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Pressemitteilung des Infocenters der R+V Versicherung

Das neue Jahr beginnt mit Leuchtraketen - und mit 15.000 Feuerschäden

Wiesbaden, 29. Dezember 2008. Raketen und Böller verschönern die Silvesternacht - verursachen aber leider auch Tausende von Schäden. Die Verursacher können allerdings nicht immer zur Verantwortung gezogen werden. Darauf macht das Infocenter der R+V Versicherung aufmerksam. Denn in der Silvesternacht ist Böllern erlaubt und üblich, und jeder weiß, dass das allgemeine Risiko höher ist. "Deshalb sind die Anforderungen an die Sorgfaltspflichten des Feuerwerkers entsprechend geringer", erklärt Sonja Biorac, Haftpflichtexpertin beim R+V-Infocenter. Doch Verbraucher können mögliche Risiken vorher entschärfen: Wer brennbares Material vom Balkon entfernt, die Fenster schließt und Abstand von der Zündstelle hält, kann vielen Schäden vorbeugen.
Rund 100 Millionen Euro geben die Deutschen jedes Jahr für ihre Feuerwerke aus und erhellen damit die Silvesternacht. Die Kehrseite sind jährlich über 15.000 Feuerschäden am Jahresende. Trotz der Gefahr gelten in der Silvesternacht andere Regeln als sonst. Jeder, der einem Feuerwerk zuschaut, richtet sich auf derartige Gefährdungen selbst ein, heißt es dazu in einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs.
Für den "Feuerwerker" heißt das allerdings nicht, dass er keinerlei Schutzmaßnahmen treffen muss. So muss er die Feuerwerkskörper beispielsweise nach Gebrauchsanleitung zünden und dabei die Sicherheitshinweise des Herstellers einhalten. Auch den Ort des Feuerwerks muss er sorgfältig auswählen. "Besonders wichtig ist ein ausreichender Abstand zu leicht brennbarem Materialien wie Strohballen", so R+V-Expertin Biorac. In der Nähe von Gebäuden, die leicht in Brand geraten können, gilt zudem oft ein Feuerwerksverbot, beispielsweise bei norddeutschen Reetdachhäusern. Aber auch einige Fachwerkstädte haben Silvesterfeuerwerke im Altstadtbereich aus Brandschutzgründen komplett verboten.

Vorkehrungen treffen

Selbst für Silvester-Muffel bedeutet der 31. Dezember: Die Gefahr eines Schadens ist größer als sonst - aber im Schadenfall haftet der Verursacher nicht immer. Hausbesitzer und Mieter können vorbeugen, indem sie beispielsweise Balkone und Terrassen frei räumen, alle Fenster und Türen schließen und den Balkon kurz vor dem Schlafengehen noch kontrollieren. Denn eine verirrte Rakete reicht aus, um einen schweren Brand zu verursachen.
Zuschauer des Feuerwerks schützen sich am besten durch einen möglichst großen Sicherheitsabstand von der Zündstelle. Weiterer Tipp des R+V-Infocenters: Den teuren Mantel lieber im Schrank hängen lassen, damit der Funkenflug keine hässlichen Brandlöcher verursacht.
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