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Pressemitteilung des Infocenters der R+V Versicherung

Hitze bringt auch Medikamente zum Schwitzen

R+V-Infocenter: Arzneimittel nicht im aufgeheizten Auto liegen lassen - Wirksamkeit kann entscheidend beeinträchtigt werden
Wiesbaden, 26. Juni 2006. Viele Medikamente sind hitzeempfindlich. Im Sommer sollten sie deshalb nur kurz im geparkten Auto liegen bleiben – denn dort klettern die Temperaturen schnell auf 70 Grad Celsius und mehr. Arzneimittel können dadurch ihre Wirksamkeit verlieren. Mögliche Folge: Längere Krankheit oder sogar schwere gesundheitliche Schäden bei den Patienten, die sich auf die Heilkraft der eingenommenen Mittel verlassen. Darauf macht das Infocenter der R+V Versicherung aufmerksam.

Wie stark Medikamente auf Hitze reagieren, hängt von der Darreichungsform und den Wirkstoffen ab. So bestehen beispielsweise viele Kapseln aus Gelatine, die sich bei Hitze regelrecht auflöst – das Präparat wird dadurch unbrauchbar. Auch Salben, Tropfen und Zäpfchen können ihre Wirkung verlieren, Pflaster ihre Haftfähigkeit. Für Sprays, die Patienten etwa gegen Asthma einsetzen, sind hohe Temperaturen ebenfalls kritisch. Die Behälter stehen unter Druck und können durch Hitze undicht werden oder platzen. Im Zweifelsfall hilft ein Blick in die Packungsbeilage: Bei vielen Medikamenten enthält sie den Hinweis "nicht über 25 Grad lagern".

Insulin und Impfstoffe nur gekühlt transportieren

Besonders empfindlich sind Insulin und Impfstoffe. "Diese Stoffe enthalten wärmeempfindliche Moleküle. Durch Hitze und Sonneneinstrahlung werden sie verstärkt abgebaut, schon nach kurzer Zeit können sie ihre Wirkung verlieren", erklärt Dr. Marko Ostendorf, Arzt des R+V-Infocenters. Ideal sind zwei bis acht Grad Celsius, also Kühlschranktemperatur. Am besten transportiert man sie in einem Kühlbehälter und ohne längere Zwischenstopps.

Andere hitzeempfindliche Medikamente verstauen Verbraucher am besten in Zeitung eingepackt im Kofferraum und parken das Auto im Schatten. Die Hutablage ist wegen der direkten Sonneneinstrahlung absolut tabu.

Arzneimittel auf Reisen vor Sonne schützen

Wer Medikamente mit in den Urlaub nimmt, sollte unterwegs unbedingt auf die richtige Lagerung achten, rät das R+V-Infocenter. Kisten aus wärmedämmenden Materialien sind ideal, da sie die Medikamente gleichzeitig vor Stößen schützen. Noch besser sind elektrische Kühlboxen, die durch die Autobatterie kontinuierlich mit Strom versorgt werden. "Gerade Patienten mit Herzkrankheiten, Bluthochdruck oder Diabetes sind auf die richtig dosierten Medikamente angewiesen – eine reduzierte Wirksamkeit kann fatale Folgen haben", sagt R+V-Experte Dr. Ostendorf. Und: Die dauerhafte Aufbewahrung von Medikamenten im Auto hat auch Einfluss auf ihre Haltbarkeit. Sie nimmt bei sehr hohen Temperaturen ab.
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