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Pressemitteilung des Infocenters der R+V Versicherung

Kalk, Mörtel und Co: Heimwerken nur mit Schutzbrille oder Maske

R+V-Infocenter: Leichtfertiger Umgang mit Baustoffen kann zu schweren Haut- und Augenverletzungen führen
Wiesbaden, 17. März 2005. Fast jeder zweite Deutsche ist in seiner Freizeit als Heimwerker tätig. In Zeiten knapper Haushaltskassen versuchen sich Hobby-Bastler auch an Profiarbeiten wie Beton anrühren, Wände hochziehen oder Estrich verlegen. Fehlt dabei eine angemessene Sicherheitskleidung, können schwere Hautverätzungen und dauerhafte Augenschäden die Folge sein. "Wer mit Baustoffen wie Beton, Mörtel oder Zement umgeht, sollte unbedingt eine Schutzbrille, wasserdichte Arbeitshandschuhe und einen Mundschutz tragen", rät Dr. Andreas Strob, Chemie-Experte des Infocenters der R+V Versicherung. "Außerdem müssen Heimwerker stets darauf achten, dass ihre Kleidung nicht durchnässt ist. Denn sonst drohen Verätzungen."

Die meisten Baustoffe enthalten als Bindemittel Kalk oder Zement. Werden diese mit Wasser angerührt, entsteht eine aggressive Lauge, die die Haut reizen oder im schlimmsten Fall verätzen kann. Besonders häufig sind Knie oder Hände betroffen. "Oft bemerken Heimwerker beispielsweise beim Knien im Estrich nicht, dass durch die feuchte Kleidung hindurch die Haut geschädigt wird. Nach nur 15 Minuten sind die betroffenen Hautpartien unter Umständen verätzt", sagt Dr. Strob. Deshalb rät er: Verschwitzte oder feuchte Kleidungsstücke und Schuhe sofort wechseln. Auch Lederhandschuhe sind für Arbeiten mit Baustoffen nicht geeignet, da sie die aggressive Lauge durchlassen. Heimwerker sollten beschichtete Baumwollhandschuhe und Überhosen aus undurchlässigem Kunststoff tragen. Ein weiterer Tipp des Experten: Unbedeckte Hautpartien vorher mit rückfettenden Hautschutzprodukten eincremen und nach der Arbeit gründlich reinigen und pflegen. Rückfettende Spezialcremes sind in Apotheken erhältlich.

Kalk und Zement sind gefährlich für die Augen

Auch für die Augen sind kalk- oder zementhaltige Materialien gefährlich – auf Baustellen kommt es sehr oft zu Verätzungen mit Kalk. Vor allem beim Stemmen und Abreißen über Kopf können leicht Partikel in die Augen gelangen. Aber auch das Mischen, Anrühren und Umfüllen der Baustoffe ist riskant. Deshalb sollten Heimwerker generell Schutzbrillen tragen, wenn sie mit Beton und Mörtel arbeiten. "Kommt doch etwas ins Auge, ist schnelle Erste Hilfe wichtig. Deshalb die Augen zunächst gründlich mit Wasser ausspülen, dann sofort einen Arzt aufsuchen", rät R+V-Experte Dr. Strob.
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