassen das zu. Wenn Kinder da sind oder Angehörige Pflege benötigen, ist es oft unmöglich, Vollzeit arbeiten zu gehen. Auch freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung sind nicht lukrativ. Angesichts der unsicheren Zukunft der gesetzlichen Rente gibt es weitere Möglichkeiten, sein Geld für sich arbeiten zu lassen. Welche das sind, stellt Ihnen unsere Serie "Die optimale Altersvorsorge für Frauen" vor. Sie erfahren darin nicht nur, wie Sie in Zeiten der Berufstätigkeit Ihren Ruhestand absichern können. Sie lernen auch nach und nach Vorsorge-Lösungen für die Zeiten der Kinderbetreuung, der Pflege und für andere Lebenslagen kennen.

In dieser Serie erschienen:


S. Nies, aktualisiert Juli 2009
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