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Pressemitteilung des Infocenters der R+V Versicherung

Fuchsbandwurm: Gefährlicher Krankheitserreger

R+V-Infocenter: Immer mehr Füchse wagen sich in Wohngebiete – Infektion mit Bandwurm kann bei Menschen tödlich enden.
Wiesbaden, 7. August 2006. Der Fuchsbandwurm ist für Menschen einer der gefährlichsten Parasiten. Bislang galten vor allem Beeren und Pilze aus dem Wald als Infektionsherde. Doch Vorsicht: Auch Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten können den Fuchsbandwurm übertragen. Darauf macht das Infocenter der R+V Versicherung aufmerksam. Füchse haben sich in den letzten Jahren stark vermehrt und kommen immer näher an Wohngebiete heran - und mit ihnen der Fuchsbandwurm. Gartenbesitzer sollten deshalb vor allem am Boden wachsende Früchte und Salat sowie Fallobst sehr gründlich waschen, um das Infektionsrisiko zu reduzieren. Einen hundertprozentigen Schutz bietet allerdings nur Kochen.
Immer mehr Füchse tragen den Bandwurm in sich. "In einigen Regionen ist inzwischen mehr als jeder zweite Fuchs mit dem Parasiten infiziert", sagt Dr. Oliver Harps-Hansen, Tierarzt des R+V-Infocenters. Für den Fuchs selbst ist das ungefährlich. Beim Menschen schädigt der Fuchsbandwurm Leber, Lunge oder Niere so stark, dass die Organe versagen können. Wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt wird, werden die Patienten operiert und das kranke Gewebe dabei entfernt. Häufig aber ist die Zerstörung schon zu weit fortgeschritten. Dann hilft nur eine lebenslange Behandlung mit Medikamenten - eine vollständige Heilung ist nicht mehr möglich.

Früchte gründlich waschen und abkochen

Wer einen Garten in Waldnähe oder am Stadtrand hat, sollte vor allem mit Beeren, Fallobst und Salat vorsichtig sein. Aber sogar durch Tomaten oder Karotten können sich Gartenbesitzer anstecken. Gründliches Waschen bietet bereits einen gewissen Schutz vor Ansteckung, denn der Fuchsbandwurm wird durch Kot übertragen. Aber erst Temperaturen über 70 Grad töten die Eier des Parasiten sicher ab. Vorsicht: Einfrieren bietet keinen ausreichenden Schutz. Die Eier können bei minus 18 Grad Celsius wochenlang überleben, erst minus 80 Grad Celsius wären wirksam. R+V-Experte Dr. Harps-Hansen empfiehlt, sich beim zuständigen Jäger oder Forstamt zu erkundigen, ob in dieser Region eine Gefahr durch Fuchsbandwurm besteht. "Ist das Risiko in einer Gegend besonders hoch, sind rohes Gartengemüse und Früchte tabu."
Weitere Tipps des R+V-Infocenters: Haus- und Gartenbesitzer sollten darauf achten, dass sie nicht aus Versehen Füchse anlocken, beispielsweise mit Katzenfutter auf der Terrasse oder Essensresten auf dem Kompost. Kot im Garten oder im Sandkasten vorsichtshalber mit einer Schaufel entfernen, tote Füchse auf keinen Fall berühren.

Hunde und Katzen als Überträger

Hunde- und Katzenbesitzer sollten ihr Haustiere regelmäßig auf Fuchsbandwurm untersuchen und entwurmen lassen. Denn Hunde und Katzen können ebenfalls von dem Parasiten befallen werden. Sie infizieren sich meist durch Mäuse, die sie fressen.
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